2. Mai 2016

#MMMay 2016 - Ich versuch's dann mal....

ich war ja die ganze Weile am Grübeln, ob ich dieses Jahr beim MeMadeMay mitmachen soll. Toll finde ich die Aktion auf jeden Fall und jetzt, wo ich in meinen Twitter- und Instagram-Timelines vom Hashtag quasi "überschwemmt" werde, hat mich die Lust mitzumachen doch gepackt. Trotz schlechter Bildqualität. Einzelne Details gehen dann ja eventuell als Selfie eingebunden in einer Collage.


Die Aufgabe, jeden Tag 'MeMade' zu tragen, ist angesichts meiner Produktivität nicht schwer. Meine persönliche Aufgabe wird es sein, herauszufinden, wo wir selbst genähte Teile zur Ergänzung fehlen, und welche gekauften Teile, ich vielleicht nicht doch selbst nähen kann, bzw. möchte. Einfach Trägertops werde ich nicht selbst nähen, das kann ich prima kaufen... Außerdem will ich auch mal ein paar Schrankleichen zu Tage fördern und auch Dinge zeigen, mit denen ich nicht so 100%ig zufrieden bin und erkären, wieso.


Gepostet wird nach Möglichkeit täglich auf Instagram und es soll ein wöchentliches Roundup hier auf dem Blog geben.


So und jetzt geht's noch mal schnell rüber zu Zoe, um lieber spät als nie einzuchecken...



24. April 2016

Bloggertreffen Stuttgart 2016

Ich bin zurück aus dem Urlaub und möchte noch schnell zum Bloggertreffen Stuttgart 2016 berichten. Denn es war so schön -  das möchte ich an dieser Stelle noch mal zum Ausdruck bringen. Ein ganz großes Dankeschön geht deshalb erst mal an Elsa, Muriel und Sabine. Vielen Dank für die Organisation - es war einfach toll!

Nach der AnNÄHerung in Würzburg im vergangenen Oktober war dies das zweite größere Blogger- bzw. Nähtreffen an dem ich teilgenommen habe. 2015 hatte ich ja erst ein Blinddate mit Drehumdiebolzeningenieurin, was in der Freundschaft zur ortsansässigen Ines führte. Das Aufeinandertreffen von nähenden Menschen führt für mich also immer zu tollen Begegnungen und schönen zwischenmenschlichen Entwicklungen und Beziehungen. Auf Stuttgart habe ich mich deshalb natürlich sehr gefreut! Nicht zuletzt, weil ich dort viele der AnNÄHerungsteilnehmerinnen wiedergetroffen habe und endlich einige Bloggerinnen, deren Blogs ich schon lange verfolge, im echten Leben getroffen habe.

Samstagmorgen ging es erst mal Richtung Wiesbaden, wo ich Ines einsammelte. Es schüttete wie aus Eimern, was die Fliegenfisch-Pläne des Captains vereitelten und er mir dankenswerter Weise seinen stärker motorisierten Diesel überließ. Ich mag meinen kleinen Clio ja sehr aber ab 100 km/h wird er schon recht laut. Was bei Solofahrten nicht so stört - da mache ich einfach die Musik lauter! (Böse Zungen würden jetzt sagen, dass es auch notwendig ist, um meinen...äh...treffsicheren Gesang zu überdecken...da funktioniert der farradaysche Käfig auch in die andere Richtung!) Na und Überholmanöver sind auch nicht so entspannt...

Nach einer sehr verregneten Autofahrt klarte das Wetter kurz vor Stuttgart endlich auf. Ich sag' nur: Wenn Engel reisen... So konnten wir von einem kleinen Mini-Schauer mal abgesehen ganz entspannt durch die Stuttgarter Innenstadt strolchen und diverse Stoffläden und natürlich auch Kurzwaren Berger unsicher machen. Eigentlich wollte ich ja nichts kaufen, denn ich wusste, dass es in der Woche darauf nach Paris und zum Place de St. Pierre ging. Eigentlich...

Kurzwaren Berger also know as 'El Dorado'

Aber wem mache ich eigentlich was vor: Ein Andenkenstoff musste mit. Und hey: Vögelchenstoff! Aus 100% Viscose. Also wer den liegen lässt, ist schön blöd! Madame Monty war auch so schlau wie ich und ich bin schon gespannt, was sie aus ihrer Beute zaubert. :D


Herr Berger jun. in seinem Element

Nach der tollen und sehr aufschlusreichen Einführung in das Thema Knopfherstellung durch Herrn Berger Junior (und Sekt und Knabberkram) wanderten auch noch ein paar besonders schöne Knopf-Exemplare in mein Einkaufskörbchen. Schöne Knöpfe kaufe ich ja auch einfach mal auf Verdacht - der passende Stoff findet sich schon noch! Wobei ich diesmal schon sehr konkrete Pläne und den passenden Stoff im Schrank hatte. Farblich passen die Knöpfe auch tatsächlich 1a.

Beute vom Stoffmarkt und Kurzwaren Berger...


Nach der Shopping-Tour bei Bergers ging es gegenüber ins Café/Restaurant Weber, wo sich endlich die Gelegenheit bot, ganz ausführlich zu quatschen und die Innenverarbeitung der ein oder anderen Hose zu bestaunen ;)). Allerdings habe ich mich ziemlich arg an zwei Tischen festgequatscht, die Zeit war schlicht zu kurz, um mit allen zu reden. Der einzige Wehrmutstropfen an einem Bloggertreffen dieser Größenordnung. Ganz abgesehen davon finde ich das Programm und die zeitliche Gestaltung des Stuttgarter-Treffens ideal: Kurze Anreise und auf einen Tag beschränkt, sodass eine kostenintensivere Übernachtung für mich nicht notwendig ist, kleines Shoppingprogramm und ein lehrreicher Programmpunkt und das wichtigste überhaupt: viel Zeit zum Quatschen und Austauschen! Und am nächsten Tag bleibt trotzdem noch Zeit, um sich an die Nähmaschine zu setzen. Für jemand wie mich, der unter der Woche nicht zum Nähen kommt, durchaus ein wichtiger Punkt, um akuten Entzugserscheinungen vorzubeugen.

Irgendwann so gegen 19.30 Uhr brach der harte Kern dann auf Richtung Bahnhof, ich musste noch mein Auto (okay, okay, Herrn Rieslings Auto) in Feuerbach einsammeln und dann ging es sehr beseelt und glücklich nach Hause.

Treffen dieser Art wirken auf mich immer wie ein kleiner Mini-Urlaub und auch die fieseste Arbeitswoche ratzfatz vergessen. Die perfekte Einstimmung auf den tatsächlichen Urlaub und ich freue mich schon auf eine hoffentlich stattfindende Wiederholung im nächsten Jahr!

Meine - eher unspektakuläre - Bluse für den Stuttgart-Mini-Sewalong ist natürlich rechtzeitig fertig geworden. Aber an Fotos am Treffen selbst habe ich schlichtweg überhaupt nicht gedacht. Die haben der Captain und ich dann in Paris nachgeholt. Mehr dazu dann demnächst.

Mehr Berichte zum Stuttgart-Treffen gibt's übrigens auf Elsas Blog.

13. April 2016

MeMadeMittwoch am 13. April 2016



Oha! Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Ich bin seit langem mal wieder beim MeMadeMittwoch dabei.
Heute zeige ich nichts neues, sondern eine ältere und viel getragene Bluse (hier schon mal gezeigt) und die weite schwarze Hose, die ihr ja schon kennt.




Ich hatte Bedenken, ob die Silhouette der Bluse zur weiten Hose passt, war aber von der Kombination - zusammen mit den Tretern in Fuchsia - schwer angetan. Outfit passte, Licht passte, Make-up passte, Nagellack stimmte auch, Haare saßen und der Lieblingsfotograf hat Bilder gemacht, auf denen ich mich seit langem mal wieder richtig mag. Lucky me!


Und auch noch mal von hinten:




Damit geht's ohne weitere große Worte zum MeMadeMittwoch, wo uns Claudia unter anderem wieder eine ihrer famosen Jeans zeigt. So toll!

8. April 2016

Stuttgart Sew Along - Update

Also meine Pläne für den Stuttgart-Sewalong liegen auf Eis. Aus mehreren Gründen. Zum einen passt der Stoff nicht - einfach zu dick für den ausgewählten Parkaschnitt. Und die Stoff-Alternative passt farblich nicht so gut zum Kontraststoff. Außerdem muss will ich bin ich am Abnehmen und habe keine Ahnung, wo ich gewichtsmäßig lande. Aktuell geht gerade gar nicht viel, ich bin entsprechend gefrustet und die fiese Stimme in meinem Kopf sagt mir, dass ich wahrscheinlich einfach den Parka in der üblichen Größe nähen sollte, weil ich es eh nicht schaffe... Seufz! Aber 10 Kilo müssen eigentlich weg und dann wäre der Parka zu groß...aber dann habe ich eh wieder das Problem, dass das Material ja sowieso nicht zum Schnitt passt, etc. pp.





Ich habe jetzt für Stuttgart eine Hemdbluse nach bewährtem Schnitt aus einem ganz tollen graublauen Baumwoll-Stoff genäht, den ich vor Ostern im Bremer Alfatex gefunden hatte. Der gleiche, wie ich ihn für die Odeeh-Tunika schon mal vernäht hatte, reduziert auf 3 Euro pro Meter. 4 Meter durften dann kurzerhand mit... muahahahahah...*händereib* Die Ärmel muss ich noch einsetzen, Knopflöcher nähen und Knöpfe annähen. Das bekomme ich am Wochenende locker hin.

Und wenn ich es zeitlich schaffe, gäbe es alternativ und zur Auswahl und überhaupt für den unmittelbar folgenden Paris-Urlaub noch eine Sewaholic-Alma mit ocker-farbenen beigen Schwalben auf schwarzem Grund. Der Schnitt hat sich mit ein paar typischen Korrekturen noch vor dem Zuschnitt des Probeteils als gut passend erwiesen und sollte sich zügig runternähen lassen.

Der blaue Köper wird dann demnächst zu einer Minoru-Jacke. Den Schnitt habe ich hier auch schon ewig rumliegen und will endlich verarbeitet werden. Mir schwebt eine dezente Paspel in weiß oder rot vor (oder beidem), den Floh hat mir Froken Nordlys auf Twitter ins Ohr gesetzt. Außerdem würde ich schräge Paspeltaschen mit aufgesetzter Klappe und Knopf einarbeiten.




Leider habe ich diesen tollen Knopf nur einmal, da muss ich mir mal überlegen, ob ich den irgenwo unter bringe...

So viel zu den aktuellen Plänen. Überhaupt will ich jetzt endlich mal die Nicht-Burda-Schnitte vernähen, die hier noch unangetastet rumliegen. Es gäbe da auch noch ein Deer & Doe Bleuet. Und Renfrew. Wäre ja auch mal eine Idee für einen Sew Along: Dein Schnittmuster, das unbekannte Wesen...

 So viel zu nähen, so wenig Zeit - und manchmal auch kein Plan von nix!

6. April 2016

Projekt Brot und Butter - Zu spät dran...

Das offizielle Finale bei siebendhundertsachen habe ich verpasst. Aber Finale passt auch nicht so ganz bei mir. Es hat so was endgültiges und da meine Liste von vorneherein als Jahresprojekt ausgelegt war, geht es hier einfach munter weiter. Oder auch nicht, das wird sich zeigen...

In den letzten Wochen ist im Rahmen des Projekts Brot und Butter noch ein bisschen was entstanden.

Ich habe endlich eine weite Hose in Schwarz:




Auf dem Bild ist sie noch etwas kurz geraten. Ich habe den Saum nachträglich um 2,5 cm ausgelassen. Die Hose wird in 'heavy rotation' getragen und schließt eine echte Lücke in meinem Kleiderschrank. Der Stoff ist ganz leicht, fällt aber schön schwer und lässt sich toll bügeln. Gut, dass ich noch 3,5 Meter davon gebunkert habe!

Zusammen mit der kurzen Kauf-Jacke von Banana Republic sehe ich fast schon aus, wie ein Mittneunziger-Brit-Popper. I like! Und ich versteh' gar nicht, was meine Mutter immer gegen die sich wiederholende Mode hat - ich fühl mich auf einen Schlag viel jünger! Don't look back in anger! :D




Hinten gab es Paspeltaschen und bei dem Front-Fly habe ich mir die Verarbeitung einer gekauften Hose von Z*ra abgeschaut:




Der Besatz wird nach dem Aufnähen des  RVs mit Futterstoff gedoppelt. Die linke Seite wird mit extra breiter Nahtzugabe zugeschnitten, die dann eingeschlagen durch das Absteppen der Ansatznaht von der Vorderseite fixiert wird. Ich arbeite meine Hosen-RVs übrigens immer mit separatem Schnittteil und nicht angeschnitten, wie das Burda meistens vorsieht. Da ich nicht wusste, ob das auch tatsächlich hinhaut, habe ich keine Fotos gemacht. Ich war tatsächlich ziemlich erstaunt, dass das so einfach ging. Bilder reiche ich bei der nächsten Hose dann nach. Und denke hoffentlich daran...


Pyjamahose an  Hotelbett mit...äh...dekorativer Holz-Paneele und Teppichboden...

Außerdem habe ich eine Pyjama-Hose genäht nach einem Burda-Unisex-Pyjama-Schnitt, den ich ab dem Knie leicht ausgestellt habe. Der war ja mal ursprünglich für Captain Riesling gedacht...Räusper, der Stoff ist immerhin schon mal vorgewaschen, aber Nähen-für-Andere ist halt nicht so meins...wenn ich einen Pyjama für mich probegenäht habe, kommt seiner dran. Denke ich. Vielleicht. Oder so.





Und eine klassische weiße Hemdbluse ist auch endlich genäht. So schön! (Wenngleich sie auf dem Bild eher unspektakulär und fast unfotografierbar daher kommt.)


Top-stiching galore!

Bis auf die Ärmeleinsatznähte ist alles von innen ganz ordentlich mit französischen Nähten gearbeitet.




Die Ärmelschlitze gelingen mir auf Anhieb immer besser und das Tutorial von Off The Cuff kann ich wirklich nur wärmstens empfehlen.

Vielen Dank an Siebenhundertsachen für die Organisation dieses schönen Sew-Alongs! Das spontane Herznähen werde ich nie ganz ablegen können - aber Brot und Butter vereinfacht vieles und sorgt für schnelle Erfolgserlebnisse.

9. März 2016

Stuttgart Sew Along

Am 16. April ist Nähbloggerinnen-Treffen in Stuttgart. Und da wir dieses Jahr noch keinen Urlaub gebucht hatten wie letztes Jahr, habe ich ganz spontan zugesagt. Und gleich als nächstes stellte ich mir die Frage: Was. Nähst. Du. Dir. Dafür ?!?!?

Nähnerds, Nähnerdettes, Nähenthusiastinnen oder wie auch immer  wir uns bezeichnen wollen   scheinen alle gleich zu ticken und so gibt es einen kleinen Stuttgart-Sew-Along. Wie schön! :)

Ursprünglich dachte ich daran, den gut gehüteten Goldfisch-Stoff von der AnNÄHerung Süd zu einer Schluppenbluse zu verarbeiten und ein blaues Truffle-Dress von Colette zu nähen. Da wir aber nur wenige Tage später zum Paris-Trip aufbrechen, dachte ich mir, dass ein Parka vielleicht eine gute Sache wäre. Überhaupt bin ich jeden Tag in der kalten Jahreszeit froh, wenn ich mir einen Wintermantel genäht habe, warum also nicht endlich mal auch Frühlingsjacken und Trenchcoats?


Einen navy-blauen Köper hatte ich im gut sortierten Stofflager für just dieses Ansinnen sogar schon hier liegen. Jetzt bin ich allerdings unschlüssig, da er wirklich schon sehr fest ist. Zu fest für einen Parka? Wird der im Laufe des Tragens noch weicher? Alternativ habe ich noch ein etwas helleren und leichteren Stoff mit ganz dezenter Musterung.




Als ich mich letztlich für einen Schnitt entschieden hatte, wollte ich gerne noch einen Kontraststoff dazu. Da hat sich sicherlich der aktuell laufende Prada-Sew-Along auf dem MeMadeMittwoch-Blog und die Inspirationsuche dazu in meinem limbischen System festgesetzt.  Allzu verspielt soll es aber nicht sein, ich bin ja auch keine große Freundin von Kinderjerseys an Erwachsenen. Auf Stoffe.de wurde ich recht schnell fündig. Der Stoff heißt "Blue Hotel" und wenn das Assoziationen an Chris Isaak weckt, dann ist das nicht das Schlechteste! Mal ehrlich: Der Video-Clip zu "Wicked Game" ist doch einer der tollsten überhaupt! Und so Neunziger. Ich liebe die Neunziger. Also die frühen Neunziger bis circa 1995. Aber ist das nicht so mit allen 'schlimmen' Zeiten, die man irgendwann mal erlebt hat - irgendwann werden sie nostalgisch zur besten Zeit des Lebens verklärt. "Ach ja, damals..." Aber der Sommer '95 war wirklich toll!!

Kaum kommt die Sprache zurück, verliere ich mich schon wieder im Schwafeln. I go to extremes. Noch so 'n gern gehörtes Stück vom Billy.

Anyways, welcher Schnitt soll's denn werden? Ein Medley (haha - Wortwitz! Ich bin heute sooooo lustig! :D) aus Burda 102 und 103 aus der August-Ausgabe 2015.

Quelle: www.burdastyle.de

Quelle: www.burdastyle.de


Mit Tunnelzug, Reißverschluss und Blende aber ohne Gummizug an den Handgelenken. Das fühlt sich immer so nach Kinderjacke an, finde ich. Dafür die Blenden an den Ärmelsäumen.  Bei den Taschen bin ich noch unentschlossen, da muss ich erst mal genauer schauen, wo der Tunnelzug sitzt.

Der Schnitt ist ausgestellt mit Raglanärmeln und Kellerfalte im Rücken - das sollte nicht allzu passformsensibel sein. Da ich einen leichten Parka möchte (siehe Problem oben), verzichte ich diesmal auf ein Futter und spendiere ihm ein Hongkong-Finish. Das darf dann durchaus bunt ausfallen:


Was mir am Schnitt gar nicht gefällt ist die fehlende Blende und die "offene" Verarbeitung unter dem Reißverschluss . Da muss ich mal schauen, wie ich das Problem löse. 

Mal sehen, wer sich noch alles zum Mini-Sew-Along einfindet. Husch, husch rüber zu Muriel...

1. März 2016

Projekt Brot und Butter: Eigentlich Teil 3...

...eigentlich, denn den zweiten Termin habe ich geschwänzt und schäme mich auch bisschen. Dabei war ich ganz fleißig, habe mich brav an den Plan gehalten und hatte schon einiges vorzuweisen. Aber zur Zeit habe ich einfach keine Lust zu bloggen. Keine Lust auf Fotos. Gepaart mit einer Prise Selbstablehnung (Selbsthass wäre krass übertrieben, ich kann mich zur Zeit nur nicht selbst so arg leiden.) Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nur über ein begrenztes Maß an Kommunikationskapazitäten verfüge und wenn das anderweitig schon aufgebraucht wurde, dann ist irgendwann einfach nix mehr übrig. Zum Kommentieren bei anderen und so. Was mir sehr leid tut - aber das war schon immer so. Ich war schon immer so. Wenn's mir nicht gut geht, dann verstumme ich. Damit habe ich meine Mutter schon früher in Kinder- und Jugendtagen in den Wahnsinn getrieben.

Aber das gute ist: Es geht auch wieder vorbei.

Zurück zum Projekt "Brot und Butter", dass Siebenhundertsachen ins Leben gerufen und ganz viele andere damit angesteckt hat.

Was habe ich denn von den hier skizzierten Projekten bislang realisiert:

Ein ungebügelter schwarzer Faltenrock, "Faye" aus der 60s-Vintage Burda




Ein noch ungebügelterer grauer ausgestellter Rock aus der Burda 9/2012 (Die Ausgabe mit dem Schwanenkleid, wenn ich mich recht entsinne.)




Der Rock ist Mist. Nicht nur ist der Stoff total kacke, es fehlt einfach der Bund, da er nur mit Futter gedoppelt wird. Ich hätte es eigentlich wissen sollen, dass das den Tragekomfort nicht gerade erhöht...





Eine schwarze Schluppenbluse aus einer ganz leichten, herrlich fließenden Viskose.




Das vermeintlich perfekt passende Blusenschnittmuster erwies sich bei einem dünneren Stoff als dem des ersten Modells leider als gar nicht so toll passend. Und bei genauerer Betrachtung zeigten sich die gleichen Schrägzüge zur Seite auch schon am ersten Modell, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt:








Oberhalb des Busens war  zu viel Stoff. Sobald ich dieses Zuviel als Abnäher zum Armloch hin wegsteckte, waren auch die Schrägzüge unterhalb des Busens weg. Also habe ich diesen Abnäher auf das Schnittmuster übertragen und anschließend in die Seitennaht rotiert, wodurch der bestehende Abnäher vertieft wurde. Das Armloch musste dann vom Originalschnitt wieder übertragen werden und unten dann die entsprechende Länge wieder zugegeben. Da das eine Änderung ist, die ich in letzter Zeit häufiger machen musste, gibt's dazu demnächst wahrscheinlich einen ausführlicheren Post.

Jetzt müsste der Schnitt eigentlich gut passen, allerdings haben sich ein paar andere Projekte davor geschoben...

So zum Beispiel mein diesjähriges Geburtstagskleid nach einem Simplicity-Schnitt aus Meine Nähmode:




Dazu auch demnächst ausführlicher mehr, wenn ich den Schnitt noch mal in grau genäht und hoffentlich perfektioniert habe. Die Schultern waren zu schmal und passen beim nächsten Modell hoffentlich besser.

Neben dem grauen und dem schwarzen Rock ist aus einem Stoffrest auch ein schwarz-weißer Rock  entstanden. Er war das Faye-Probemodell und gefällt mir eigentlich sogar besser als der schwarze.



'Faye' finde/fand ich mit enger Strickjacke oder Schluppenbluse an mir - ehrlich gesagt -  etwas trutschig. Aber ich habe einen kleinen Mini-Urlaub über meinen Geburtstag genutzt, um endlich das perfekte Blazer-Schnittmuster auf mich anzupassen. Dachte ich. Nach ein paar Mal tragen stelle ich fest: Pustekuchen, da muss ich noch mal ran. Der Brustabnäher passt nicht richtig und die Mehrweite über dem Busen ist auch noch nicht weg:




Da ich den Blazer aber überall - auch an der Schulterbreite ! - enger nähen musste, werde ich ihn einfach noch mal eine Nummer kleiner in 40 testen. Die Ärmel finde ich nämlich so auch noch zu weit.

Was ich wirklich kurios fand: Die Taille saß bei mir 2 cm zu tief. Ich weiß nicht, ob mir das bei Burda einfach noch nie aufgefallen ist, aber bislang hatte ich das noch nie. Dadurch musste ich aber auch im Rücken am das Hohlkreuz weniger wegnehmen. Ich  beobachte das mal....

Blazernähen ist jetzt vielleicht nicht für alle Brot und Butter, aber da ich eigentlich am liebsten und ständig Blazer träge - gerne auch als Jackenersatz im Frühjahr oder Herbst - habe ich da einen großen Bedarf. Der Grundstein ist damit gelegt.

Eigentlich wären jetzt ja erst mal eine schwarze Hose und eine weiße Bluse dran. Aber da schiebt sich erst noch ein graues Kleid dazwischen. Ich bin halt einfach eine Herznäherin!

Oh, von den Strickplänen konnte ich ja auch ein paar Sachen fertig stellen:




Der schwarze Low-Budget-Pullover ist fertig. Den Saum und den Halsausschnitt muss ich noch mal neu abketten. Dem hatte ich einen elastischen, abgenähten Bind-off spendiert was sich ziemlich blöd einrollt. Größe M finde ich auch echt zu weit, beim nächsten Mal dann wieder in S...


Wenn man den Cardi auch gescheit zurechtzuppelt, dann sind da auch keine Falten über der Brust *seufz*

Und MarlOn ist auch fertig! Unter den Armen etwas weit bzw. der Raglan geht zu tief aber ich liebe die Farbgebung! Gestrickt aus Drops Alpaca mit 4,5er Nadeln. Hellgrau und Blau waren jeweils zwei Restknäuel vorangegangener Pullover. Von Rot und Anthrazit ist jetzt noch gut 1-1,5 Knäuel übrig. (Mhh...vielleicht ein Westknit'scher Doodler?!) Auf jeden Fall passt er zu ziemlich viel in meinem Kleiderschrank. Die unterschiedlich farbigen Knöpfe waren aus meinem Fundus...Hier trage ich den Cardi mit einer grauen Odeeh-Hose (gähn!), die Captain Riesling gerne als "lustige Opa-Hose" bezeichnet. Und dazu die neuen Lieblingsschuhe.




Und jetzt bin ich gespannt, wie es bei den anderen Brot-und-Butter-Näherinnen lief - und natürlich, ob ich mich disziplinieren kann, bis zum letzten Treffen Ende März doch noch was von meiner Liste abzuarbeiten. Wobei: Ich habe fuchsia-farbenen Stoff gekauft. Vielleicht ein pinker Trenchcoat...


...to be continued...