12. April 2015

Spring Style Along I: Hosen und Blusen...




*edit* Ich habe die Polyvore-Zusammenstellung mal rausgenommen. Bin mir da wegen der Bildrechte gerade nicht so sicher...

Wenn ich meine Pläne für das Spring-Summer-Outfit kurz zusammenfassen müsste, dann so: Hosen und Blusen. Mein Kleidungsstil im Sommer unterscheidet sich ganz massiv von dem, was ich im Herbst und Winter, lies: Stiefelsaison, trage. Ich mag meine Beine entweder in dunklen Strumpfhosen und Stiefeln oder ganz unbestrumpft. Diese hautfarbenen Strumpfhosen finde ich ja ganz furchtbar. Und in Hosen lässt es sich auch leichter an lauschigen Sommerabenden am Rhein bzw. den örtlichen WPS (=Weinprobierständen) rumlümmeln und picknicken. Also Hosen. T-Shirts hasse ich grundsätzlich. Betonen meine Oberarme sehr unschön, immer irgendwie zu casual und ziemlich langweilig. Also Blusen. 3/4-Arm oder kurzarm. Ein paar Schnitte außer Granville und Oakridge habe ich auch schon ins Auge gefasst.

Das Hosen-Thema ist ja ein Kapitel für sich und wird in einem eigenen Post noch ausführlich beleuchtet. So viel sei gesagt: Nachdem ich gestern eine Probehose nach der anderen nähte, mal hier mal da eine Änderung versuchte und alles immer nur noch schlimmer wurde, fiel mir ein Posting von Julia, der Godmother of Perfection ein. Und ein Patrones-Heft mit jeder Menge Hosen-Schnitten, das ich 2013 aus dem Wanderurlaub auf La-Palma mitgebracht hatte. Ohne jede Anpassung saß die erste Probe sehr viel besser als jede Burda-Hose, die ich je genäht habe. Mit den bei Julia beschrieben Anpassungen hatte ich dann auch endlich des Rätsels Lösung gefunden. Heute habe ich dann einen ganz wunderbaren marine-blauen Anzugstoff mit sehr edelm Glanz angeschitten und auf die Schnelle geheftet. Zu wissen, dass man bald eine toll sitzende Hose haben wird, ist schon echt erhebend! :)

Navyblaues Traumstöffchen und rosa Bluse aus Seidenmischung...passt!


Von dem Stoff ist außerdem noch genug da, um einen Hosenrock zu nähen, da bin ich aber noch unschlüssig, welches Schnittmuster ich nehmen will...

Was steht diesen Sommer noch so an?!

  • Ich werde zum zweiten Mal Taufpatin und nähe zu diesem Anlass das Paspelkleid aus der März-Burda. Schwarzgrundiger Stoff mit pink-mint-grünem Blumenmuster liegt genau für diesen konkreten Zweck vor. 
  • Im Spätsommer/frühen Herbst geht's für zwei Wochen nach New England und Kanada: Boston, Montreal, Arcadia National Park, White Mountains. Mir schwebt hier ein lässiger Preppy-Style mit Brogues, Ballerinas, Hemdblusen und meiner heißgeliebten New Wayfarer vor. Also so, wie ich eh immer schon im Sommer rumlaufe. Das hatte sich auf unserem Roadtrip entlang der Garden Rout (Südafrika) schon bewährt, weil bequem und trotzdem immer gut angezogen.
  • Außerdem benötige für diesen Urlaub ich eine gut passende Wanderhose. Erste mögliche Stoffqualitäten bei Extremtextil habe ich schon mal in die enge Auswahl genommen. Den Schnitt für die Hose werde ich dann wohl selbst "konstruieren". Also einen weiter geschnittenen Boot-Cut-Schnitt mit Taschen, Absteppungen, Knieabnähern und zip-baren Beinen auf Outdoor trimmen. Mal sehen, was das gibt.
  • Für die neue mint-farbene Handtasche (von Zwei) bräuchte ich noch einen Kombi-Partner. Schuhe lägen natürlich nahe, aber da habe ich jetzt erst mal nix passendes gefunden. Mantel? Bei Stoffe.de gäb's ein hübsches Stöffchen.


Schuhe sind hier übrigens reichlich vorhanden. Zwei Trenchcoats (beige und navy), eine kurze schwarze Biker-Jacke und ein olivgrüner leichter Sommerparka ebenfalls.  An der Front herrscht erst mal kein Bedarf.



Es macht auf jeden Fall ungeahnt viel Spaß, sich so intensiv mit seiner Frühlingsgarderobe auseinanderzusetzen. Mal sehen, ob mich die Spring-Style-Along-Pläne meiner Mit-Stylerinnen noch ins Wanken bringt... 

Vielen Dank an Alex und Marja für's Organisieren und Inspirieren! :)

8. April 2015

Frühlingserwachen beim MMM, 8. April 2015



'Frühlingserwachen' ist das Thema des ersten Motto-MeMadeMittwoch. Mein Outfit schreit - für mich - jetzt nicht 100% nach Frühling, da ich a) dunkle Strumpfhosen trage und b) einen Rock. Röcke sind bei mir typische Winteroutfits, da ich meine Beine entweder in dunklen Strumpfhosen und Stiefeln oder eben bei den ganz heißen Temperaturen ab 30° C ganz unbestrumpft mag. Nackte Beine bei 25° ist irgendwie so gar nicht meins. *bibber* Ein typisches Frühlingsoutfit beinhaltet für mich einfach Hosen. Leider kann ich hier noch kein wirklich gut sitzendes Exemplar vorweisen. Ich bin aber dran...

Aber die Bluse ist definitiv frühlingshaft, denn ich habe die langen Ärmel bewusst um einige Zentimeter gekürzt.(Und das nicht nur, weil der Originalärmel zu lang ist.) Es handelt sich dabei um die kleine, verspieltere Schwester des Granville-Shirts: die Oakridge-Blouse von Sewaholic.

Wie auch schon bei Granville habe ich hier zwei Nummern kleiner genäht. Den Körper in 8, die Ärmel aber in 10.



 
Ich hab' mein bestes gegeben, damit die Punkte an den Knopfleisten passgenau aufeinander treffen. Hier stimmt irgendwie die Perspektive nicht ganz. Unnötige Mühe eigentlich, denn beim Granville-Shirt gibt's das Vorderteil mit angeschnittener Knopfleiste. Dazu müsste man lediglich die fehlende Schulter von der Schulterpasse anzeichnen. Noch ein Grund, warum es sich doch lohnt, beide Schnitte zu besitzen...

Passen die Knöpfe nicht toll? Ein Zufallsfund aus meinem Vorrat.


Hier noch mal eine Ansicht von hinten. Leider nicht zu erkennen sind die beiden Abnäher im Rücken. Für die Abnähertiefe hatte ich mich an den Prinzess-Nähten des Granvilles orientiert. Hat gut geklappt. Sieht man nur nicht, wenn man die Bluse in den Rock steckt. Aber man kann nicht alles haben...

Knittert und beult beim Sitzen. Seufz.

Herr Galoppo wollte, dass ich ein bisschen 'posiere' und nicht nur ganz brav wie ein Kommunionkind dastehe und auf die Hostie warte. "And all that jazz!"

Die Schlitzverarbeitung ist bei Oakridge schneller und einfacher...


Der A-Linien-Rock ist ebenfalls letztes Wochenende nach einem bewährten Schnitt entstanden. Aus einem Denim-Rest mit minimalstem Stretch-Anteil vom Outlet meines Vertrauens. Mit der weißen Paspel habe ich anfangs ein wenig gefremdelt, aber jetzt gefällt sie mir richtig gut. Bin gespannt, wie lange sie so weiß bleibt, oder ob sie sich beim Waschen nicht durch die austretende Denim-Färbung ihrer Umgebung anpasst...

Demnächst hier also hoffentlich Hosen. Schließlich plane ich für den Herbst-Urlaub eine gut sitzende Wanderhose, bei der ich nicht alle 2 Minuten die Unterhose aus der Po-Ritze puhlen muss. (Bitte entschuldigt die bildhafte Sprache, aber so isses nunmal.)

7. April 2015

Granville, die Zweite

...und das gleich im doppelten Sinne, denn hier sind inzwischen zwei Granville-Shirts entstanden. Ich hatte ja schon mal von meinen Schwierigkeiten (nicht nur) beim Kragen berichtet. Aber es ging dann doch noch alles gut und die zweite Bluse ging auch schon viel leichter von der Hand.

Et voilà:



Granville N°1 ist aus einem hellen, grau-blauen Chambray, der sich auch prima zu Jeans stylen lässt, ohne gleich All-Over-Jeans zu rufen.) Geht ja meiner Meinung nach gar nicht, auch wenn es immer mal wieder als Trend propagiert wird.)



Ist das nicht eine schöne Tasche?! Patrick Grant wäre voll des Lobes angesichts dieses Top-Stitchings, da bin ich mir sicher! Very neat!



Granville N°2 ist aus einem ganz leichten, und sehr dehnbaren Stoff, den ich aus der Reste-Kiste beim K*rstadt gegrabbelt hatte. Ein 2m Reststück, dass aber nur 1,10 m breit lag. Mit viel Zuschnitt-Tetris und Getrickse habe ich dann doch alle Teile für eine Langarm-Blus rausgekriegt. Die Schulterpasse ist um 90° gedreht zum Fadenlauf zugeschnitten, die inneren Manschetten und der innere Kragensteg aus einer ähnlich leichten Baumwolle im gleichen Weißton. Das war auch gar nicht mal verkehrt, denn der Oberstoff ist so weich, dass ich Sorge hatte, der Kragen würde nicht schön liegen. Dazu zweierlei schwarze Knöpfe aus dem Fundus. Ich hätte auch andere im einheitlichen Look aufnähen können, aber die gefielen mir so gemixt sehr gut.

Am liebsten trage ich die beiden Shirts über dem Bund. Das liegt aber hauptsächlich an der schönen Saumlinie - die zeige ich einfach gerne! (Tragefotos waren leider nicht möglich, da entweder die Shirts krumpelig weil getragen, oder auf der Wäscheleine und ungebügelt waren. Oder das Licht weg war. Aber hier sieht man ja, dass der Sitz sehr ordentlich ist!)

Noch ein paar Worte zur Größenauswahl: Laut Größentabelle hätte ich mit 94 cm Oberweite eigentlich eine 12 nähen sollen. Nach einem Blick auf die fertigen Maße habe ich mich dann erst mal für eine 10 entschieden. Das schnelle Probeteil ergab: zu weit. Also für meinen Geschmack. Ich hab' eine schmale Taille - immerhin! - das kann ich die auch ruhig zeigen. Da lohnt es sich definitiv abzuwägen, eine Nummer kleiner zu gehen. Also habe ich den Schnitt noch mal in 8 abgepaust. Die Ärmel sind allerdings Größe 10, ich habe einfach einen sehr...äh...dominanten Bizeps. Aber guckt mal, den hatte ich als Kind schon:

*edit* Hier sollte eigentlich ein Kinderfoto von mir sein. Ups.

Ach ja Ärmel: Die sind zu lang, das sollte man unbedingt noch mal prüfen. Das war mir zwar bekannt, aber ich habe dann doch nicht dran gedacht. Bei der zweiten hatte ich das dann entsprechend korrigiert und um 2,5 cm gekürzt.

Das Schnittmuster gefällt mir ausgesprochen gut und passt out of the box - so mag' ich das! Am Hohlkreuz könnte noch was weg, aber bei einem legeren Schnitt finde ich das durchaus okay so. Durch die aufwändige Verarbeitung des Ärmelschlitzes, der Prinzessnähte, der gedoppelten Schulterpasse ist das Schnittmuster natürlich kein Quickie. Ich habe mich außerdem für französische Nähte entschieden. Der Mehraufwand lohnt sich auf jeden Fall!

Demnächst Morgen zum MMM gibt es dann Schluppenblusen nach dem Oakridge-Schnittmuster. Ich hatte mir beide zum Geburtstag gewünscht. Oakridge sollte ist auf jeden Fall schneller zu nähen sein. Die auf ihren Einsatz wartenden Flutschstoffe sollten ließen sich mit vorherigem Soluvlies-Bad dann auch gut bändigen lassen.

Und da ich damit gegen die berühmt-berüchtigte Oberteilschwäche ankämpfe, verlinke ich mich noch bei der Märzausgabe der 12-Tops-Challenge. (Ich hab' nämlich auch für Januar und Februar mein Soll erfüllt - und vergessen zu bloggen...ups!)

1. April 2015

Me Made Mittwoch am 1. April 2015

Eigentlich wollte ich ja erst meine beiden neuen Granville-Shirts en détail zeigen, bevor ich mich damit in fertigen Outfits in die Reihe der gut gekleideten MMM-Teilnehmer/innen einreihe. Aber das gestrige Outfit hat mir so gut gefallen, dass ich mich spontan umentschieden habe. (Deshalb auch nur schlechteste Handy-Fotos...man erkennt ja nicht mal den pinken (!) Lippenstift...)

Damit teasere ich euch dann quasi erst mal an, bevor ich die beiden Hemdblusen - und das Schnittmuster - ausführlich vorstelle. :D

La voilà:
 


Der ursprüngliche Plan sah Biesen im Vorderteil vor, die aber aufgrund von akutem Zuschnitt-Tetris leider entfallen mussten. Das hätte dem ganzen zu den - bewusst etwas größer gewählten - schwarzen Knöpfen noch etwas mehr Smoking-Hemd-Anmutung verliehen. Ich mag ja so androgyn-maskuline Looks sehr gerne und trage auch öfters mal eine der 4-5 Krawatten, die ich von meinem Opa geerbt habe. Da ich aber die diesem Hemd die Knöpfe nicht verdecken wollte, fiel mir die Kombi mit schwarzer Fliege ein. Da ich eh schon seit langem schwarze Hosenträger kaufen will (ich steh' wirklich auf diesen androgynen Herren-Stil, ich geb's ja zu!) hüpften sie dann bei meinsmoking.de in den Warenkorb. Als ich das zu Hause erzählte, verwies Herr Galoppo auf seine kleine Fliegensammlung, die gänzlich unbeachtet im Schrank schlummert. Heute Morgen dann ein spontaner schneller Blick hinein und völlig verblüfft stellte ich fest, dass da ja DOCH eine schwarze Fliege ist. Mit kleinen weißen Rauten. Wie toll ist das denn bitte?! Hatte Herr Galoppo selbst vergessen, dass er die besitzt. Nun ja. Besaß. ;)

Für das Outfit erntete ich gestern ungewohnt viele Komplimente: Von meinen beiden direkten Kolleginnen, den Jungs aus der IT und einer mir bis dato völlig unbekannten Dame im Fitness-Studio. So kommt man direkt noch ins Gespräch und lernt neue Leute kennen. 'Build a bridge' und so...

Wenn's im Sturmtief ein wenig kühl wird, gibt's eine schwarze Strickjacke uuuuund...




 

...meinen heißgeliebten Trenchcoat dazu:



Der ist - wie auch die Hose - von GAP und nicht 'me made'.

Plateau-Pumps hatte ich zwar auch noch eingepackt, aber die schwarzen Loafer waren dann einfach doch bequemer und noch ein bisschen mehr "preppy".




 

16. März 2015

Granville des Grauens

Ups. Das ist ja schon wieder lang her...aber das RL war gerade etwas busy (Überstunden, Besuch über's Wochenende, Dienstreisen) und ich außerdem auch nicht so in Foto-Laune. Und dass ich gelegentlich dazu neige, urplötzlich zu verstummen, davon können sowohl Herr Galoppo als auch meine Mutter ein Liedchen singen...

...was gab's denn in der Zwischenzeit so? Also genäht wurden ein Geburtstagskleid, ein Trench-Kleid zur Probe und eines in echt und eine blau-lila Hose. Der Frühling naht und wenn nicht gerade Hochsommer ist, stehe ich eher nicht so auf unbestrumpfte, nackte Beine. Also trage ich im Frühling und Sommer lieber Hosen. Die neue passt dann farblich auch gleich perfekt zur neuesten Errungenschaft im Schuhregal: Kobaltblaue Schnürer im Herrenstil von Liebeskind. Waren bei Best Secret um 50% reduziert und durften deshalb auch noch in nude-rosa einziehen... <3

Heute genoss ich dann einen Tag Resturlaub, den ich mit der Granville-Bluse von Sewaholic verbracht habe. Was war da bloß los mit mir? Ein Fehler jagte den nächsten und den Kragen musste ich gleich 6x einsetzten. Blöd nur, dass ich die Nahtzugabe am Blusenkörper gleich beim ersten Mal abgeschnitten hatte. Gepaart mit einem Stoff, der das Trennen auch nicht wirklich gut verzeiht, war das ein Riesenspaß, kann ich euch sagen!! Es glich der Operation am offenen Herzen. Aber nach einem Mittelschweren Tobsuchtsanfall (besonders geeignet um viel Aggression abzulassen: Wehrlose Nähbücher auf die Tischplatte schlagen!), eine kleine Heulkrise und einen kurzen Twitter-Rant später, saß er dann halbwegs drin und das leichte Gemurkse am Ansatz bekomme ich auch noch irgendwie verdeckt. Was wirklich geholfen hat, war Tasias Methode in den Wind zu schießen und den Kragen so anzusetzen, wie ich das immer mache: Kragen nähen - Kragen und Kragensteg verbinden - Kragensteg an den Halsausschnitt. Erst den Kragensteg annähen und da dann den Kragen reinzufriemeln war ein ganz unsägliches Rumgefuddele. Nö. Gut, dass ich einen Stoff mit jeder Menge Bestand gewählt hatte, so konnte ich den Kragensteg auch gleich dreimal zuschneiden...

Die Bluse selbst ist übrigens toll! Und da sie mich so geärgert hat/ärgert, werde ich danach gleich die nächste nähen. Wäre ja gelacht, wenn ich die nicht bezwingen könnte...nieder mit der Oberteilschwäche!

Die Chancen stehen also gar nicht schlecht, dass es hier demnächst mal wieder was zu sehen gibt...

18. Februar 2015

MMM am 18. Februar 2015

Nastjusha und Frau Sachenmacherin wollten sie unbedingt sehen: Die. Schuhe.

Hier sind sie wie versprochen im heutigen MeMadeMittwoch-Gesamtoutfit:



Den Pulli habe ich hier schon mal vorgestellt. Der Rock ist auch schon mehrfach hier im Blog aufgetaucht. Ein echter Alltagsheld.

Eigentlich wollte ich auch noch das Augen-Make-Up en détail zeigen. Aber leider bin ich dazu unfähig. Wie machen das eigentlich die ganzen Beauty-Bloggerinnen? So müsst ihr es euch einfach vorstellen: Auf dem beweglichen Lid ein silbrig schimmernder Oliv-Ton, in der Lidfalte und darüber hinaus verblendet ein kühles grau-braun, schwarze Wimperntusche. Fertig. Der orange Lippenstift gefiel mir dann letztendlich gar nicht dazu und wurde kurz nach dem Entstehen der Bilder wieder abgenommen.

So und hier noch mal die grünen Stiefeletten in der Totalen. Schwarze Strumpfis gefallen mir dazu fast noch besser. Sind übrigens ultrabequem. Also die Schuhe, nicht die Strumpfis. Wenn man nicht gerade - wie ich neulich - darin umknickt und sich die Bänder überdehnt. Waren aber gar nicht die, sondern die jüngeren Brüder aus taupig-grauem Wildleder. Schließlich war ich dieses Jahr nach Weihnachten wieder im Bremer Lieblingsschuhladen...



17. Februar 2015

Random stuff N°2

Neulich bin ich auf einem meiner abbonierten Blogs auf eine Art Geburtstags-Post gestolpert, in der die Bloggerin so viele Fakten über sich aufzählte, wie sie an diesem Tag alt wurde. Und da ich die Idee ganz lustig fand, die Zahl 34 auch stimmte und ich solche Dinge bei anderen einfach gerne lese, dachte ich, ich mach' das auch mal. Aus gegebenem Anlass. Mal sehen, ob ich auf 34 komme...

1. Ich bin ja nicht nur Nähnerd, sondern auch ein kleiner Foodie. Ich probiere in der Küche gerne viel neues aus, sodass es ein Gericht fast nie zweimal gibt. So gut es auch war. Außer vielleicht Boeuf Bourguignon, das ist die sichere Bank, wenn viele Gäste eindrucksvoll verköstigt werden wollen.

2. Liebstes Essen und absolutes Soulfood seit Kindertagen: Spätzle und Haschee. Wobei die Spätzle bei uns nichts mit diesen dünnen Teigstreifchen gemein haben. Bei mir werden sie (Männer-) Daumengroß ins Wasser geschabt. Probiert das mal aus, das ist klasse. Haschee - also Hackfleischsoße - ohne jede Spur von Tomate. Dafür geriebene Zwiebel und bitte mit Mond*min Soßenbinder für dunkle Soßen. Da mache ich mal eine Ausnahme...

3. Als Kind habe ich im Peek und Beklopptenburg mal zwei sündteure Schaufensterpuppen laut krachend zu Boden geschickt. Danach habe ich den Laden erst mal 5 Jahre nicht betreten. Lange Geschichte.

4. Ich rede im Schlaf. Ich hab' schon die tollsten Sachen erzählt. Herr Galoppo berichtet immer wieder gerne, wie ich nach dem Schneebesen gefragt habe...

5. In meiner Jugend hörte ich vorzugsweise Punkrock à la The Offspring oder Bad Religion. Letzere höre ich heute immer noch ganz gern.

6. Mit 11 war ich unsterblich in den Bassist von Queen verknallt. o.O

7. Mit 12 war ich unsterblich in Michael Keaton verknallt. Jahrelang hatte ich ein Poster von "Viel Lärm um nichts" über dem Bett. Die Notärztin dachte damals, ich würde Shakespear Verfilmungen mögen.

8. Ich liebe richtig stinkigen Käse. So ein schöner reifer Camembert zum Beispiel. Mein allerliebster Lieblingskäse ist ein schweizer Bio Alpikoner mit Eichenrinde. Wenn's den nicht gibt, werde ich selbst stinkig.

9. Ich fluche beim Autofahren. Mein liebstes Schimpfwort ist dann politisch mehr als inkorrekt - eigentlich geht's gar nicht - Sp*st. Eigentlich geht's mir aber auch mehr um die lautmalerischen Aspekte als die tatsächliche Bedeutung des Wortes.

10. Ich bin die wohl schlechteste Geisteswissenschaftlerin wo gibt.

11. Als Kind wollte ich erst Fotografin werden.

12. Später dann Notarin.

13. Schornsteinfeger war zwischendrin mal auch Berufswunsch. Nachdem meine Eltern mir damit drohten, mich sofort vom Gymnasium zu nehmen, gab ich das sehr schnell auf.

14. A propos:  Als Kind dachte ich immer, dass beim Spiel "Wer hat Angst vor'm Schwarzen Mann" der Schornsteinfeger gemeint war. Ist vielleicht so, wenn der eigene Vater Schornsteinfeger ist...

15. Ich liebe alles was mit Erdnussbutter oder Kokos gemacht wird.

16. Ich kann eine unheimlich gute Parodie eines sabbernden Homer Simpson. (Kopf in Nacken, Zunge raus...)


17. Meine erste eigene Schalltplatte war "Alf's Super-Hitparade".

18. Da war nämlich mein erstes Lieblingslied drauf: "Stop" von Sam Brown.

19. Der Video-Clip von "Land of Confusion" (bzw. "Spitting Image" im generell) hat mir als Kind anno 1986 schlimmste Albträume beschert, weshalb ich fluchtartig den Raum verließ, wenn es irgendwo lief. Damals gab's zum Glück nur Formel Eins und kein MTV, das heißt, die Gefahr war nicht ganz so groß. Trotzdem nicht schön.

20."Land of Confusion" ist heute eines meiner All-Time-Favourites. Ich entwickle mich also weiter...

21.  Meine allererste CD war der Soundtrack von Arielle, die Meerjungfrau. Ich kann heute noch alle Lieder auswendig. 

22. Ich bin ein Sandwich-Kind. Mit allem drum und dran. Aber ohne Zwiebeln.

23. In der Oberstufe hatte ich Englisch und Französisch als LKs. Chemie und Physik wurden so schnell wie möglich abgewählt. Kunst allerdings auch. Das lag aber mehr an der Lehrerin.

24. Seit ich als 12, 13-jährige einen handfesten Handwasch-Zwang hatte, habe ich extrem schnell trockene Hände und muss sie mir eigentlich ständig eincremen.

25. Ich bin ein großer kleiner Star Wars und Star Trek Fan. Also schon Fan aber halt nicht so nerdig. Zitieren kann ich trotzdem ganz gut daraus.

26. Ich bin der totale Brot-Junkie und plündere - leider - immer den Brotkorb im Restaurant. Wie schaffen das manche, nur ein Scheibchen davon zu essen?!

27. Ich könnte aber auch jeden Tag Nudeln essen. Würde mir auch nie langweilig.

28. Gerade gestern erst wieder festgestellt: Wenn ich ausgeruht bin, macht mir auch Sport Spaß. Sich auspowern, wenn man schon ausgepowert ist? Not so good, Al!

29. Schon mal ein Gummibärchen nach sehr reifem Camembert gegessen? Lasst es lieber - schmeckt wie Erbrochenes. Für euch getestet...

30. Ich rede nicht nur nachts im Schlaf, ich verlaufe mich auch gerne mal auf dem Weg zur Toilette. Herr Galoppo wird dann wach und rettet mich durch das Anschalten der Nachttischlampe. Er erwägt gelegentlich, Leuchtstreifen auf dem Boden anzubringen.

31. Ich habe einen braunen Daumen. Glücklicherweise hat Herr Galoppo da mehr Talent. Ich hätte aber andernfalls auch kein Elan, an meinem Unvermögen etwas zu ändern.

32. Ich bin geographisch die totale Niete. Anders als Bridget Jones weiß ich zwar, wo Deutschland liegt, aber beim Rest wird's schon schwierig. Ein guter Grund zum Reisen, das erweitert eindeutig meinen Horizont.

33. Wenn wir verreisen kann ih Herrn Galoppo nach einmaligem Studieren des Reiseführers zielsicher zu den kulinarischen Highlights führen. Aber ich bin ja auch nicht umsonst Nahrungsmittelbeauftragte in dieser Beziehung.

34. In der Abi-Zeitung meines Jahrgangs landete ich bei den Schüler-Awards auf dem zweiten Platz für die erotischste Stimme. Dafür belegte ich Platz Eins für die dreckigste Lache. Früher wurde sogar die Zeit gestoppt. Mein längster Lashflash - während einer Unterrichtsstunde - dauerte 2 Minuten und 20 Sekunden.

Puh geschafft. Ich geh' jetzt was Essen...