28. Juni 2016

Sommerrock Sew Along - Finale

Ich habe einen Sommerock genäht. Den Schnitt-Krimi habt ihr hier ja hautnah miterleben können. Und was soll ich sagen? Naja.

Aber seht selbst:


Sieht so ein glückliches Mädchen aus? Eher nicht, oder?!

Dieser Rock ist extrem tagesformabhängig. An Tagen, in denen ich mich attraktiv fühle, kann ich den Rock durchaus tragen und finde mich und ihn schön. Der Captain sagt, er mache 'nen schlanken Fuß und ihm gefällt er. An anderen Tagen (so wie sie in den letzten Tagen sind), wo ich mich grundsätzlich einfach nur fett und hochgradig hässlich finde - und nein, das ist  k e i n  Fishing for Compliments also bitte, geht gar nicht erst drauf ein! - geht der Rock einfach gar nicht.

Mir gefallen enge Jersey-Shirts dazu nicht. Überhaupt, bin ich etwas unschlüssig, was die Kombinationspartner angeht. Wahrscheinlich sind flache Schuhe dazu eher ein No-Go, weil es den 'bäuerlichen' Touch noch ein bisschen unterstreicht. Vielleicht sollte ich eine Alma-Bluse von Sewaholic dazu testen. Die ist figurbetont und -umspielend zugleich. Und sieht 'angezogener' aus, als ein einfaches T-Shirt. Die eine, die ich habe, passt aber farblich nicht. Aber die nächste steht in den Startlöchern...

Zur gerade fehlenden Tragefreude kommen dann auch noch ein paar Nähfehler dazu. Ich hatte mich anhand der 'finished measurements' für Größe 12 entschieden. Am Bund können aber locker noch 2-3 cm weg. Auf dem Foto sieht man's nicht, aber an der oberen Bundkante steht er noch ziemlich ab. Klar, ist ja auch kein Formbund...!

Und bei den Knopflöchern habe ich gepfuscht. Knopflöcher gehen mir dank Simflex-Maßeinteiler und meiner Brother Innovis 20LE, die gute Knopflöcher näht, eigentlich ganz leicht von der Hand. Diesmal musste ich tatsächlich 2 Knopflöcher wieder auftrennen: Eins habe ich an der falschen Markierung begonnen, das zweite kam mit dem Bund in die Quere und wurde schief. -.- Beim zweiten Anlauf wurde es nicht viel besser. Gehört also zur Kategorie 'Ich lass' das jetzt so'. Der Stoff verzieh das Auftrennen nicht  wirklich. Nicht schön, aber selten...




Wirklich schön sind die stoffbezogenen Knöpfe vom Nähkontor. Da war ich ja wirklich baff! Montag ging mein Stoff in die Post und Mittwoch machten sich meine Knöpfchen schon wieder auf die Reise! \0/

Mal sehen, ob der Rock und ich noch Freunde werden. Aber mal ehrlich: Es gibt einfach Sommer-Kleidungsstücke, die mir so viel besser stehen. Anna zum Beispiel:

Anna performt. Immer.


Oder Hosen. Gerade in the making:

Wir testen schon mal die Kombipartner...ganz wichtig!


Aber jetzt genug rumgenölt. Ich freue mich natürlich mit all den anderen Mit-Näherinnen, die sich den Sommerrock ihrer Träume genäht haben. Wollt ihr auch mal gucken? Hier geht's lang zum großen Final-Defilee! 

Vielen Dank für all die lieben Kommentare und Ratschläge - ich habe mich über jeden einzelnen sehr gefreut! :)

22. Juni 2016

MMM am 22. Juni 2016: Sommerlicher Lieblingslook

Renfrew N°1 mit Chinos

Hello again my beauties - is it happening?*

Heute bin ich schon wieder beim MeMadeMittwoch dabei. Wie ungewohnt! Aber der Captain hat neulich gleich mehrere Outfits hintereinander geknipst und so habe ich ein bisschen was in der Pipeline.

Im Frühling/Sommer ist das heutige Outfit so ziemlich mein absoluter Lieblingslook: Chino und T-Shirt. Bevorzugt mit 3/4-Arm, das passt dann auch, wenn die sommerlichen Temperaturen auf sich warten lassen.

Die Hose ist eine Chino aus Burda Style 4/2012. Das hier ist die dritte Version und ich denke, ich habe die Anpassungen inzwischen ganz gut im Griff. Das einzige, was mich jetzt noch stört ist, dass der Bund oben am Rücken immer noch absteht. Aber da weiß ich ehrlich gesagt nicht, wie ich das korrigieren könnte... Den Bund hatte ich in der hinteren Mitte schon 2 cm tiefer gesetzt. Hm.

Was an dem Schnitt ganz cool ist, sind die eckigen Hüftpassentaschen. Dadurch kann man nämlich auch an der Seitennaht noch was wegnehmen und passt trotzdem noch mit der Hand rein.

Burda N°134, 4/2012


Hinten habe ich außerdem Paspeltaschen gearbeit. Die mag ich irgendwie am liebsten und so viele, wie ich inzwischen genäht habe, sind sie definitiv kein Angstgegner mehr.

Das absolute Novum an diesem Outfit ist aber das Shirt. Ich habe ja bislang immer vollmundig behauptet, dass ich keine T-Shirts nähe und mir die problemlos kaufen kann. Da hatte ich wohl meine große Liebe zu Ringelshirts vergessen, die sich im Geschäft nicht immer so einfach finden lassen. Hinzu kommt außerdem, dass mir Kaufshirts soooo gut ja auch nicht passen: Das, was um die Taille schön eng sitzt, ist meistens an den Schultern zu schmal.

Irgendwann zog dann also mal das Renfrew-Schnittmuster von Sewaholic ein. Und lag und lag. Was mich abschreckte, war die Stoffempfehlung: 'stable knit fabrics'. Ich mag aber mehr die dünnen Viskose-Jerseys. Inzwischen habe ich drei Shirts nach dem Schnitt genäht. Alle sehr dehnbar und eher weich und einer war sogar richtig flutschig. "Slinky" würde man im Englischen dazu wohl sagen. Und er funktioniert tatsächlich mit allen Materialien!

Auf dem Bild oben sehr ihr meine erste Version. Ich habe ganze 2 Nummern kleiner zugeschnitten als es die Maßtabelle vorsah. In der Taille ist hier noch ordentlich Spiel. Bei den nachfolgenden Versionen habe ich insgesamt noch mal 4 cm aus der Taille rausgenommen und jetzt passt der Schnitt für meinen Geschmack sehr gut. Nur das Patternmatching an den Ärmeln will einfach nicht gelingen...

Renfrew N°2

Das Halsbündchen habe ich auf Laurens Empfehlung  hin 2,5 cm gekürzt. Bei der Version oben hätte sogar noch 0,5-1 cm weggekonnt. Dieser Jersey war wirklich ultra dünn und flutschig.

Hier ist das Bündchen perfekt:

Renfrew N°2

 Da ich seltenst Hüfthosen trage, kann ich oft auch auf den Bund verzichten. Stattdessen habe ich nur die untere Kante versäubert, umgebügelt und festgenäht.

Seiten- und Ärmelnähte habe ich mit er Overlock zusammen getackert. Für meine Nähmaschine habe ich mir zu Weihnachten den Obertransportfuß gewünscht. Das funktioniert tatsächlich ganz gut. Nichts leihert. Allerdings: Beim zweiten Absteppen des Halsausschnittbünchens mit der Zwillingsnadel haut das nicht so hin, vor allem dann, wenn ich die Nahtzugabe bereits mit er Ovi abgeschnitten und versäubert habe. Der Fuß liegt einfach nicht gleichmäßig auf allen Stofflagen auf. Besser klappt es a) generell mit dem Zickzackstich und b) wenn die Zugabe noch nicht zurück geschnitten ist. Die doppelte Stofflage unter dem Fuß ist dann einfach breiter und der Obertransport hat tatsächlich was zu greifen.  Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine... Gerade Nähte an den (Ärmel-) Säumen funktionieren aber auch ohne Leiern mit der Zwillingsnadel. Aber ehrlich gesagt, finde ich den Zickzackstich fast noch schöner. Versprüht irgendwie frühen 80er-Jahre-Charme. ;)

Und so ein T-Shirt ist in 2 Stunden genäht. Instant gratification, wenn man so will. Zu einem schnellen Erfolgserlebnis sagt wohl keine Nein. :)

Habt einen tollen Mittwoch! Mittwoch = Bergfesttag! :)


*Und wer mir sagen kann, woher dieses Zitat stammt - also ohne Google! - der kriegt 'ne Tüte Gummibärchen! :D Und sehr guten Musikgeschmack attestiert! Aber nachdem vor zwei Wochen auch keine auf meine "Vom Winde verweht"-Referenzen reagiert hat, scheine ich - was Zitate angeht - wohl ein bisschen freaky zu sein... ;)

20. Juni 2016

Sommerrock Sew-Along, Teil 3: Details

Yeah, ich habe nicht aufgegeben - und es hat sich gelohnt!

Im letzten Post zum MeMadeMittwoch erwähnte ich bereits, dass meine Überlegungen dahin tendierten, einen Zinnia-Skirt von Colette zu nähen. Version 1 mit Kräusel statt Falten. Nachdem ich erst mal ein bisschen zittern musste, ob die vorhandenen 1,80 m Stoff ausreichen (gefordert waren 2 m), war am Donnerstagabend klar: Das passt. Den Bund musste ich stückeln, sodass er in der hinteren Mitte eine Naht hat. (Den Bund hatte ich aber auch verbreitert, damit die fertige Breite 6 cm beträgt.) Aber davon abgesehen hätte ich alle Teile zuschneiden können.

Hätte. Ich möchte keine aufgesetzten Taschen und auch auf Taschen in der Seitennaht habe ich diesmal verzichtet. Taschen sind für mich bei Röcken oder Kleidern einfach kein Muss. Bei Hosen und Jacken sieht das ganz anders aus!

Und das ist der aktuelle Stand:



Es fehlen nur noch Knopflöcher und Knöpfe.  Da ich keine passenden in der richtigen Größe in meinem Fundus hatte, lasse ich mir über das Nähkontor Knöpfe mit dem Stoff beziehen. Ich mag stoffbezogene Knöpfe einfach total gerne, finde die Sets zum Selberbeziehen aber alle ziemlich schrottig. Ich weiß jetzt nur nicht, ob die Knöpfe bis zum Finale hier eintreffen. Drückt mir doch mal die Daumen!

Der Rock gefällt mir so schon sehr. Bei einer nächsten Version würde ich aber wohl die Knopfleiste verbreitern. 1,5 cm finde ich etwas schmal. Außerdem bin ich am Überlegen, ob ich noch kleine Gürtelschnallen anbringe.

So viel also zu den Details. Was man gar nicht sieht: Bei der rechten - also oben liegenden - Knopfleiste habe ich zwei Nähte sehr schmal nebeneinander gesteppt. Das gefällt mit optisch unheimlich gut! 

Mehr Sommerröcke und im Gegensatz zu mir viele Taschen gibt's beim dritten Teil des Sommer-Rock-Sew-Alongs auf dem MeMadeMittwoch-Blog. Da muss ich auch  noch stöbern gehen...

15. Juni 2016

MeMadeMittwoch am 15. Juni 2016 - Das Zufallskleid

Heute zeige ich euch eines meiner beiden neuen Kleider:

Das Zufallskleid



Alles daran hat seinen Weg eher zufällig zu mir gefunden.

Angefangen beim Schnitt: Erinnert ihr euch noch an dieses Kleid? (Also das rote etwas weiter unten.) Eigentlich wollte ich ja noch eine graue Version nähen. Habe ich auch. Aber der Schnitt sah keine 'richtigen' Ärmel vor, die Schultern waren außerdem gut und gerne 1,5 cm zu schmal und so produzierte ich beim zweiten Anlauf mehr so ein Teil für die Tonne. Ich musste auch so viel am Schnitt ändern und so richtig begeistert war ich von der Simplicity-Passform nicht. Aber das gewickelte Oberteil gefiel mir wahnsinnig gut. Auf der russichen Burda-Seite - nicht dass ich Russisch könnte, aber zu den genähten Modellen der User finde ich auch so - stolperte ich irgendwann ganz zufällig über diesen Schnitt: N°112 aus 11/2007. Burda passt bei mir immer oder zumindest nur mit geringfügigen Änderungen, die aber dann auch konsistent bei allen Modellen gelten. Und so habe ich die Ausgabe beim Dealer meines Vertrauens geordert.

Auch die Stoffe kamen eher ungeplant zu mir. Der royalblaue Baumwollsatin stammt aus einer Bestellung bei TST Stoffen. (Die, die immer die abgefahren bedruckten Stoffe in der Knip/Fashion Style anbieten). Ich hatte einen Stoff mit ausgfallenem Blumenwiesen-Druck bestellt. Der Stoff war teuer und ein Musterrapport reichte für ein Kleid nicht aus, also plante ich unifarbenes Colorblocking dazu. Blöd nur, dass mein Druck ein Jersey war und keine Webware...wer lesen kann ist eindeutig im Vorteil!! (Jersey heißt auch auf holländisch Jersey - ich hab halt einfach nicht hingesehen.) Also hatte ich einen Meter Baumwollsatin, mit dem ich erst mal nichts anzufangen wusste.

Der Musterstoff stammt - mal wieder - vom Tauschtisch der AnNÄHerung Süd. Irgendwann am Sonntagmittag schaute ich noch mal drüber und ich dachte bei einem Meter eigentlich an ein schönes Taschenfutter. Wie ich im Nachhinein feststellte, handelt es sich um einen Kaffe Fassett Druck. Der edlen Spenderin ein großes Dankeschön! :)

Und eines schönen Nachts konnte ich nicht schlafen und beschloss, den Stoffschrank aufzuräumen. Und beim Umsortieren lagen die Stoffe plötzlich nebeneinander und ich hatte eine Eingebung...

Die rote Paspel war eine spontane Idee, die ich hatte, also ich zum Anprobieren des Oberteils einen roten Reißverschluss einheftete. Ganz zufällig gegriffen. Das Zufallskleid trägt seinen Namen zurecht.

Der Kaffe Fassett Druck liegt nur 110 cm breit, sodass das ursprüngliche Rockteil nicht machbar war. Also schnitt ich den Stoff waagerecht in der Mitte durch, teilte eine der beiden Hälfte nochmal senkrecht in zwei Hälften und hatte so eine breite Stoffbahn, die ich einkräuseln konnte. Die Länge reichte für mein Wohlgefühl nicht aus, also setzte ich unten noch einen breiten Streifen vom Baumwollsatin an.



Der Schnitt ist ursprünglich tiefer ausgeschnitten. Typisch Burda halt. Ich schnitt die angeschnittenen Belege ab, erhöhte den Ausschnitt uns zeichnete neue Belege an. Auch für hinten, denn der hintere Ausschnitt war genauso tief wie der vordere. Davon abgesehen passte der Schnitt auf Anhieb. So mag ich das!

Beim ersten Anziehen erschrak ich zwar ein bisschen, weil es doch sehr folklorig aussah. Aber kombiniert mit auffälliger Kette und roten Schuhen finde ich es ganz toll. (Noch toller wäre es, wenn die Kette rot wäre, aber die hat eine ziemlich lange Lieferzeit und ist noch nicht mal auf die Reise gegangen...aber bestellt ist sie natürlich...)

Und da ich langsam klug werde und Schnitte mehrfach nähe, entstand gleich danach noch eine klassische Version in Blau mit weißen Tupfen... Diesmal mit dem richtigen Rockteil.

Ganz dekorativ mit weißem Faden an Schulter. Und ich lerne es wohl nie, dass mir dunkler Lippenstift und harte Lippenkonturen nicht stehen... seufz!

Die Ärmelchen sind übrigens nur kleine 'cap sleeves', bei dem der untere Teil des Armausschnitts mit einem Besatz verstürzt wird. Geht viel flotter zu nähen als eingesetzte Ärmel, sodass ich für ein Kleid nur einen Samstag brauche. Auf ein Futter habe ich bei beiden verzichtet.

Der Schnitt ist übrigens ein Langgrößen-Schnitt. Allerdings habe ich auch schon Kurzgrößen problemlos vernäht. Das hängt wahrscheinlich immer auch vom Schnitt ab. Durch das breite Taillenband und fehlende Abnäher verzeiht dieses Modell wahrscheinlich sowieso so einiges.

Beim aktuell herrschenden Wetter konnte ich die Kleider noch nicht allzu oft ausführen. Weshalb ich das ganze mit einer kleinen Stippvisite beim MeMadeMittwoch kompensieren muss.

Derweil grüble ich weiter über mein Sommerrock-Problem nach: Heute Morgen habe ich den ursprünglich als erstes geplanten Rock noch mal angezogen, hab das Taillenband noch mal enger gesteckt - und fand es gut! WTF?! Muss ich mich da selbst verstehen? Mal sehen. Zinnia von Colette in Version 1 könnte auch eine Option sein. Aber da muss ich erst noch mal die Schnittteile ausmessen. Es bleibt hier also spannend...also zumindest für mich! ;)

13. Juni 2016

Sommerock Sew Along, Teil 2: Das war's auch schon

Denn mein Rock ist fertig!

Haha. Nicht.

Und meine Lust weiterzumachen hält sich sehr in Grenzen.

Gestern habe ich ganz brav den Schema-Schnitt erstellt und den Bund sowie die Rockbahnen aus dem Futterstoff zugeschnitten und zusammengenäht. Und das Ergebnis sah einfach nur verboten aus. Vielleicht würden unbeteiligte andere ja sagen, dass es gar nicht so schlecht aussieht. Vielleicht ist es auch nur mein inneres Bild von mir selbst, dass mit der trutschigen Tante im Spiegel mit den ausladenden Hüften so gar nicht zusammen passt. Fakt ist, ich gefalle mir nicht darin. Ein Glück, dass ich den Streichelstoff nicht angeschnitten habe!

Zur Erinnerung: Geplant war dieser Rock

Aber ich hätte so so gerne einen Tellerrock, der für meine Figur funktioniert! Also habe ich umdisponiert. Den Streichelstoff lasse ich erst mal aus dem Spiel. Stattdessen wird es ein graublauer chambrayartiger Stoff ungenauer Materialzusammensetzung, der sich auch besser in das aktuell herrschende Farbspektrum von Blau und Weiß mit Highlights in Rot, Pink/Fuchsia oder Mint einfügt:

Der Chambray ist eigentlich nicht gemustert, das hat die Kamera sich ausgedacht.

Als nächstes konstruierte ich einen ganzen Tellerrock, der dank eines 10 cm breiten Formbunds an der Hüfte schön schmal anliegen sollte.




Der Formbund stammt übrigens aus einer älteren Burda-Ausgabe. 9/2007 um genau zu sein - die Ausgabe mit dem Origami-Rock. Funktioniert hat das leider auch nicht. Im Hüftbereich wirft der Teller an der Seite tiefe Falten, die auch wieder sehr unschön auftragen. Glücklicherweise auch diesmal nur Probestoff geopfert.

Wenn ich Lust und Laune habe, werde ich am nächsten Wochenende noch mal einen halben Teller mit dem breiten Bund versuchen. Wenn ich Lust habe. Ansonsten war's das dann einfach mit dem Sommerrock. Das ist jetzt nicht mal böse gemeint. ich habe mich redlich bemüht. Aber dann gibt so viele andere Schnitte, die mir gut stehen, die ich stattdessen nähen kann. (Auf jeden Fall noch mindestens zwei Renfrews aus dem Jerseys oben im Bild. Eine rote Hose mit weitem Bein. Ein Anna-Maxikleid aus einem 70er-Jahre unspirierten Viskose-Druck mit Palmenblättern. Und zwei luftige Blusen. ich hab' am Samstag einen tollen Burda-Schnitt genäht und modifziert...)

Ach ja: Das hier war eigentlich der ausschlaggebende Grund für einen Sommerrock mit weiter gekräuselter Rockbahn und breitem Bund:



Die Stoffbahn ist rechteckig und fällt gerade runter - vielleicht ist gerade das der Trick?! Mehr zum Kleid - und seinem Nachfolger - gibt's dann am kommenden MeMadeMittwoch..

...auf dem Blog findet ihr aber jetzt erst mal den 2. Teil des Sommerrock-Sewalongs

7. Juni 2016

Wie wär's mit einem Sommerrock?!

Ich sag' ja immer, dass ich nicht Sew-Along-tauglich bin. Bin ich ja auch nicht. Dazu bin ich viel zu sehr Impulsnäherin, und von langer Hand geplante Nähprojekte schmeiße ich gerne spontan über den Haufen. Es muss sich - überspitzt formuliert - immer so anfühlen, als ob ich ohne das gerade in Arbeit befindliche Kleidungsstück, nicht weiterleben könne.

Aber: Was kümmert mich mein Geschwätz?!



via GIPHY


Ich bin also beim Sommerrock Sew Along dabei, der beim MMM von Maike und Lucy gehostet wird. Vielen Dank für die Mühe!

Heute geht's um Inspirationssammlung. Ihr kennt ja sicher das Phänomen, dass manche Stoffe zwar wunderschön sind, aber die Idee, was daraus werden soll, noch auf sich warten lässt. Oder man vor lauter Angst, den Stoff mit einem nicht 100% dazu oder einem selbst passenden Schnitt zu ruinieren, deshalb vor dem Zuschnitt zurückschreckt. Streichelstoffe halt.



Dieser Stoff - ein leichter Baumwollstoff mit etwas Stand - liegt schon seit 2 Jahren bei mir. Gefunden hatte ich ihn bei meinem bislang einzigen Stoffmarktbesuch im April 2014. Ich finde ihn total toll, wusste aber bislang nicht, was aus dem dominanten Muster werden soll. Nachdem ich neulich einen tollen Kleiderschnitt mit breitem Taillenbund und ausgestelltem gekräuselten Rockteil gleich zweimal hintereinander genäht habe - und mir das Ergebnis ausgesprochen gut gefällt! - ist die Wahl gefallen:

Es wird ein glockig fallende Rock mit gekräuseltem breitem Taillenbund und gekräuselten Rockbahnen:
Burda N°134 aus der Ausgabe  6/2013

Tellerröcke und ich - das geht ja eigentlich gar nicht zusammen. Zumindest nicht, wenn der Bund eher schmal ist. Das zaubert Volumen oberhalb der Hüfte, wo ich eigentlich mit einer schmalen Taille punkten könnte. Ich brauche eine Silhouette, die die Taille stärker akzentuiert. Auch, weil mein Oberkörper wohl recht kurz ist, und ein breiter Bund das ganze noch etwas streckt. Hoffe ich jetzt einfach mal. Bei den beiden Kleidern hat es auf jeden Fall so sehr gut funktioniert. 

Der Schnitt sieht einen Tellerrock vor. Die Blumen gehen kreuz und quer, weshalb das Muster auch im schrägen Fadenlauf funktioniert. Da ich aber nur 1,80 m  muss ich mal schauen, ob das überhaupt hinhaut. Wenn das mengenmäßig nicht geht, nehme ich einfach ein breites Rechteck und kräusele das ein. Für etwas mehr Volumen gibt es - wie im Schnitt vorgesehen - eine zweite Schicht. In meinem Fall aus weißem Batist, der hier auch noch liegt, nach dem Waschen aber nicht mehr so schön aussah und sich als Oberteil wahrscheinlich nicht mehr so gut macht. Zwischen Bund und Rock gibt's außerdem eine Paspel - ich weiß nur noch nicht, welche Farbe.

Bleibt nur zu hoffen, dass ich bis zum 25. Juni fertig werde und sich nicht noch irgendwelche anderen Projekte - also nach der fertig zu stellenden Hose und Minimum einer Bluse und einem Renfrew -  dazwischen schieben...ich kann für nichts garantieren!:)

After all: Tomorrow is another day!



1. Juni 2016

#MeMadeMay2016 - Der ganze Rest...

Wie war das? Wöchentliche Übersicht der Outfits? Hab' ich das gesagt?  Kann ja nicht... ;)

Der MeMadeMay ist jetzt also rum und er hat wirklich viel Spaß gemacht! Mit dem Handy fotografieren und bearbeiten ist mir ja sowieso die liebste Variante. Quick and dirty! Da ich mit Picsart nette Collagen gebastelt habe, konnte ich auch Details reinreichen, die auf den schlecht beleuchteten Spiegelfotos sonst untergegangen wären.

Mein Fazit für diesen Monat: Ich besitze doch mehr selbst genähte Kleidung als ich dachte und wenn ich mich denn dazu disziplinieren kann, auch mal die nicht ganz so heiß und innig geliebten Stücke auszuführen, dann bin ich immer sehr abwechslungsreich angezogen. Am Wochenende ziehe ich einfach gerne die schon getragenen Kombinationen der vorherigen Tage an. Und am Wochenende bin ich außerdem auch sehr viel weniger in den sozialen Netzwerken unterwegs. Deswegen gibt es nicht für jeden Tag ein Foto aber das ist auch in Ordnung.

Außerdem fand ich es extrem spannend in den Alltag und die Alltagsoutfits der anderen Bloggerinnen reinzulinsen. Oder wie Stella es formulierte: im Dunkeln heimlich in die Wohnzimmer anderer Menschen zu gucken. Vielleicht bekomme ich es bis nächsten Mal ja mal auf die Reihe, ein Stativ mit Selbstauslöser für's Handy zu organisieren. So oder so: Beim nächsten Mal bin ich wieder dabei!

 10. Mai: Schwarze ausgestellte Hose und Tupfenbluse kombiniert mit pinken Details. Ein gern und viel getragener Klassiker!


11. Mai: Blau und Rosé/Pastell. MeMade ist nur die Hose, der Rest ist gekauft.


12. Mai: Schwalben-Alma an Rock 'Faye' aus der Vintage-Burda, dazu gekaufter Trench von GAP.


13. Mai: Mottotag "Streifen". Mal wieder die schwarze Hose. Dazu die Burda-Bluse vom letzten Jahr. Das Gefuddel rund um die Hüfte finde ich ja super nervig. Deshalb bekommt sie auch nicht allzu oft Ausgang.



14. Mai: Samstag und ich war beim Friseur. Gekaufte Destroyed Boyfriend Jeans von GAP, die Bluse nach Burda-Schnitt ist selbst genäht.



17. Mai in Culotte/Hosenrock. Hm. Nee. Auch wenn es auf Instagram viel Zuspruch gab, irgendwie mag ich sie einfach nicht mehr. Die Falten stören mich und beim Gehen ist da einfach zu viel Stoff zwischen den Beinen. Außerdem finde ich es extrem schwierig, ein gescheites Oberteil dazu zu finden. Da geht nur sehr figurbetont und in den Bund gesteckt. Und dazu muss ich mich schon sehr wohl fühlen in meiner Haut. Tue ich nur zu selten. Und mit flachen Schuhen sieht's auch gleich sehr oll und trutschig aus. 



18. Mai: So sollte es heute ins Büro gehen. Gings aber nur bis zum HNO: Irgendwie hatte sich im Laufe des Vorabends mein Gehör auf dem linken Ohr verabschiedet. Tubenkatarrh. Dass ich parallel dazu auch noch eine Halsentzündung ausgebrütet habe, führte dazu, dass ich die nächsten zwei Tage mich auf der Couch geschont und unter anderem "Vom Winde verweht" geschaut habe. Oh Ashley... Die Hose ist eine selbst genähte Burda-Chino (ein Plus-Schnitt aus 4/2012), dazu ein Alma-Pattern-Hack mit Kräuselung im Vorderteil und Schulterpasse. Selbst gestricktes Vitamin-D-Jäckchen nach Heidi Kirrmaier.




22. Mai: Noch mal die Chino. Die taugt auch zum Wandern. Wir waren auf dem Flötenwanderweg unterwegs.



23. Mai: Die neue Bluse durfte dann ins Büro. Mit blauer Chino und blauem Trench. Der Stoff ist übrigens aus Paris.
100 % Polyester und genauso angenehm zu tragen. Nicht. Aber es sind Vögelchen, Blumen und Käfer drauf. An diesem Tag war mir das Muster allerdings ein büschen zu viel und ich fühlte mich ein wenig camp-david-esk. Uah. Geht gar nicht...


24. Mai: Noch mal Rock 'Faye', diesmal in schwarz-weiß. Kombiniert mit Pink. Joah, kann man machen. Mir fehlen allerdings noch ein paar schmal geschnittene Alma-Blusen zum kombinieren. (Wenn ich doch nur nach Plan nähen könnte und nicht immer so impulsgesteuert...) Dann würde ich den Rock sicherlich häufiger tragen. So mit Cardigan finde ich ihn irgendwie zu trutschig.



25. Mai: Ich hatte ja schon lange keine Odeeh-Hose mehr an! Das müssen wir schnell ändern. Der Burda-Schnitt ist dank Gummizugbund super bequem und sieht mit Shirt drüber durch die angetäuschten Hosenreißverschluss und die schmale Passform mit Bundfalten trotzdem "angezogen" aus. Der Rest ist gekauft.




27. Mai: Ja, ja, ja! Auf dem Weg nach Köln. Familienausflug mit dem kleinen Bruder und dem Papa ins RheinEnergie-Stadion zu Queen & Adam Lambert. Heldenverehrung. Es war der Hammer! Gut, der ununterbrochene Starkregen und Gewitter hätte es jetzt nicht unbedingt gebraucht aber wie meinte mein Bruder: Konzerte im Regen sind immer die besten, weil sich die Bands dann richtig Mühe geben! Und auch wenn Freddie natürlich unerreichbar und unvergessen ist: Der Lambert, der kann echt was! Die Bluse ist die noch nicht verbloggte Stuttgart-Bluse. Ein herrlich weicher Baumwoll-Stoff in grau-blau mit dezentem Schimmer. Dazu gekaufte Jeans und - gottlob dichte! - Regenjacke von der Nordwand.



28. Mai: Familienausflug Nummer 2: Mit der großen Schwester und der Mama zum Stoffkaufen ins Outlet nach Mörfelden. Meine Ma hatte zum Muttertag einen Gutschein bekommen und das Schwesterherz hat ja gerade erst mit dem Nähen angefangen und muss noch ein Stofflager aufbauen. Außerdem ist da, wo sie wohnt stoffmäßig nicht so viel geboten. Ich leiste also Entwicklungshilfe. Der Schnitt ist aus der November Burda 2007 und hat ein extrem gut sitzendes Wickeloberteil. Den Schnitt will ich aber separat noch mal vorstellen. Das ist ja bereits Nummer 2 - und bei mir will das was heißen! Die Schuhe sind übrigens rot...

Am 29. Mai - meine Ma hatte Geburtstag - trug ich dann das Folklore-Kleid. Wer mir auf Instagram folgt (Jayli1981 by the way...), der weiß, was damit gemeint ist.



30. Mai: Im Jumpsuit, den ich letztes Jahr genäht hatte. Nach zwei Tagen in recht körperbetonten Kleidern ist die Weite rund um Bauch und Taille eher ungewohnt. Definitiv kein Teil für jeden Tag. Mal sehen, wann er das nächste Mal rausdarf...


31. Mai: Mal wieder in der schwarzen Hose. Dazu noch mal das Vitamin-D-Jäckchen aus Drops Baby Alpaca Silk und ein simples Top mit überschnittenen Schultern aus einem Leo-Batist - ebenfalls aus Paris. In der Nacht davor habe ich so gut wie gar nicht geschlafen. Entsprechend alt und verknittert habe ich mich dann am nächsten Tag auch gefühlt...