22. Dezember 2014

WKSA 2014 Finale: En rouge et noir

"Si on m'avait conseillé, j'aurais commis moins d'erreurs..."
Rouge et noir, Jeanne Mas






Es ist fertig und es ist so toll geworden! Eines, der besten Ergebnisse, das ich je erreicht habe. Sowohl näh- wie auch anpassungstechnisch gesehen.

Aber der Weg dorthin war beschwerlich und das Zitat aus dem Chanson von Jeanne Mas durchaus zutreffend...meine letzte Lied-Interpretation im Französisch-LK ist zwar über 14 Jahre her, aber auf die Schnelle würde ich sagen, dass das Lied von Ängsten - auch der Angst vor dem Scheitern -,  Misserfolgen, Resignation und doch den schlussendlichen Erfolg im zweiten Anlauf handelt...

Das Grundproblem war meine Stoffwahl und die Tatsache, dass ich mit bi-elastischen Stoffen bislang recht wenig gearbeitet habe. Oder wie Frau Mas sagen würde: Si on m'avait conseillé, j'aurais commis moins d'erreurs. Hätte, hätte - Fahrradkette.

Letzte Woche hatte ich den RV im dritten Anlauf also halbwegs passabel eingesetzt und war der Meinung:

"Natürlich hat's die eine oder andere Macke, aber da steh' ich einfach drüber."

Ha. Ha. Ha. Dann bin ich bei der Queen of Perfection a.k.a. Sewing Galaxy über diesen Beitrag gestolpert. Perfektion ist ja leider ansteckend und so trennte ich noch mal den RV raus, bügelte Nahtband auf und testete Julias Methode. Hat nicht geklappt. Lag aber an mir. Ein mittelschwerer Tobsuchtsanfall, einen Haufen Schimpfworte, die ich an dieser Stelle nicht wiederholen mag und drei mal heftig mit dem Fuß aufstampfen hat auch nicht geholfen - der RV war immer noch nicht drin! Auf traditionellem Weg hab' ich's dann doch irgendwie geschafft, den RV ohne Wellen einzusetzen. Auch wenn das auf den Fotos anders aussieht. Ich schwöre! Von da an ging's dann sehr schnell et voilà: Mein Kleid war für das Gansessen bei meine Ma rechtzeitig fertig. J'ai raté mon premier rôle, je jourai mieux le deuzième...

So sieht das Kleid von hinten aus. Die Hohlkreuzanpassung ist mir richtig gut gelungen:


Die rückwärtige Naht noch mal bügeln hätte nicht geschadet...


Da ich das Probekleid auf die Schnelle hin-macgyvert hatte, musste ich am richtigen Kleid die sehr gerundete Naht im oberen Rücken noch etwas begradigen und noch etwas Weite im Hüftbereich rausnehmen.

Hier noch mal ein Detailfoto mit Statementkette an der Puppe. (Überhaupt wird Mathilde sehr häufig als Schmuckständer missbraucht.)


Den Schnitt werde ich definitiv noch mal nähen! Ein richtig gutes Little Black Dress fehlt mir in meinem Kleiderschrank nämlich noch. Und die Armkugel mit den Abnähern sieht nicht nur raffiniert aus, der Ärmel lässt vor allem easypeasy einnähen.



 Und wenn's in Bremen auf dem Weg zu Flexos Onkel kühl wird, gibt's die Strickjacke dazu:



Ende gut, alles gut. Tout es bien qui finit bien!

Vielen Dank an Dodo und Frau Kirsche für die diesjährige Organisation des WKSA! Ich schau dann mal auf dem MeMadeMittwoch-Blog, was die anderen Damen so Tolles genäht haben!

17. Dezember 2014

WKSA Teil 4 und 5: Red blooded woman...

 
"You'll never get to heaven if you're scared of getting high."
K. Minogue, Red Blooded Woman (2004)


Da ich letzte Woche aus Zeitmangel geschwänzt habe, gibt es hier mal eine kleine Zusammenfassung der beiden Termine. Alle anderen WK-Näherinnen treffen sich hier auf dem MMM-Blog

Also. Letzte Woche Montag hatte ich die Plätzchenbackerei (12 Sorten, 15 zu Beschenkende) endlich hinter mir. Das klingt fast ein wenig unfreiwillig...also es macht schon Spaß, aber wenn ich dann zwei komplette Wochenenden so gut wie nichts nähtechnisches machen konnte - Schnitt abpausen und Probemodell nähen zählen für mich definitiv nicht dazu - dann sehne ich mich schon sehr nach meiner Nähmaschine... Aber dann kam ein komplett freier Tag Freizeitausgleich und ich konnte mich voll und ganz auf das Nähen konzentrieren. An besagtem Montag habe ich also das Oberkleid zugeschnitten und genäht. Dann hing es wie immer eine Woche rum, aber nach einem intensiven Nähwochenende bin ich jetzt auf der Zielgeraden.

Kommenden Samstag noch zu erledigen:
  • Armausschnitte versäubern
  • RV im unteren Bereich noch mal von der Nahtzugabe lösen, Naht unterhalb des RV noch mal neu nähen (da beult's etwas)
  • Noch ein bisschen über den Geschlitz meditieren. Sollte es am Saum nicht zu eng werden, nähe ich den kurzerhand zu
  • Futterkleid unterhalb des RV schließen
  • Futterkleid 6 cm kürzen und säumen
  • schwarze Spitze an Futterkleidsaum annähen

Und das war's. Ich bin guter Dinge, dass ich mein Kleid am nächsten Sonntag zur Vor-Weihnachtsfeier bei meiner Ma anziehen kann. An Heiligabend sind wir dieses Jahr schon im schönen Bremen.

Da das Oberkleid ja so gut wie fertig ist, kann ich überglücklich sagen, dass mir das Kleid total gut gefällt und auch der Schnitt zu meiner Figur passt. Da hatte ich durch die etwas ungewohnte Silhouette ja meine Bedenken, dass ich mir darin überhaupt gefalle...Natürlich hat's die eine oder andere Macke, aber da steh' ich einfach drüber. Mehr dazu (vermutlich) beim Finale...

Und hier gibt's doch mal ein Bild an der Puppe. Aufgehellt, damit man die Details zumindest ein wenig erkennen kann:




Nächste Woche ist hier dann schon das große Final-Defilée. Ich bin schon so gespannt auf die restlichen Kreationen! :)

10. Dezember 2014

MMM am 10.12.14 - Blumen im Todesstern...

 
Heute bin ich beim MeMadeMittwoch gleich mit zwei selbstgenähten Teilen dabei. Den Rock hatte ich euch hier schon mal gezeigt. Noch unverbloggt ist die Bluse im schwarz-roten Blumenmuster.







Es handelt sich dabei um eine Kasack-Bluse aus der Burda Style 1/2013 genäht aus einem flutschigen Georgette. Der Kragenbeleg wird auf das Oberteil aufgenäht. Ich hatte hier noch eine rote Paspel zwischengefasst. Mit dem Schnitt hatte ich damals - Mai 2013 - nicht nur aufgrund der Stoffwahl, sondern vor allem mangels Näherfahrung meine liebe Mühe. Das einsetzen der überschnittenen Ärmel wollte nicht recht gelingen und über das Innenleben breiten wir lieber den Mantel - oder vielleicht doch den schwarzen Umhang? - des Schweigens...

Damit Blumenmuster nicht zu lieblich aussehen, kombiniere ich dazu gerne derbe Stiefel. Dieses Paar läuft bei mir inoffziell - nicht mal Herr Galoppo wusste davon! - unter der Bezeichnung Lord-Vader-Stiefel...mit allen Konsequenzen auf das eigene Auftreten und die innere Einstellung!


Denn wenn ich so bestiefelt Vader-esk durch die Welt schreite, komme ich einfach nicht umhin und höre in meinem Kopf den 'Imperial March' ertönen. Zumal mein Büro auch noch in der Mitte eines recht langen Flures liegt...und so ein Lager - wo ich ab und an auch mal hinmuss - hat ja schon Ähnlichkeit mit so einem Raumschiff-Hangar...

Und auch wenn sich seit damals - wir erinnern uns: "Es war einmal vor langer Zeit, in einer weit, weit entfernten Galaxis" - an der Meeting-Kultur hoffentlich doch einiges getan hat...wünschen wir uns nicht manchmal die guten alten Zeiten zurück? In scheinbar end- wie fruchtlosen Meetings einfach mal die Dinge nicht in die Hand nehmen:

"Ich finde Ihren Mangel an Glauben beklagenswert!" D. Vader, Episode IV


 
Und ihr so? Sind beim MMM noch mehr (Teilzeit-)Sci-Fi-Liebhaberinnen dabei? Und was tragt ihr sonst so, um euch unbesiegbar zu fühlen? Frau Crafteln zeigt uns heute in ihrer Hosen-Herbst-Hose, dass man auch eine Hose dazu bewegen kann, Anakin-gleich der dunklen Seite den Rücken zuzukehren...

May the force be with you - am vierten Mai sind wir bei Ihnen! Und wer das jetzt deuten kann, ist ein echter Fan...

 

 
 
 

 

3. Dezember 2014

MMM am 3. Dezember 2014

 
"Oh, eine Kamera! So eine Überraschung!"
 
(Erst mal Haare richten...)
 
 
 
 
So. Jetzt aber!
 


Aber wenn ich nicht noch ein bisschen rumpose, sieht ja keiner mein geringeltes T-Shirt drunter...


Darf ich vorstellen? Das ist mein neuer Rock, genäht nach dem Schnittmuster Zinnia von Colette Patterns.
Das ist also N°2 - den ersten mit dem wilden Ikat-Muster hatte ich euch hier schon mal gezeigt. Der Stoff ist ein sehr weich fließender Polytierchen-Mix, den es als günstigen Coupon bei K*rstadt gab. Diesmal habe ich - für einen etwas hüftigeren Sitz - gleich zwei Nummern größer zugeschnitten und einen Formbund konstruiert. Der passt sich jetzt schön meinen Rundungen meiner Silhouette an, und steht nicht so unschön ab, wie bei N° 1.

 
Wie ihr seht - seht ihr nichts! Und das nicht nur, weil das Bild unscharf ist. Die Falten rund um die Hüfte verschmelzen mit dem Muster, ohne weiter aufzufallen. Deshalb habe ich die Falten auch von oben nicht mehr abgesteppt. Ebenfalls nicht zu sehen ist das knallrote Futter, das ich dem Rock spendiert habe...
 
Und wenn's kalt wird, kombiniere ich dazu Harrogate, den ich hier schon mal an der Puppe gezeigt hatte. Die leichte Chambray-Bluse ist von GAP, das Ringelshirt vom rot-weißen Schweden. Die Inspiration zur Kombination  Denim + Ringel + Blumenmuster habe ich von Pinterest.




 
So herausgeputzt war ich am Sonntag bei meiner Ma zum adventlichen Gans-Essen. Wenn ich unter der Woche um 7 Uhr aus dem Haus gehe, ist das Licht zur Zeit leider nicht so günstig...In diesem Outfit fühle ich mich extrem wohl und so mache ich heute kurzerhand mal wieder beim MeMadeMittwoch mit, wo Claudia uns Tipps für warme Winterhosen gibt.

Und für den guten Zweck, hier auch noch der Link zur diesjährigen wieder sehr konkreten Spendenaktion, mit der zwei afghanischen Frauen eine Ausbildung zur Schneiderin ermöglicht werden soll.

1. Dezember 2014

WKSA Teil 3 - Knietief im Plätzchenteig...

Beim dritten Teil des Weihnachtskleid-Sewalongs geht's um folgende Themen:

Ich bin in Stimmung, erste Nähte sind gemacht!  / Endlich hab ich angefangen / Probemodell sitzt, ich kann den richtigen Stoff zuschneiden / Ich bin ein Streber und nähe jetzt mein zweites Weihnachtskleid / Plätzchenessen ist doch irgendwie auch Nähen, oder?

Ersetze Plätzchenessen mit Plätzchenbacken und dann kommt das meinem Programm vom letzten Wochenende schon sehr nah. Samstag und Sonntag wurden die ersten 6 Sorten gebacken, mindestens noch mal so viele sollen es nächstes Wochenende noch werden. Da aber kein Mensch allein so viele Plätzchen essen kann (okay, ich könnte das schon...was wohl der endgültige Beweis meiner übernatürlichen Kräfte wäre..), verschenke ich den Großteil an Familie und Freunde zum Nikolaus. Plus minus zwei Tage. Da eine meiner ältesten Freundinnen  mir die Steuererklärung unter der Voraussetzung macht, dass sie an Weihnachten ein Tütchen mit Plätzchen von mir bekommt, scheinen sie auch ganz gut zu munden...

Obwohl mir eigentlich gar nicht mehr danach war, habe ich mich zusammengerissen, und ein Probemodell aus Nessel zugeschnitten und genäht. Folgende Passformänderungen habe ich anschließend an den Schnittmusterteilen vorgenommen:
  • wie vermutet: das Oberteil um 2 cm kürzen
  • 4 cm Hohlkreuzanpassung
  • die seitlichen Hüftrundungen begradigen (siehe blaue Markierung im Bild)
  • hintere Rockteile in Höhe des Pos mit 2,5 cm Nahtzugabe zuschneiden
Die Hohlkreuzanpassung hat mir am meisten Sorge bereitet, da ich befürchtete, dass die Abnäher dann nicht mehr aufeinanderpassen. Mit den neuen Schnitteilen habe ich die Rückenteile noch mal zugeschnitten. Ich würde sagen: passt! :)



Jetzt fehlt nur noch der Stoff. Der erste vom roten Faden wurde zwar schon längst geliefert - war nur leider nicht das richtige Rot. Nachdem ich von Stoffe24 eine Stoffprobe geliefert bekam, wurde dort noch mal geordert. Drückt mal die Daumen, dass es bis Freitag ankommt, damit ich spätestens Sonntag zuschneiden kann. Für kommenden Montag habe ich mir einen Tag Freizeitausgleich genommen, spätestens dann sollte der WKSA auch bei mir an Fahrt gewinnen.



24. November 2014

WKSA Teil 2: Der Plan steht

Frau Kirsche lud gestern zum zweiten Teil des diesjährigen Weihnachtskleid-Sew-Alongs. Mein Plan steht immerhin und so sieht er aus:

Oh, so ein schönes Schnittmuster wird da genäht, ich entscheide mich schnell um

Nope. Bei der ganzen Auswahl wurden zwar wirklich ganz tolle Schnitte vorgestellt. Alte Bekannte aber auch Underdogs, die noch nicht viel genäht wurden. Ich bin aber bei meiner Auswahl geblieben und habe mich für das rote Kleid aus der August-Ausgabe 2012 entschieden. Meine Bestellung im Antiquariat kam frühzeitig nach zwei Tagen als Büchersendung bei mir an.



Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden und bleibe dabei 

Schaun mer mal. Traumkleid bedeutet irgendwo auch, dass sich das schön und einfach nähen lässt. Nachdem ich gestern die Schnittteile kopiert habe, weiß ich nicht, ob sich das Schnittmuster auch gut anpassen lässt.

Deswegen:

Ich nähe mal lieber erst ein Probemodell!

Genau. Das passiert dann am nächsten Wochenende. Ich brauche ja obenrum bis etwa 10 cm unterhalb der Taille eine Nummer kleiner als unten. Da die Weite des Rockteils zwischen dem mittleren und seitlichen Rockteil reguliert wird, muss ich mal schauen, wie das Gradieren gelingt. Aber wie gesagt, ich nähe erst mal ein Probeteil. Das Kleid ist ja außerdem eine Langgröße. Durch Anhalten des Oberteils aus Malerfolie steht auf jeden Fall schon mal fest, dass das Oberteil um 2cm gekürzt werden muss. Mit meinen 1,72 m liege ich ja irgendwo genau zwischen der Normal- und Langgrößen-"Norm". Beim Rockteil könnte wahrscheinlich auch noch längenmäßig was weg.

Schnitt kopieren, zuschneiden, wer sagt eigentlich, dass Nähen Spaß macht?

Kopieren finde ich jetzt mal gar nicht sooooo schlimm. Zuschneiden ist viel müßiger, finde ich. Aber vielleicht schaffe ich das im Laufe der Woche. Sind ja immerhin 9 Teile...

Was sonst noch?

Ah ja, Stoff ist bestellt. Eigentlich wollte ich mich ja am Stofflager bedienen. Aber der Wunsch nach einem roten Kleid hatte sich bei mir hartnäckig im limbischen System festgesetzt. Ich wusste ja zuerst nicht, ob ich geeigneten Stoff in schönem Rot finde würde. Aber ich hatte Glück: Letztes Jahr hat Tina ein Weihnachtskleid in perfektem Rot genäht. Sogar samt Bezugsquelle! Und da ich neulich einen Stoff in identischer Zusammensetzung von Stoffe.de vernäht hatte, wusste ich, dass die bi-elastische Viscose-Gabardine vom roten Faden mit "Wool Touch" die richtige Wahl sein würde. Hoffe ich jetzt mal, dass ich das immer noch sagen kann, wenn er denn da ist. Für mehr Bequemlichkeit gibt's dazu noch Stretch-Futter, das ich heute Abend im Stoff-Outlet in Mainz ergattert habe. Rot wäre mir zwar lieber gewesen, aber das einzige Rot, das vorrätig war, passte leider so gar nicht. Einen nahtverdeckten RV und Garn sind inzwischen auch schon vorrätig. Rotes Overlockgarn habe ich auch schon da und die Ovi ist vom letzten Projekt sogar schon umgefädelt.

Es kann losgehen! :)

23. November 2014

HJSA 2014: Finaaaale!


 Diesmal geht's ohne große Worte. Die Bilder von einer sehr glücklichen Jay sprechen für sich!




Hier mal etwas detaillierter:





Sind das nicht schöne Paspelknopflöcher?


 Zumindest von außen. Innen sehen sie leider so aus:


Dafür ist das Futter richtig gut gelungen. Sogar mit Paspel!


 Hier auch noch mal von hinten. Die Armkugel sieht da seltsam verzogen aus. Ist sie eigentlich nicht.


Und ein abschließendes Gesamtfoto vor Garagentor:



Kurz: Der Mantel trägt sich prima, ist saubequem und die Knitterfältchen auf den helleren Fotos sind in Echt nicht zu sehen...

Der erste Sew-Along hat großen Spaß gemacht und beim WKSA 2014 bin ich auch wieder dabei. Noch mehr tolle Herbst-Jacken und Wintermäntel gibt's heute für das große Finale bei Chrissy.

Meine Damen, es war mir eine Ehre! :)

P.S. Dass es überhaupt schöne Fotos gibt, ist einzig Flexo Galoppo zu verdanken, der letzten Sonntag bei halbwegs klarem Himmel zum Fotografieren drängte. Ihm gilt mein unendlicher Dank! ;)

17. November 2014

Weihnachtskleid Sew-Along 2014 Teil 1: Inspirationen und meine ultimative Bezugsquelle

Also wo das mit dem Herbst-Jacken-Sew-Along so gut geklappt hat, bin ich jetzt sehr motiviert. Ein Weihnachtskleid für die Feiertage ist eh was Feines, weil man sich dann nicht so viele Gedanken machen muss, was man anzieht...

Heute beim ersten Treffen geht es um folgende Themen:

Ich bin 1a vorbereitet und habe schon alles zusammen gesucht / Weihnachten? Ist nicht noch Sommer? / Ich such nach Inspiration und guck mal, was die anderen machen / Schnitt da aber kein Stoff oder andersrum? / Kleine Rückblende: mein Weihnachtskleid 2013/2012/2011

Erst mal die Rückblende: 2013 haben wir Heiligabend bei uns gefeiert. Das heißt, meine Ma, mein Bruder und meine Schwester nebst meinem Patenkind und Kegel (= Mann) waren bei uns zum Abendessen und zur Bescherung da. Meine Schwester wohnt weiter weg, die Wohnung meine Ma wird für die Menschenmasse allmählich zu klein und wir haben eine dekadent große Wohnung, wo wir eigentlich auch einen riesigen Tannenbaum aufstellen könnten. Es wurde dann aber doch ein 1m-Tännchen im Topf... ;) An Heiligabend hatte ich kurzerhand mein HGO 2013 an: ein dunkelblaues Peony-Dress aus blauer Spitze und Polyester-Stöffchen in Dupion-Seiden-Optik. So sah das im September 2013 auf der Hochzeit aus:




Am 1. Feiertag ging's dann in den Norden - genauer gesagt nach Bremen - zu Flexo Galoppos Schwester und den Kids. Da trug ich ein graues Woll-Peony. Übrigens DER Schnitt 2013 bei mir.

Dieses Jahr geht's noch vor Heiligabend nach Bremen, zu Flexos Schwester. Die Rasselbande feiert dieses Jahr beim Vater. Das heißt, die Erwachsenen bleiben erst mal unter sich. Mein Kleid muss also nicht spiel-, aber durchaus kochtauglich sein. Außerdem sollten größere Mengen Essen in mich hineinpassen, denn spätestens, wenn wir Flexos Onkel besuchen, gibt es Kohl und Pinkel oder Rouladen in rauhen Mengen.

Ich habe ehrlich gesagt noch gar keinen Plan, was ich gerne nähen möchte. Inzwischen habe ich ein bisschen gestöbert und auch konkretere Vorstellungen, was es werden könnte. Schön finde ich es immer, wenn man ein Kleid dann auch ins Büro anziehen kann und so der verspielte Typ bin ich ja eh nicht. Etwas schlichtes mit ein wenig Raffinesse...hmmm...


In die Kategorie 'ganz simpel und schnörkellos' fällt ja das Schwanenkleid, das einige auf ihrer Liste haben. Das habe ich schon zweimal genäht und gebe den Schnitt offiziell auf. Ich habe es zwar mit viel Mühe geschafft, die französischen Abnäher unterhalb meines Brustpunktes enden zu lassen und auch der Rücken wurde hohlkreuzkonform angepasst. Aber diese Ärmel - nee, da kann ich so viel rumdoktorn wie ich will, das klappt irgendwie nicht und bollert kurz unterhalb der Schulter unschön rum.

Als schlichte und trotzdem raffinierte Alternativen habe ich in einer alten Burda von 2005 das hier gefunden:

Quelle: Burda Modemagazin 10/2005

Ich würde dann die Variante mit langen Ärmeln nähen. Allerdings weiß ich noch nicht. welche Farbe oder welches Material...

Dann wäre hier noch dieses Kleid:

Quelle: BurdaStyle 10/2012


Aus Jacquard natürlich sehr festlich und nicht unbedingt bürotauglich. Ich bin mir auch nicht sicher, ob es aus einem anderen Material so gut rüberkommt.

Auf Pinterest habe ich dann noch dieses Kleid gefunden:


Quelle: www.burdastyle.com

Wieso war mir das auf der Burda-Webseite noch nie aufgefallen? Ich meine ROT! Des Rätsels Lösung: Das gibt's auf der deutschen Seite gar nicht, bzw. nur ohne Ärmel. Tante Edit sagt: Gibt es doch! Danke an Beate für den Hinweis via Twitter! :) Rot wäre natürlich eine tolle Farbe aber ob ich einen passenden Stoff in diesem Ton finde...mal sehen...

Da ich absolut gar keine Lust auf das Zusammenkleben eines Online-Schnitts habe, wurde das Heft (BurdaStyle 8/2012), dem es entstammt, - zusammen mit einer weiteren Ausgabe, damit das Porto auch lohnt ;) - in meinem favorisierten Online-Antiquariat für kleines Geld bestellt. So mache ich das übrigens immer, wenn ich einen älteren Schnitt sehe, der mir gefällt. Psssst: Da gibt es übrigens auch das Heft (9/2005) mit dem Schnittmuster für den Origami-Rock aus Webware....

Und wie bei einigen anderen auch, ist auch das kleine französische Kleid auf meiner Liste:


Quelle: BurdaStyle 8/2009

Das habe ich schon mal genäht, allerdings in der falschen Größe. Saß etwas spack, vor allem an den Armen. Außerdem aus einem Wollstoff genäht, zu einer Zeit, als ich Stoffvorwaschen noch nicht für nötig befand. Naja, nach dem ersten - und letzten - Waschen dann schon...

Es würde auf jeden Fall aber viel Platz für Kohl und Pinkel bieten. Oder Rouladen, Kuchen, Canneel-Brötchen zum Frühstück...hach ja, was freue ich mich auf Bremen! :)

Und jetzt stöbere ich noch bei allen anderen auf dem MMM-Blog und hoffe, dass ich nicht noch hundert andere Ideen entdecke...








11. November 2014

Herbst-Jacken-Sew-Along Teil 5: Endspurt

Heute geht's bei Karin zum Endspurt beim HJSA 2014.

Worum geht's diese Woche?

Was habe ich bis hierhin geschafft? Was fehlt noch? Brauche ich eure Hilfe oder einen Motivationsspritze? Ich bin schon fertig und zeige den Mantel auf der Puppe. Ich steh vor dem Futter und weiß nicht genau, wie’s weitergeht. Ich bin total verzweifelt und kurz vorm Hinschmeißen.

Um's kurz zu machen: We're done! Am Wochenende musste ich - eigentlich - nur noch wenige Schritte erledigen, die dann aber doch etwas tricky sind, da sie zum optischen Erscheinungsbild maßgeblich beitragen: Knopflöcher an den richtigen Stellen anbringen. Den Saum noch mal begradigen und das Futter an den Säumen annähen. Glaubt man gar nicht, wie sehr die Optik davon abhängt, dass diese Schritte sauber und ordentlich ausgeführt werden. Ach ja, und die Knopfloch-Öffnungen auf der Innenseite musste ich noch mal neu machen. Aber darüber breiten wir lieber den Mantel des Schweigens...

Na gut, ich erklär's: Eigentlich hatte ich Knopflöcher mit der Maschine an den inneren Besatz genäht. Nur saßen die nicht richtig und damit auch die Knöpfe. Noch mal alles auftrennen hat mir aber wirklich in der Seele weh getan. Also habe ich kurzerhand drei längliche Schlitze in der Größe der Paspelknöpflöcher eingenäht. Da das Futter am Saum ja noch nicht fest war, ging das auch einigermaßen gut. Aber sie sind jetzt einfach einen Tacken zu groß, die Paspelstreifen luken durch. Nicht schön - aber selten! Das bleibt jetzt einfach so. Ich kann den Mantel eh nicht offen tragen wegen der Riegel. Gut, ginge schon, wenn ich auf der Innenseite je einen Knopf anbringen und den Riegel nach innen umklappen und fixieren würde. Aber ich glaube, das will ich gar nicht, denn gerade die Riegel und der schöne Stehkragen sind doch das besondere. *find* Offen getragen ginge das total verloren.

Die Ärmel wären auch noch optimierungsfähig, aber dafür, dass das mein ersten Mantel ist, bin ich schon verdammt stolz. Heute zeige ich ihn noch mal auf der Puppe aber für den nächsten Termin ist ein Outdoor-Fotoshooting mit Flexo Galoppo geplant. Er überlegt sogar schon, wo wir das ungestört machen können. Am Rhein-Ufer gibt's für seinen Geschmack wohl zu viel Publikum... ;)

Was ich heute Morgen im Büro festgestellt habe: Mir fehlt noch der Aufhänger. Wollte ich eigentlich noch kaufen, habe ich aber am Samstag beim Karstadt vergessen. Stattdessen hüpften ein paar Stoff-Coupons und ein paar Utensilien ins Körbchen. Schlimm das.

Bis zum großen Final-Defilée habe ich dann auch genug Trage- und Kombinationsmöglichkeiten getestet.

Et voila:

1. November 2014

Herbst-Jacken-Sew-Along Teil 3

Bei Chrissy geht es in dieser Woche um folgende Punkte:
 

Wie weit bin ich bisher gekommen? / Welche Probleme und Hürden tun sich auf? / Mein Probeteil sitzt, jetzt geht es an das "richtige" Stück! / Ich bin schnell und habe den ersten Mantel schon fertig und fange jetzt einen zweiten an. / Hilfe ich habe noch (fast) gar nichts gemacht, kann ich das trotzdem noch alles schaffen?

Leute, in der vergangenen Woche erlebte ich eine regelrechte Offenbarung! Am Dienstag war ich beim Nähmaschinen-Dealer meines Vertrauens und habe die vorbestellte Overlock abgeholt. Dazu gab es eine einstündige Einweisung, bei der ich nicht nur beim Einfädeln zusehen, sondern auch selbst einfädeln und nähen musste. Pädagogisch wertvoll! Falls es jemand interessiert: ich habe mich wieder für eine Brother, Modell D1034, entschieden. Laut meinem Dealer ist das Innenleben und die Verarbeitung identisch mit der D4234, es sei einfach nur ein Vorläufermodell, das jetzt günstig abverkauft wird. Früher hätte sie genauso viel gekostet.

Was ich eigentlich sagen will ist: Oh. Mein. Gott. Ich wusste ja, dass das Nähen mit der Overlock viel schneller geht. Aber SO VIEL schneller? Vollends begeistert bin davon, wie leicht sich flutschige Futterstoffe verarbeiten lassen. Also wenn ich das gewusst hätte...

Mit der neuen Ovi bin ich beim Mantelprojekt auch sehr viel schneller vorangekommen, als vorher vermutet. Der Obermantel ist bis auf die Säume fast fertig. Allerdings: Der schwierigste Teil steht noch aus. Ärmel eingehalten einsetzen. Bekomme ich inzwischen zwar sehr viel besser hin, aber eine Zitterpartie ist es dennoch irgendwie immer. Aber gut, die gleiche Sorge hatte ich auch bei den Paspelknopflöchern. Und die sind wirklich gut geworden. Zumal ich den Ärmel ja einfach wieder raustrennen kann. Anders als bei den Knopflöchern, wo nach dem Einschneiden ja nicht mehr viel rückgängig zu machen ist...

Der Futtermantel ist zugeschnitten und alle Kanten versäubert. Diese Teile muss ich also nur noch zusammennähen und Ober- und Futtermantel miteinander vermählen.

Und so sieht's zwischenzeitlich aus. Ich glaube, das wird richtig, richtig gut.♥



Tante Edith sagt: Der Text ist jetz schon ein paar Tage alt. Da ich die Woche kein gutes (=Tages-) Licht hatte, kam ich erste heute Morgen dazu, Fotos zu machen. Während Flexo Galoppo heute beim Fliegenfischen-Kurs weilte, bin ich im Nähzimmer abgetaucht und dabei ordentlich weit gekommen. Obermantel und Futtermantel sind jetzt fertig, morgen kann ich beides Zusammenfügen. Das verhasste Ärmel-Einsetzen hat einfach nicht so geklappt, wie ich wollte...Dann fehlen noch die Knöpfe und ein Schlitz im Futter für den einen Riegel. Das könnte morgen vielleicht sogar klappen. Interesse halber hatte ich Futter und Mantel mal übereinander gezogen. Da sieht man mal, was so ein Futter alles ausmacht! Fällt viel besser, lässt sich viel schöner anziehen. Große Liebe! ♥♥♥

29. Oktober 2014

MMM N°3 - Frühe Erfolge...




Moin, Moin zusammen! Heute bin ich mal wieder beim MeMadeMittwoch dabei. Und den Beitrag zum Herbsjacken-Sewalong bin ich auch noch schuldig aber alles zu seiner Zeit...Die Bilder heute sind mal wieder sehr mies. Eigentlich wollte ich meine Kollegin Fotos machen lassen  - nur die war heute leider krank...

Heute trage ich einen Rock, den ich letztes Jahr im September?  Oktober? genäht habe. Er stammt aus der Burda-August-Ausgabe 2013. Er gefällt mir eigentlich gut. Nur das Tragegefühl lässt etwas zu wünschen übrig. Er ist ungefüttert und krabbelt auf der Strumphose rum. Die Schlitzkanten sind mit jeweils einem 5 cm breiten Beleg verstürzt, der sich immer wieder nach unten aufklappen würden, wenn - ja wenn ich sie nicht mit Vlieseline Saumfix fixiert hätte. MacGyverisches Troubleshooting der Sorte 'quick and dirty'!

Wüsste ich heute eine bessere Lösung? Wahrscheinlich würde ich es mal mit dem Blindsaum versuchen. Bei dem kleinen Muster, könnte das sogar recht unsichtbar ausfallen. Aber bei uni-farbenen Stoffen bliebe wohl nur die Möglichkeit, den Besatz von oben abzusteppen. Könnte sogar ganz schick werden.

Kombiniert dazu eine gekaufte Chambray-Bluse von GAP, die im Provence-Urlaub mitdurfte und ein letztjähriger Loop vom rot-weißen Schweden. Und eine eher pastellig orange Strumpfhose.

Ganz viele toll gekleidete Damen gibt es wieder hier zu bewundern. Auch Gastbloggerin Sanni ist heute im Rock unterwegs.

15. Oktober 2014

MMM N°2 im Kongressrock

Das doppelte Röckchen. Mit Stiefeln und Pumps.

Heute bin ich wieder beim MeMadeMittwoch dabei, wo uns  Gastbloggerin Birgit einen raffinierten Burda-Rock zeigt, den ich auch schon näher beäugt habe. Danke für den Review! :)

Letzte Woche musste ich leider aufgrund einer fiesen Mandelentzündung eine Runde aussetzen. Am Wochenende ging es aber immerhin schon wieder so gut, dass ich einen schnellen Rock nähen konnte, um meine Business-Garderobe aufzustocken. Ab Morgen bin ich nämlich drei Tage auf Kongress, wo ich u.a. unsere jährliche Pressekonferenz organisiere. Wenn wir einfach nur im Büro sind, reicht 'business casual bis casual' eigentlich völlig aus. Aber je mehr ich selbst nähe, desto weniger gern trage ich RTW Anzüge, da die Passform einfach suboptimal ist.

Ich wollte einen schlichten schwarzen Rock in A-Linie. In meiner Vorstellung passte der prima zu den neuen schwarzen Penny Loafern, die ich eine Woche vorher gekauft hatte. Aber in Wirklichkeit sah es dann eher nach Amy Farraw Fowler aus. Mit schwarzen Stiefeln oder Plateau-Pumps sieht das dann doch sehr viel besser aus. Auch meine Lieblingskollegin war spontan sehr angetan, und meinte, das Outfit würde meiner Figur sehr schmeicheln. Wo sie Recht hat, hat sie Recht. Mehr A-Linien Röcke für Jay also. :)

Genäht habe ich Modell 121 aus der Februar Burda 2014. Allerdings im geraden Fadenlauf und ohne aufgesetzte Taschen. Für ein klein wenig Raffinesse habe ich zwischen Bund und Rockbahn eine schwarze Duchesse-Paspel zwischengefasst. Der Rock war inklusive Zuschnitt an einem Nachmittag genäht. Nur das leidige Säumen habe ich auf den nächsten Tag verschoben.

Dazu gibt's eine Kaufbluse vom rot-weißen Schweden. Ja, auch ich leide unter Oberteilschwäche. (Und ich habe die selbstgenähte Schluppenbluse schlichtweg vergessen...)

Mit meiner heißgeliebten Biker-Jacke - vor zwei Jahren im GAP in Boston (seufz!) gekauft - kann man den Rock aber auch auf lässig trimmen.

Und vielleicht schaffe ich es demnächst ja mal, gescheite Bilder bei Tageslicht zu machen. Ist ja nicht so, dass Flexo Galoppo schon auf geeignetes Fotografier-Wetter hinwies...













12. Oktober 2014

Herbst Jacken Sew Along Teil 2: Den Mutigen gehört die Welt...

Quelle: Burda Style N°8/2013

....oder auch nur ein schöner Wintermantel! :)

 Ich habe ja lange mit mir gerungen, ob ich beim Sew Along mitmachen soll, oder nicht. Im Job hab' ich eigentlich schon genug Stress und Deadlines, die es einzuhalten gilt. Brauch' ich dann zusätzlichen Druck bei meiner Lieblingsbeschäftigung? Eigentlich nicht, denn irgendwann werden alle Stücke fertig.

Aber ich versuch's jetzt erst mal nicht zu verkrampft zu sehen. Ein Sew Along soll ja hauptsächlich Spaß machen und eine Plattform für Austausch und gegenseitige Unterstützung sein. Und gerade beim Stöbern in den Sew Alongs der vergangenen Jahre habe ich mir schon unheimlich viel an theoretischem Wissen aneignen können. Also gebe ich mein Bestes, um bei den Terminen dabei zu sein. Mir war auch gar nicht klar, dass die Linkliste eine ganze Woche geöffnet ist. Und das Finale der Herzen am 7. Dezember ist sooo unrealistisch ja nicht mehr, nachdem ich die ersten Schritte schon geschafft habe. Also dann: Let's go, girl! :)

(Notiz an mich: Denk' doch endlich mal dran, die Fotos im Querformat zu machen. Passt viel besser zum Blog-Design, Schätzchen!)

Heute treffen wir uns also bei Kathrin zum zweiten Teil des Sew Alongs und beleuchten die folgenden Aspekte unseres Projekts:






Für welchen Schnitt habe ich mich jetzt endgültig entschieden? Habe ich den passenden Stoff schon gefunden? War der Stoff eher ein Kompromiss oder habe ich meinen Wunschstoff gefunden? Gab’s das passende Futter dazu? Ist ein Probeteile geplant oder schon fertig? Womit habe ich schon losgelegt? Oder ist mir schon so kalt, dass meine Jacke schon fast fertig ist?

In den Schnitt N°102 aus der August Burda 2013 (hier geht's zur technischen Zeichnung) habe ich mich damals spontan verliebt. Ich stehe ja total auf so fette Stehkragen. Erinnert mich auch irgendwie an die Matrix-Trilogie. (Ich bin mit 18 mal zwei Wochen in die Weinlese, um mir ein ähnliches Teil spontan zuzulegen. Das heißt, meine Ma hat mir das Geld vorgestreckt und ich hab's dann nach den Herbstferien zurück gezahlt.) Der passende Stoff aus 100 % Baumwolle war für relativ kleines Geld (7€/m) bei Stoffe.de auch schnell gefunden. Da hatte ich auf der Suche nach Mantelstoffen erst mal ein Muster bestellt und bei dem Preis anschließend gleich 5 Meter geordert. So muss ich immerhin keine Angst haben, dass mir bei einem Fehler das ganze Projekt den Bach runter geht. Und wenn alles glatt geht ist auch noch Stoff für eine Winterjacke übrig.

Aber letztes Jahr war die Zeit für ein Mantelprojekt einfach noch nicht reif. Im Laufe des Jahres kamen noch Futterstoffe dazu und die Bügeleinlage H410 ist immerhin schon bestellt und auf dem Weg zu mir. Was noch fehlt sind flache Schulterpolster. Die sind im Schnittmuster zwar nicht vorgesehen, aber so gut wie jeder Mantel hat irgendwas im Schulterbereich eingenäht, dass ihn stützt und eine schöne Form gibt.


 Ich hatte schwarze Knöpfe bestellt, aber als ich sie gestern gegen den Stoff hielt, schienen sie seltsam grünlich statt schwarz. In meinem gigantischen Knopf-Konvolut, dass ich irgendwann im Sommer beim Online-Auktionshaus käuflich erworben hatte, fanden sich dann aber sehr zufällig ganz ganz wunderbar perfekt passende Knöpfe. Manchmal hat man einfach Glück! Die Farben auf dem Bild täuschen: Das innere ist ein schönes dunkles Anthrazit, das perlmuttartig leicht schimmert. Das passt sehr gut zu den grau-bläulichen Musterung auf dem grau-schwarzen Stoff. Je nach Licht hat der Stoff auch einen leichten Pflaumenton. Deshalb fällt es mir auch noch gerade ein wenig schwer, zwischen den beiden Futtern zu entscheiden.

Den Schnitt habe ich inzwischen abgenommen und ab Hüftbereich von 40 auf 42 gradiert. Aus Rücken- und Vorderteilen habe ich eine schnelle Nesselprobe genäht. Ich habe keine Ahnung, wie der Mantel im Rücken fallen soll. Da fehlt's in der Burda mal wieder an ein paar aussagekräftigen Bildern. Aber wenn ich die hintere Länge an der oberen Rückenpasse um 3 cm kürze, fällt er gerade nach unten. Die Armkugel muss ich dann entprechend kürzen. Die Seitennähte verlaufen gerade. Und wenn ich bedenke, dass der dicke Mantelstoff das alles einen Tacken enger macht und ich auch schon einen Winterpulli in üblicher Stärke drunter gezogen habe, dann passt alles soweit. Bei Burda-Schnittmustern habe ich ja glücklicherweise wenig zu ändern.

Nächstes Wochenende muss ich am Samstag arbeiten und komme erst spät in der Nacht zurück, hoffe aber, dass ich zumindest mit dem Zuschnitt anfangen und dem Aufbügeln der Einlage anfangen kann. Ein bisschen Bammel habe ich ja vor den Paspelknopflöchern. Die muss ich dann erst mal ein bisschen üben...

Aber jetzt stöbere ich erst mal bei den anderen Mitnäherinnen!

11. Oktober 2014

Finished Object: Harrogate


Cremefarbene Zopfmuster-Rollkragenpullover sind ja zeitlos schön. Und wer wie ich seine ersten amourösen Gehversuche irgendwann zwischen Ende der 80er und Mitte der 90er Jahre erlebt hat, wird - den Kuschelrock-Covern sei's gedankt - immer ein besonderes Faible für Herren in eben solchen hegen....

Ich geb's ja zu, manchmal bin ich faul. Anstatt mir das Zopfmuster und die Maße selbst anhand der Maschenprobe zusammenzurechnen, habe ich mich bei Ravelry auf die Suche gemacht. Obwohl ich nicht so gerne mit Nadeln jenseits der 3,5 stricke, gehören zu cremefarbenen Zopfmusterpullis so richtig schön dicke und plastische Zöpfe aus grober Wolle. Bei Amy Herzog wurde ich - wie so oft - fündig: Die Anleitung des Harrogate-Pullovers passte außerdem prima zur bereits gut abgelagerten Drops Nepal aus dem Wolllager. Gestrickt habe ich mit 4,5er Nadeln. Angeschlagen wurde in der zweiten Woche des Provence-Urlaubs im September. Die Wolle verstrickt sich wie erwartet ausgesprochen flott. Zwei Wochen später waren alle Teile abgekettet und zusammengenäht.



Da ich noch Wolle übrig hatte, habe ich einfach einen Cowl im Perlmuster dazu gestrickt. Den kann man entweder solo zum Trenchcoat tragen oder Harrogate schnell zum Rollkragenpulli umfunktionieren.

Die Anleitung habe ich ohne jede Änderung nachgestrickt. Nur in der Höhe habe ich etwas früher mit dem vorderen Halsausschnitt begonnen. Ich finde, das fällt gar nicht so arg auf. Mich stört's jedenfalls nicht, dass die Raute nicht ganz abgeschlossen ist.

Da die Temperaturen natürlich noch nicht so ganz passen, gibt's heute erst mal keine Tragefotos. Unterstützt werde ich stattdessen von meiner reizenden Assistentin Mathilde.






Die Strickdesigns von Amy Herzog stehen ja unter dem Motto "fit to flatter". Musterverteilung und Bemaßung sollen die Figur dabei besonders vorteilhaft ins beste Licht rücken. Typisch ist außerdem, dass Zu- und Abnahmen in Taille und Rücken nicht in der Seitennaht sondern tatsächlich in der Mitte des Gestricks wie bei normalen Abnähern erfolgen. Bei dickerem Garn sieht man das mitunter recht deutlich.


For the record:
Muster: Harrogate von Amy Herzog Design
Wolle: Drops Nepal in Hellbeige
Nadelstärke: 4,5
Maschenprobe: 1M = 0,55 cm, 1R= 0,4 cm






Mir gefällt er wirklich gut. Ein schneller Strickerfolg. Ganz im Gegensatz zum aktuellen Projekt. Da ich Flexo Galoppo wohl kaum zum Tragen von cremefarbenen Zopfmusterpullovern im Allgemeinen (zu dick und zu warm) und Rollkragenpullovern im Besonderen (unbeliebter Halsausschnitt) begeistern kann, gibt es einen grauen Feinstrickpullover mit Rundhals, der ganz ähnlich geschnitten ist wie die Pullis, die er sonst so trägt. Ein Herrenpullover (Vorlage ist Hugo von Brookly Tweed) mit 2,5er Nadeln und jeder Menge Zöpfen - ich hoffe, ich bin bis Weihnachten fertig...

5. Oktober 2014

Finished Object: Grün vor Neid...

...war ich zwar nicht, aber als Frau Crafteln während des FJSA 2014 ihr grünes Jäckchen vorstellte, wurden Begehrlichkeiten geweckt. Auch, weil ich ja schon die perfekt passende Handtasche dazu habe. Beim großen Drops-Sale im Mai hatte ich bei Lanade deshalb vorsorglich schon 8 Knäuel Drops Baby Merino in Knallgrün mitbestellt. Als dann der wilde Ikat-Stoff aus meinem Blog-Banner kam, rutschte die Wolle auf meiner nach unten offenen Nachstrickliste ganz nach oben.

Ganz der Lemming bin ich dann aber doch nicht. Ich habe ein anderes Strickmuster verwendet: Für das vorliegende Modell Emelie von Elin Berglund habe ich etwa 5-6 Wochen gebraucht, da ich inzwischen die Baby Merino nur noch mit 2,0er-Nadeln verstricke. Vor diesem Jäckchen sind nämlich zwei andere (der Peacock Eyes Cardigan und Aislinn) entstanden. Bzw. 3, denn das erste musste ich zweimal stricken, da es beim Waschen total ausgeleiert ist. Von Nadelstärke 3,5 habe ich mich also auf jetzt auf 2,0 runtergearbeitet. Aber immerhin habe ich jetzt ein Gestrick, dass so fest ist, wie ich das gerne möchte, und beim Waschen nur noch wenig wächst. Dauer jetzt ein einfach wenig länger.

Natürlich musste ich das Jäckchen auf meine MaPro umrechnen. So habe ich für die Vorderteile den Mustersatz fünfmal statt dreimal gestrickt, um die nötige Breite wie im Original zu erhalten. Die Ärmel habe ich anders - als in der Anleitung vorgesehen - flach gestrickt und eingesetzt. Im Rücken werde ich beim nächsten Mal etwa 10 Maschen weniger aufnehmen, da sitzt es noch etwas zu geräumig. Geribbelt habe ich diesmal gar nicht und ich finde, es ist perfekt geworden. So perfekt, dass ich ihm noch ein paar stoffbezogene Knöpfe bei Stoffe.de spendiert habe. Der Farbton aus der hauseigenen Baumwoll-Qualität passt farblich perfekt. Und genau 13 an der Zahl. Wir sind ja nicht abergläubisch...

Große Liebe! :)

For the record:
Modell: Emelie von Elin Berglund
Wolle: Drops Baby Merino in Knallgrün
Maschenprobe: 1 M = 0,33 cm, 1 R = 0,243 cm
Nadelstärke: 2,0

1. Oktober 2014

Mit Ikat-Rock nach Ithaka. Eine Odyssee.

Heute bin ich das erste Mal beim MMM dabei. Wie aufregend! :) Passenderweise zeigt Dodo heute auch, wie man wilde Muster im Rock bändigt. Ich bin gespannt, was wir heute sonst noch so bewundern dürfen.

Warnung vorab: Das mit den Bildern an der Frau muss ich noch mal üben. Aber Haus- und Hof-Fotograf Flexo Galoppo hat sich dafür schon bereit erklärt...

Wie man vielleicht erkennen kann, ist das der Stoff von meinem Blog-Banner. Gekauft diesen Sommer bei Stoffe.de und sofort verliebt. Das Ikat-Muster ist für meine Verhältnisse ungewöhnlich wild und farbig. Ich musste erst mal überlegen, welcher Schnitt sich dafür eignet, um möglichst wenig Nähte aneinander setzen zu müssen. Muster zuschneiden und ich sind jetzt nicht gerade die besten Freunde. Da wäre natürlich ein Tellerrock super gewesen. Einziges Problem: Tellerröcke stehen mir nicht, denn sie geben bei mir Volumen oberhalb der Hüften, wo keins ist. Und das zaubert dann bei mir eine schöne "Brauerei-Gaul-Optik", um es mal sehr derb auszudrücken. Bei anderen sehen Tellerröcke ja einfach nur hinreißend aus. Halbe Teller gehen auch nur bei Kleidern mit breitem Gürtel, wie dem des Peony-Dress von Colette, wo sich das Volumen etwas nach unten verschiebt. Meine Hüften sind zwar breit aber irgendwie auch flach. Und die breiteste Stelle ist definitiv weiter unten. Also diese Ausbeulung bei Burda-Schnittmustern muss ich z. B. immer abschneiden, weil's sonst sehr nach Knickerbocker aussieht. Nur mal so nebenbei. Tante Edit sagt: Das versteht keiner, was ich meine, oder?! Ich zeig das demnächst mal, was ich mit Ausbeulung meine...

Vor kurzem bin ich dann bei Lauren auf Zinnia, ebenfalls von Colette Patterns, gestoßen. Als der Schnitt veröffentlicht wurde, fand ich ihn ja wenig spektakulär. Nach der Schnittbesprechung und Laurens Hinweis, dass sie die Falten "a couple of inches" weiter zugenäht hat, befand ich ihn für den Ikat-Rock aber als ideal. Schnittmuster bestellt und in Größe 12 abgepaust, damit er etwas tiefer sitzt. Die Falten hatte ich um 5 cm verlängert. Probeteil genäht und begeistert.

Die Ernüchterung kam bei der ersten Anprobe. Wieso saß der so weit oben? Des Rätsels Lösung: Ich hatte die oberen Kanten nicht mit Sicherungsnaht versehen. Das Probeteil war gewachsen, was mir ja eigentlich spätestens beim Ansetzen des Bundes hätte auffallen müssen. Eigentlich. Ist es aber nicht, da ich vergessen hatte, den Übertritt für das Knopfloch mit einzukalkulieren. Shit. (Da mache ich mir im Vorfeld 100.000 Gedanken und dann sowas. Manchmal bin ich echt doof.) Außerdem bildeten sich auf dem Oberstoff seltsame Falten an der Hüfte. Das lag wohl daran, dass der Futterrock minimal enger war. Denn entgegen der Anleitung hatte ich den Futterrock separat genäht und in Falten genäht, weil ich dachte, die Nahtzugabe so besser auf die Bänder des nahtverdeckten RVs annähen zu können. Blöder Fehler. Blöd.*

Ich hab' dann noch ein paar Stunden rumgedoktert. Die französischen Nähte ausgelassen.  Aber es half alles nichts. So ging das nicht. Die Falten sprangen oberhalb der breitesten Stelle der Hüften auf und Mr. Ed war wieder da. Wäre der Stoff nicht so toll, ich hätte sicherlich hingeworfen. Kurzzeitig war ich sogar in Versuchung, einfach neuen Stoff zu bestellen. Aber nein, so geht das nicht. Also vor dem Hinschmeißen aufgetrennt. 32 (!) Falten und 4 französische Nähte. (Das mache ich am liebsten noch bevor ich an dem Tag zu nähen aufhöre, da ich dann den Rotz nicht mehr machen muss, wenn ich wieder Zeit zum Nähen habe.

Also dann. Die Rockbahnen neu genäht. Wie in der Anleitung beschrieben aufeinander geheftet und als eine Schicht verarbeitet. So muss Frau auch nur 16 Falten nähen. Was umso besser klappt, wenn man zwischen den beiden Falten schon mal heftet. So bleibt alles schön am Platz. Nach den Falten - aber vor dem RV - habe ich an der oberen Kante ein paar Zentimeter abgeschnitten. So rutschte der Rock weiter nach unten und die Falten endeten endlich da, wo ich sie ursprünglich haben wollten. Da in der Anleitung auch die "finished measurements" angegeben sind, werde ich für einen hüftigen Rock zukünftig einfach eine 16 zuschneiden, dann aber noch einen Formbund konstruieren. Denn weitere Zinnias werden sicherlich folgen. Der Schnitt ist für der Figur schmeichelnde weite Röcke mit wildem Muster prima. (Die Anleitung für den Bund fand ich trotzdem sehr umständlich und habe ihn einfach so angesetzt, wie ich das immer tue.)

Die Länge war ungesäumt genau richtig. Deshalb habe ich aus dem ultraweich fließenden Stoff - einem Hauch von Polyesterfähnchen -  Schrägband hergestellt. Gekauftes Schrägband - egal ob BW oder Duchesse - finde ich immer zu steif.  Aber mal ehrlich Schrägband selbst herstellen ist doch eine Arbeit für jemanden, der Vater und Mutter erschlagen hat. -.-  Aber wat mut, dat mut. Den Stoff hatte ich nach dem Vorwaschen vorbehandelt, um ihn griffiger zu machen. Dazu hatte ich etwa 25 cm Soluvlies im handwarmen Wasser im Waschbecken aufgelöst und den Stoff darin gebadet. Hat wirklich gut funktioniert - Zuschneiden und Nähen ging wirklich sehr viel leichter!

Im zweiten Anlauf lief dann zum Glück alles glatt. Auch der RV saß besser und ich bin so richtig, richtig verliebt. <3 Mit dicken schwarzen Strumpfhosen und Stiefeln auch im Herbst gut tragbar. Hier noch mal ein Bild an der Puppe, damit man auch ein paar Details erkennen kann.

Beim Drops-Sale im Sommer hatte ich auch gleich die passende Wolle für ein Strickjäckchen mitbestellt, nachdem Frau Crafteln mit ihrem grünen Frühlingsjäckchen echte Haben-Wollen-Gefühle ausgelöst hatte. Aber das Jäckchen stelle ich dann demnächst noch vor. :)



*Name that movie.


30. September 2014

Here we go again...

...doch wieder bloggen?

Hallo Welt! Oder wer auch sonst das liest... Mein Name ist Julia - aber diverse Leute kennen mich auch als "Jay". Diesen Nickname hatte ich mir vor einigen Jahren in einem Online-Beauty-Forum gegeben. Und obwohl er eine gewisse Pseudo-Coolness aussstrahlt, mag ich den Namen. Und deshalb behalte ich ihn auch. So.

Als Jay hatte ich von Anfang bis etwa Herbst 2012 einen kleinen Food-Blog. Eigentlich bloggte ich sehr gerne und an der Leidenschaft für's Kochen und Backen - und natürlich gute Essen -  hat sich wenig geändert. Was nur war passiert...?

Wir - d. h. mein Freund Flexo Galoppo* Captain Riesling und ich - hatten Besuch. Und das über eine Woche. Kein Urlaub oder Ausflüge, da Praktikum der Nichte.  Abends also nicht vor dem Laptop abhängen sondern gemeinsam Fernsehen und sich unterhalten. Was Teenager/junge Erwachsene wohl ganz gerne machen. Oder so. Das wurde mir irgendwann zu unproduktiv und ich erinnerte mich an einen angefangenen Schal, der sein unvollendetes Dasein fristete. Ein paar Jahre zuvor war ich begeisterte Strickerin und Näherin (Autodidakt!) bis das Ende der Uni-Zeit, der erste Job und privater Trouble jegliche kreative Energie erstmal erlahmen ließ. Zumindest im Privaten. Und dabei blieb es dann auch erst mal.

Es kam, wie es kommen musste: der Schal war binnen einer Woche fertig und das alte Fieber wieder voll da. Und wenn man sich schon beim Stricken den eigenen Kopfkleiderschrank (Danke an Frau Crafteln für diese Wortschöpfung!) erfüllen kann, dann mit dem Nähen doch noch viel schneller.

Nach drei Nähprojekten streckte meine Privilig Super Nutzstich alle Viere von sich. Dass es kein Strohfeuer sein würde war mir klar. Seither habe ich einen richtig coolen "Bro" an meiner Seite...

Wenn ich zurückdenke, was ich früher so produziert und mit Stolz getragen habe: Ach. Du. Meine. Güte! So richtig viel gelernt habe ich wirklich in den letzten anderthalb Jahren. Dank der Nähnerds, den vielen vielen Nähblogs und Online-Tutorials, die es 2004, als ich mit dem Nähen anfing, in der Form noch nicht gab. Man kann sollte muss Schnittmuster an die eigene Figur anpassen? Das geht? Hammer!

Meine selbst genähte und gestrickte Kleidung taugt jetzt inzwischen auch zum Herzeigen. Ich bin leider kein sonderlich schneller Näher, lieber wäre es mir natürlich, wenn ich mich hier komplett selbst versorgen könnte. Aber Kaufkleidung hat sich bei mir dennoch sehr stark reduziert. Da ich inzwischen aber fast jeden Tag mindestens ein MeMade-Kleidungsstück trage und das Gezeigte beim MeMade-Mittwoch auch sehr regelmäßig bewundere, wird's langsam Zeit auch mal was beizutragen. Enter this blog.

Kleine "Warnung": Neben dem Nähen und  Stricken wird sicherlich auch das eine oder andere Rezept hier erscheinen. Und da ich zu nahezu jeder Farbe auch einen  (ähnlichen) Lidschatten besitze, taucht sicherlich auch was gepinseltes auf...

Oh, ach ja. Das bin übrigens ich.



Viel Spaß hier! :)

*Keine Ahnung, wie er darauf kam. Aber das Pseudonym hat er sich selbst ausgesucht. Vorher war er Captain Riesling.