17. November 2014

Weihnachtskleid Sew-Along 2014 Teil 1: Inspirationen und meine ultimative Bezugsquelle

Also wo das mit dem Herbst-Jacken-Sew-Along so gut geklappt hat, bin ich jetzt sehr motiviert. Ein Weihnachtskleid für die Feiertage ist eh was Feines, weil man sich dann nicht so viele Gedanken machen muss, was man anzieht...

Heute beim ersten Treffen geht es um folgende Themen:

Ich bin 1a vorbereitet und habe schon alles zusammen gesucht / Weihnachten? Ist nicht noch Sommer? / Ich such nach Inspiration und guck mal, was die anderen machen / Schnitt da aber kein Stoff oder andersrum? / Kleine Rückblende: mein Weihnachtskleid 2013/2012/2011

Erst mal die Rückblende: 2013 haben wir Heiligabend bei uns gefeiert. Das heißt, meine Ma, mein Bruder und meine Schwester nebst meinem Patenkind und Kegel (= Mann) waren bei uns zum Abendessen und zur Bescherung da. Meine Schwester wohnt weiter weg, die Wohnung meine Ma wird für die Menschenmasse allmählich zu klein und wir haben eine dekadent große Wohnung, wo wir eigentlich auch einen riesigen Tannenbaum aufstellen könnten. Es wurde dann aber doch ein 1m-Tännchen im Topf... ;) An Heiligabend hatte ich kurzerhand mein HGO 2013 an: ein dunkelblaues Peony-Dress aus blauer Spitze und Polyester-Stöffchen in Dupion-Seiden-Optik. So sah das im September 2013 auf der Hochzeit aus:




Am 1. Feiertag ging's dann in den Norden - genauer gesagt nach Bremen - zu Flexo Galoppos Schwester und den Kids. Da trug ich ein graues Woll-Peony. Übrigens DER Schnitt 2013 bei mir.

Dieses Jahr geht's noch vor Heiligabend nach Bremen, zu Flexos Schwester. Die Rasselbande feiert dieses Jahr beim Vater. Das heißt, die Erwachsenen bleiben erst mal unter sich. Mein Kleid muss also nicht spiel-, aber durchaus kochtauglich sein. Außerdem sollten größere Mengen Essen in mich hineinpassen, denn spätestens, wenn wir Flexos Onkel besuchen, gibt es Kohl und Pinkel oder Rouladen in rauhen Mengen.

Ich habe ehrlich gesagt noch gar keinen Plan, was ich gerne nähen möchte. Inzwischen habe ich ein bisschen gestöbert und auch konkretere Vorstellungen, was es werden könnte. Schön finde ich es immer, wenn man ein Kleid dann auch ins Büro anziehen kann und so der verspielte Typ bin ich ja eh nicht. Etwas schlichtes mit ein wenig Raffinesse...hmmm...


In die Kategorie 'ganz simpel und schnörkellos' fällt ja das Schwanenkleid, das einige auf ihrer Liste haben. Das habe ich schon zweimal genäht und gebe den Schnitt offiziell auf. Ich habe es zwar mit viel Mühe geschafft, die französischen Abnäher unterhalb meines Brustpunktes enden zu lassen und auch der Rücken wurde hohlkreuzkonform angepasst. Aber diese Ärmel - nee, da kann ich so viel rumdoktorn wie ich will, das klappt irgendwie nicht und bollert kurz unterhalb der Schulter unschön rum.

Als schlichte und trotzdem raffinierte Alternativen habe ich in einer alten Burda von 2005 das hier gefunden:

Quelle: Burda Modemagazin 10/2005

Ich würde dann die Variante mit langen Ärmeln nähen. Allerdings weiß ich noch nicht. welche Farbe oder welches Material...

Dann wäre hier noch dieses Kleid:

Quelle: BurdaStyle 10/2012


Aus Jacquard natürlich sehr festlich und nicht unbedingt bürotauglich. Ich bin mir auch nicht sicher, ob es aus einem anderen Material so gut rüberkommt.

Auf Pinterest habe ich dann noch dieses Kleid gefunden:


Quelle: www.burdastyle.com

Wieso war mir das auf der Burda-Webseite noch nie aufgefallen? Ich meine ROT! Des Rätsels Lösung: Das gibt's auf der deutschen Seite gar nicht, bzw. nur ohne Ärmel. Tante Edit sagt: Gibt es doch! Danke an Beate für den Hinweis via Twitter! :) Rot wäre natürlich eine tolle Farbe aber ob ich einen passenden Stoff in diesem Ton finde...mal sehen...

Da ich absolut gar keine Lust auf das Zusammenkleben eines Online-Schnitts habe, wurde das Heft (BurdaStyle 8/2012), dem es entstammt, - zusammen mit einer weiteren Ausgabe, damit das Porto auch lohnt ;) - in meinem favorisierten Online-Antiquariat für kleines Geld bestellt. So mache ich das übrigens immer, wenn ich einen älteren Schnitt sehe, der mir gefällt. Psssst: Da gibt es übrigens auch das Heft (9/2005) mit dem Schnittmuster für den Origami-Rock aus Webware....

Und wie bei einigen anderen auch, ist auch das kleine französische Kleid auf meiner Liste:


Quelle: BurdaStyle 8/2009

Das habe ich schon mal genäht, allerdings in der falschen Größe. Saß etwas spack, vor allem an den Armen. Außerdem aus einem Wollstoff genäht, zu einer Zeit, als ich Stoffvorwaschen noch nicht für nötig befand. Naja, nach dem ersten - und letzten - Waschen dann schon...

Es würde auf jeden Fall aber viel Platz für Kohl und Pinkel bieten. Oder Rouladen, Kuchen, Canneel-Brötchen zum Frühstück...hach ja, was freue ich mich auf Bremen! :)

Und jetzt stöbere ich noch bei allen anderen auf dem MMM-Blog und hoffe, dass ich nicht noch hundert andere Ideen entdecke...








Kommentare:

  1. Ich würde ja das Kleid aus der 08/12 Burda gern sehen - das hat mir im Heft auch gleich sehr gut gefallen!

    Und Kohl und Pinkel kannst Du auch gern für Dich behalten :D

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    1. Oh das ist echt lecker - nur leider der totale Kalorien-Overkill. Gestern gab's einen Bericht über Grünkohlsalat, das klang recht testenswert!

      Also wenn ich das rote Kleid angepasst bekomme - hallo Hohlkreuz! - dann wird es wohl das. Aber die Nesselprobe wird's zeigen.

      Liebe Grüße
      Julia

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  2. Mein Favorit ist 10/2012, das hat auch so eine festliche Länge.

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    1. Die Länge steht mir leider gar nicht, die wäre sowieso radikal gekürzt worden. ;)

      Liebe Grüße
      Julia

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  3. Eine schöne Auswahl. Das Kleid aus der Burda 10/2012 würde ich sehr gerne sehen, denn das hat mich auch schön öfters angelächelt. Aber egal, wofür du dich entscheidest, ich werde es gespannt verfolgen.

    Danke für den Tipp mit der Bezugsquelle der antiken Burdazeitschriften.

    Liebe Grüße
    Tina

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