27. April 2015

Wenn einer eine Reise tut: Rom 2015 - Tag I

Montagmorgen, 4.30 Uhr. Der Wecker klingelt nach einer schlaflosen Nacht sehr früh, denn um 6.00 Uhr holt uns der Flughafen Shuttle ab. Der Flieger, der uns in die ewige Stadt bringen soll, geht um 7.40 Uhr. Wir haben also recht knapp kalkuliert. Als sich der Fahrer in ungewohnter Weise um 5 Minuten verspätet und wir kurz vorm Flughafen noch im Stau stehen, geht uns mal kurz die Düse. Ist aber zum Glück nur eine Baustelle, die abgebaut wird, und mit 15 Minuten Verspätung sind wir am Flughafen.

Der Check-In am Automaten nervt, ging aber erstaunlich gut. Wir laufen im Eilschritt zum Gate. Meine Holz-Stricknadeln schaffen es auch diesmal problemlos durch die Sicherheitskontrolle. Der Flieger startet pünktlich, der Flug ist ereignislos. Ich muss nur einmal kurz an die German-Wings-Maschine denken, und bin selbst ein bisschen erstaunt, wie unwahrscheinlich mir eine Wiederholung der Ereignisse erscheint...

Am Flughafen Rom-Fiumicino angekommen nehmen wir den Schnellzug nach Rom und laufen vom Bahnhof ins Hotel. Wir haben uns nicht gerade die geschickteste Route hierfür ausgesucht aber schon jetzt wird klar, dass das römische Pflaster nicht gerade zu den ebensten gehört.


10.00 Uhr: Wir kommen im Hotel an. Die Zimmer sind noch nicht fertig, also lassen wir kurzerhand unser Gepäck dort und machen und auf Richtung spanische Treppe. Die ja eigentlich ganz anders heißt, aber das erfahren wir erst am nächsten Tag. Ein kleiner Bummel über die Via del Corso, zum Trevi Brunnen. Der wird (leider) gerade restauriert und ist zum Teil eingerüstet. Schade.

Trevi-Brunnen

Hipster-Bärte waren offensichtlich schon in der Antike hip!

Also Nahrungsmittelbeauftragte und Trüffelschwein im Geiste finde ich den Weg zur Traditions-Eisdiele Giolitti, die im Reiseführer empfohlen wird.


Gianduja, Vacance di Roma und Nocciole schmecken sehr gut. Wir mampfen unser Eis vorm Laden. Der Mann vom Pärchen, das vor uns dran war, holt sich nach dem ersten gleich noch das zweite Eis. Jeweils ein Medium-Hörnchen, also drei Sorten/Kugeln. Respekt. Das schaffe nicht mal ich. Okay, doch ich würde es schaffen, aber ich bin ja vernünftig. (Räusper.)

Das erste von vielen...nom!

13.30 Uhr: So langsam macht sich die Schlaflosigkeit der letzten Nacht bemerkbar und wir schlagen den Weg zurück Richtung Hotel ein. In der Nähe finden wir eine Bar/Restaurant, das für die vielen Business-Leute - unser Hotel lag im Banken- und Botschaftsviertel - ein gutes, günstiges und vor allem vielfältiges Mittags-Buffet mit z. B. gebratener Hähnchenbrust, verschiedenen Salaten, gegrilltem Gemüse, Paninis und Tramezzinis anbietet. Lecker.

15.00 Uhr: Gesättigt kommen wir im Hotel an und hauen uns erst mal auf's Ohr. Das Zimmer ist klein und etwas dunkel, da es zum Innenhof liegt, aber sehr sauber. Und es gibt einen Föhn im Badezimmer. Yay!

Nach einer Mütze Schlaf ist es eigentlich schon Zeit für den Apéro. Wir machen uns auf die Suche und stellen zufrieden fest, dass es in unserer Nachtbarschaft einiges an Enotecas, Bars, Restaurants und kleinen Lebensmittelgeschäften gibt.

Zum Glas Wein für jeweils 7 erschwingliche Euro  reicht man uns ganz selbstverständlich diverse Nüsschen, Mini-Sandwiches und Pizzabrot mit Zucchini. Schon allein das ist sehr lecker. Beim anschließenden Abendessen schaffen wir die Primi Piatti, also die Pasta nach der Vorspeise, die aus diesem Grund Antipasti hast - also wörtlich 'vor der Pasta' -  auch nur zur Hälfte. Entgegen meiner Befürchtung muss man auch nicht noch eine Secondo Piatti, also ein Fleisch oder Fischgericht, bestellen. So viel könne der Italiener ja auch nicht immer essen, erfahren wir am darauffolgenden Tag. Bei Feiern oder zu besonderen Anlässen sieht das allerdings anders aus.

Ziemlich satt und sehr glücklich sinken wir in unser Hotelbett und freuen uns auf die kommenden Tage.
 

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