5. Mai 2015

Spring Style Along: It's all about glitter...

...oder auch nicht. Von den Accessoires bin ich noch meilenweit entfernt. Aber dazu später mehr.
Bislang halten mich meine Hosenstudien - hier der erste Teil der Irrfahrt - weiter auf Trab.


Letzte Woche war ich ja noch der Meinung, das mit der Hose endlich hingekriegt zu haben. Nur leider hatte sich der kleine Tom Hanks in mir zu früh gefreut.


Meine im vorangegangen Post beschriebenen Maßnahmen zu  Ändern von Burda-Schnitten habe ich am Feiertagsfreitag in aller Herrgottsfrühe getestet. Funktionierte so nicht. Hmpf. Okay, dann machen wir doch mit dem Patrones Schnitt weiter. Herr Galoppo sollte nach dem Frühstück dann immerhin Bilder von dieser - vermeintlich - gut sitzenden Hose machen. Und dann die Ernüchterung:




Nach zwei Tagen Tragen hatte sich die Hose wie bereits erwartet geweitet - und meine alten Freunde die Falten waren wieder da. -.- (Im ersten Moment dachte ich, das sei zu eng an der hinteren inneren Beinnaht. Aber das ist eigentlich nicht die Lösung. Doch dazu später mehr...)


Also auch nicht der Patrones Schnitt. Okay, dann doch zurück zum Burda-Muslin. Ich stand ein wenig ratlos davor. Zog mal hier, mal da. Zeichnete die Teile ohne ausgeprägte seitliche Hüftrundung neu und gab an der inneren Beinnaht ordentlich Weite zu. (Vielleicht ein bisschen zu viel sogar, aber lieber zu viel als zu wenig. Wegnehmen kann man ja immer noch.) Aber die Falten von der Seite blieben.


Beim Googeln zum Thema 'full inner thighs' stieß ich dabei auf diesen Beitrag. Und beim Betrachten der Bilder und Rumgezuppel vorm Spiegel fiel irgendwann der Groschen: Die innere Beinnaht ist einfach zu lang im Verhältnis zur seitlichen Naht! Also habe ich wie bei dieser Methode beschrieben eine gleichmäßige Querfalte gesteckt. (Das hatte sie in einem anderen Beitrag verlinkt, den finde ich jetzt nur nicht mehr...)


An der Probehose sah das auch gut aus:




Also übertrug ich die Änderung auf das Schnittmuster und Schnitt einen guten Stoff zu. Das Ergebnis: Änderte gar nichts. Seltsam aber irgendwie auch logisch. Aber ich fische hier ja bekanntlich im Trüben. Trial and Error. Narf!


Stattdessen nahm ich jetzt die Länge nur von der hinteren inneren Beinnaht durch Einschnitt und Übereinanderschieben um etwa 2,5 cm direkt unter dem Schritt:








Da ich die Änderung am bereits zugeschnittenen Hosenteil durchführte, wurden lediglich die Bundansatznaht und die Schrittnaht weiter nach unten gelegt. Natürlich wurde unten auch der Saum kürzer aber die Hose ist sowieso zu lang, das störte also erst mal nicht. Am Schnitteil muss die Länge am Saum dann wieder zugegeben werden.


Die Situation nach dieser Änderung war schon sehr viel besser. Aber es waren immer noch zu viele Falten unter dem Po, wie sie auch schon Sandra beklagte. Also habe ich mich noch mal eingehender mit dem 'Flat Seat Adjustment' auseinander gesetzt. Nach vielem Bebrüten der Schnittteile fiel mir dann auch endlich mal auf, dass das von Ann Rowley beschriebene Verfahren genau das gleiche bewirkt, wie die Änderungen, die Julia beschreibt:
  • die hintere Mittelnaht wird aufgerichtet
  • die Schrittnaht rechtwinkliger und vertieft
  • die hintere Mittelnaht am Bundansatz verkürzt

Und das kann ich mit entsprechender Nahtzugabe in der hinteren Mitte auch ohne Anpassung des Schnittteils noch bewerkstelligen. Heureka!


Aber brauche ich dann überhaupt noch die Verkürzung der inneren Beinnaht oder wird diese durch das Flat Seat Adjustment gar überfällig? Mache ich das überhaupt richtig?









Ich werde am Wochenende die Änderungen an den Schnitteilen im richtigen Maßstab noch mal separat ausprobieren und übereinander legen. Dann kann ich das hoffentlich besser abschätzen.
Sollte es doch notwendig sein, würde es dann Sinn machen, die Differenz zwischen innerer und äußerer hintere Beinnaht gleichmäßig auf beide Nähte verteilen, indem ich das Schnittteil komplett durchschneide und die Mitte mein Rotationsfixpunkt wird...?!







Ist das alles kompliziert...aber ich habe das Gefühl, so langsam lichtet sich der Nebel...

Sehr geholfen hat übrigens Herr Galoppos Aussage, dass das mein Hobby sei und mich nicht frustrieren solle. Und dass das einfach eine Challenge ist, die ich angehe...großer Philosoph, der Herr Galoppo. Aber er hat ja nicht Unrecht...

Aber jetzt noch mal zur Accessoire-Frage:

Wirklich drum gekümmert habe ich mich bislang nicht. Ich besitze einen ganze Stall voll Halstüchern in allen erdenklichen Farben und Mustern. Zu viele, um sie zu fotografieren. Aber irgendwas, das passt, findet sich immer.



Schmuck trage ich nicht wirklich viel. Armbanduhren besitze ich, aber ich mag einfach das Gefühl am Handgelenk nicht. Spätestens, wenn ich am Schreibtisch sitze, ziehe ich sie aus. Mit Armbändern ist es genauso.



Was ich trage sind Ohrringe und Ringe. Aber auch das nicht immer.






Das hier sind meine drei Lieblingsringe. Ihr merkt schon: ich liebe Perlenschmuck. Die beiden Clusterringe sind von QxC. Den grauen habe ich schon bestimmt 8 Jahre. Den anderen habe ich letztes Jahr für 12 Euro inkl. Versand beim Online-Auktionshaus geschossen. Ein Glücksgriff, dass es auch gerade noch die passende Größe war. Wobei ich ihn auch hätte umarbeiten lassen. Ich habe so lange danach gesucht. Damals, als es den Ring zu kaufen gab, waren mir Rosé-Töne viel zu lieblich, aber jetzt mag ich sie unheimlich gerne. Nudefarben passen einfach immer irgendwie.



An den Ohren mag ich es - wenn - dann auch eher auffällig. Die beiden Ohringe sind vom Klamotten-Schweden und auch schon locker 6 Jahre alt. Aber sie passen zu fast allem.Und wie man sieht: Wenn mir was gefällt, kaufe ich es meist gleich in mehreren Farben...



Und damit reihe ich mich heute wieder beim wunderbaren Spring Style Along ein - diese Woche bei Marja Katz!

Kommentare:

  1. Sei nicht zu streng zu dir, eine Hose lebt auch am Körper. Auch eine sehr gut sitzende Hose schlägt nach dem ersten Tragen irgendwo Falten. Schließlich nähst du ja nicht aus Latex :-)). Bist du dann irgendwann zufrieden, wirst du je nach Material und Schnitt immer wieder ein wenig anpassen müssen. Aber ich bin trotzdem sehr gespannt, wie sich dein Hosenkrimi entwickelt.

    AntwortenLöschen
  2. Hosen sind ein wirklich schwieriges Thema. Über sie bin ich zur Schnittkonstruktion gekommen. Ich habe es nicht geschafft einen bestehenden Schnitt gut anzupassen. Ich drücke dir die Daumen das du den richtigen Weg zur perfekten Hose findest.

    AntwortenLöschen