16. Juni 2015

Spring Style Along - Finale? Gedanken einer Borg-Königin...

Tja, Finale verpasst.  Bis letzten Sonntag war die Verlinkung beim Finale des Spring Style Along noch möglich. Und wenn ich das richtig mitbekommen habe, ist es für viele noch lange nicht zu Ende. Sei es, weil die Zeit nicht gereicht hat oder die Idee so gefiel, dass man weiter konkrete Pläne fasst.

Ich habe lange überlegt, was ich zu meinem persönlichen Finale schreiben soll und welches Fazit ich daraus ziehen kann - zu lange offensichtlich. Ich habe auf jeden Fall einige Erkenntnisse über mich, meine Art zu Ticken und meinen Körper gesammelt...wobei ich manches zu meinem Wesen ja auch schon vorher wusste. Manchmal braucht man wohl sowas, wie einen kleinen Reminder...

  • Ich bin einfach kein Along-Typ. Feste Termine, an denen ich Bloggen muss - zumal wöchentlich - da setze ich mich selbst unnötig unter Druck. Wenn ich nichts zu zeigen oder sagen habe, sollte ich es einfach bleiben lassen.
  • Ich empfand meine Hosen-Odyssee als öffentliches Scheitern. Und das mag ich nicht. Ich zeige lieber die Dinge, die mir richtig gut gelungen sind.
  • Ich nähe, weil ich die perfekte Passform suche. Mit den Hosen habe ich mich da ein wenig vergaloppiert, bei anderen Körperteilen gelingt es mir wesentlich besser. Jüngste Erkenntnis: Ich brauche ein Forward-Shoulder-Adjustment.
  • Ich bin halt ein typischer Wassermann. Ich brauche meine Freiheit und feste Pläne sind dazu da, um sie über den Haufen zu werfen. Da bin ich beim Nähen einfach sehr impulsgesteuert. Aber beim Kochen gehe ich auch nur bedingt nach Rezept vor. Ich spiele mit den Zutaten, kombiniere wild einzelne Komponenten verschiedener Rezepte und entscheide situativ, was gerade das beste ist. Und so halte ich es auch meist mit meinen Nähplänen. Und das ist auch gut so. 

Ich weiß eigentlich intuitiv, welches Key-Piece meiner Garderobe gerade fehlt und setze es spontan um. Gerade deshalb nähe ich - weil ich so unabhängig vom Angebot der Modeindustrie bin.

Ich würde außerdem so weit gehen zu behaupten, dass DAS mein Stil ist: Ich bin immer gut angezogen, sehe jeden Tag anders aus, und das nicht zuletzt, weil ich mich jeden Tag unterschiedlich schminke. Pfauen-Feder-Smokey-Eyes in irisierend Grün-Blau ins Büro? Am nächsten Tag 'nude eyes and bright lipstick'? Why not! Wenn's ein Tag ist, wo ich lieber die Decke über den Kopf ziehen will, dann eben das 100% Fail-proof Outfit, mit dem ich garantiert nicht auffalle. An starken Tagen gerne experimentierfreudig mit Krawatte oder Fliege. Ich bin in meiner Persönlichkeit mehr als eine und meine Kleidung bringt das eben auch zum Ausdruck. Wie fragte Alex zu ihren Gedanke zum eigenen Stil  gestern auf Twitter so schön: Wer bin ich, und wenn ja: Wie viele? Für mich weiß ich: "Ich bin die eine, die viele ist." Wenn auch nicht gleich die Borg-Königin...(Wobei: hätte was! So ein Kollektiv Drohnen um einen rum, die alles machen, was ich nur DENKE?! :D)

Und so sind zu guter Letzt noch zwei schnelle, kleine, leichte Blusen entstanden. Der Bedarf nach luftigen Oberteilen bei den ganz heißen Temperaturen ist erst mal gedeckt. Jetzt können wir wieder mit mehr Spaß an die Sache gehen.



Und das geht grad ab im Nähzimmer:

  • Ich bin fast fertig mit der Culotte. Lediglich Bund, Gürtelschlaufen und Saum fehlen noch. Mir gefällt sie sehr, wenn auch ungewohnt. 
  • Ich habe ein bodenlanges Anna-Dress in sommerlichem Schwarz genäht und bin schwer verliebt. Dazu aber demnächst mehr. Es fehlen noch Tragefotos. Und eines in bunt soll auch noch folgen...
  • Die beige Bluse hängt immer noch auf der Puppe. Es wird ganz bestimmt eine tolle Bluse. Aber dieses Haben-Muss-Mein-Schaaaatzzz-Gefühl fehlt gerade noch. 
  • Ich habe eine angefangenes Sommerkleid vom letzten Jahr wieder entdeckt, dass eigentlich in 1-2 Stunden fertig gestellt sein sollte. Es passt sogar noch und gefällt mir wider Erwarten echt gut. (Sonst hätte es ja nicht so lange bis zur Fertigstellung gebraucht...)
  • Vorher brauche ich aber noch zwei Oberteile für einen Business-Wochenende. Eine Bluse (allerdings mit Ärmeln) und ein Jersey-Shirt, beides in Off-White. Stoffe sind da.

Hey. Ho. Let's go!





Kommentare:

  1. Die leichten Blusen sind so schön!
    Interessant dein Reminder! Ähnlich wie bei mir:
    Bin auch kein Along-Typ, mag auch nur möglichst schöne Sachen zeigen, nähe um perfekte Passform zu erreichen... und bin Wassermann. ;)

    Liebe Grüße
    Immi

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  2. Kann ich gut verstehen wenn man sich für dieses Hobby keinen Termindruck machen möchte. Da geht bei mir auch nix mehr. Ich liebe es mich in der "Arbeit zu verlieren" und das bedeutet vor allem dann ran zu gehen wenn man Zeit hat. Blusen kann man garnicht genug haben, beide sind süss!
    LG Sonja

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  3. @Immi: Na da bin ich ja beruhigt, dass ich da nicht alleine bin. Ja, ja, die Wassermann-Frauen... ;)

    @ Sonja: Danke! :) Ich verbringe meine Zeit eigentlich ja auch lieber im Nähzimmer als mit dem Blog... Wenn ich mir mehr Zeit lasse, ist die Qualität meiner Arbeit einfach auch noch mal 'ne Spur besser...

    Liebe Grüße
    Julia

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