16. Januar 2016

Schminken für Newbies: Foundation, Puder und Co.

Hallo zusammen! Das ist dann also der erste Beitrag für die "Schminken für Newbies"-Serie. Heute soll es - wie der Titel schon verrät - um die Grundlagen des Make-ups gehen. Da ich ja selbst kein Profi bin, habe ich mir ein bisschen Unterstützung vom Profi geholt und Michou mal imVorfeld reviewen lassen. Eigentlich wollte ich ein bisschen zum Thema Camouflage und Abdeckung von Pigmentflecken wissen.  Nachdem sie dann - wie sie fand - ganz viel angemerkt hatte, fühlte sie sich ganz schlecht. Muss sie ja gar nicht! Ich freu' mich, dass sie sich die Zeit genommen hat und finde das überhaupt nicht dramatisch, denn a) lerne ich ja gerne noch dazu und b) habt ihr die kommentierte Werkausgabe gleich in einem Aufwasch! :D Danke, liebe Michou!

Aber: Bevor es los geht, möchte ich eines noch vorweg nehmen: Ich mach' ja mir durchaus Gedanken, zu dem, was ich auf meine Haut lasse. Informationsseiten und Apps wie Codecheck halte ich für sinnvolle Tools, mit denen man mal hinter die Packung und Werbeversprechen gucken kann. Aber ich halte aus persönlicher Erfahrung auch nicht alles, was Oekotest für gut bewertet, automatisch für super. Und ich mag auch gelegentlich ein bisschen Silikon in der Hautpflege oder Foundations. Es ist gut und wichtig, sich zu informieren aber die Entscheidung, welche Inhaltsstoffe an Haut und Haare darf, die möge bitte jede für sich selbst treffen. Das, was ich hier an Produkten vorstelle, sind meine persönlichen Erfahrungen, die für mich aus bestimmten Gründen funktionieren oder auch nicht. Wenn es von den Inhaltsstoffen her nix für euch ist, dann ist es halt so. Ich hoffe einfach, ihr habt dafür Verständnis! :)

Aber jetzt: Hey! Ho! Let's go!

 Ich dachte, ich zeig' euch einfach mal ein bisschen an mir selbst, wie die morgendliche Transformation so abläuft. Die Fotos sind mit der Handy-Cam gemacht, das Licht wechselte immer mal ein bisschen (Sonnenaufgang und so...) und das Licht bei uns im Bad ist halt auch nicht perfekt ausgeleuchtet. Und ich diesem Leben werde ich echt kein Selfie-Künstler mehr... Aber mal abgesehen davon, dass sie stellenweise etwas zu blaustichig sind, erkennt man trotzdem, worauf ich hinaus will.  Hoffe ich...

This is the naked truth...


...and this is the lie...name that song!

Das Nachher-Bild musste ich jetzt einfach schon mal vorweg nehmen. Bin halt eitel...und eine Vorschau kann nicht schaden, eher im Gegenteil.

1. Die Grundlage

Julia: Der erste Schritt meiner Schminkroutine ist eigentlich die Foundation. Aber tatsächlich müssen wir noch einen Schritt zurück gehen. Wie die Foundation aussieht und sich im Tagesverlauf verhält, hängt auch davon ab, wie unser ungeschminktes Hautbild aussieht und welche Pflege wir vor der Foundation auftragen. Trockene, schuppige Haut wird durch Foundation und Puder noch zusätzlich betont, statt kaschiert. Eine zu reichhaltige Creme auf fettiger Hautzieht nicht ein und liegt auf der Haut auf - und so wird auch die Foundation im Laufe des Tages eher zum Verschmieren neigen, da sie nicht richtig auf der Haut haftet. Sprich: Die richtige Hautpflege ist als vorbereitender Schritt enorm wichtig. Leider bin ich keine Expertin auf dem Gebiet, kann euch das aber nur ans Herz legen, euch auch damit auseinander zu setzen. Ich habe bis vor kurzem - und zum Glück auch nicht so lange, vielleicht 2 Monate - eine mattierende Creme von Paula's Choice - genauer: die "Youth extending daily mattifying fluid" - verwendet. Der Sonnenschutz wird durch Zinkoxid, einem mineralischen (und somit nicht hormonell wirksamen) UV-Filter erreicht. Zinkoxid wirkt aber auch entzündungshemmend und mattierend. Bei meiner Haut leider ein bisschen viel zu viel und die Haut wird im Tagesverlauf knittrig und beginnt zu spannen.

Michou: Wenn man wirklich eine sehr trockene Haut hat, die sogar schuppt, dann produziert diese Haut so gut wie kein Fett - das kommt sehr häufig vor, viel häufiger als Haut mit zuviel Fett. Sie schuppt nur dann, wenn die Pflege nicht passt, also zu stark ausgetrocknet wird beim Reinigen, und die Pflege viel zu leicht ist. Diese Haut braucht Fett und sogar Öl zusätzlich - und das wird aufgenommen und zwar flott. Danach kannst du normal schminken, am besten natürlich auch mit einer reichhaltigen Foundation. Leider alles immer schwieriger zu finden. Das Make-up hält dann genauso gut oder schlecht wie bei anderen Häuten auch und lässt die Haut sogar eher frischer aussehen, zumal es die Haut noch intensiver davor schützt, noch mehr an Feuchtigkeit zu verlieren.
Was die mattierenden Tagespflegen anbelangt: Gift. Ich habe in all den Jahren eine einzige Haut erlebt, die wirklich von Natur aus so viel fettet, dass sie Hilfe bräuchte. Problem ist: Je mehr du einer fettenden Haut Fett entziehst, umso intensiver wird sie nachfetten - gleichzeitig aber immer feuchtigkeitsärmer werden. Wenn du sagst, deine Haut wird knittrig, dann ist das ein Zeichen für verminderten Turgor - also Wassermangel - und wenn sie spannt, dann liegt das an Wasser- UND Fettmangel. Keine Creme sollte das tun. Und ich kenne keine Pflege, die in der Lage wäre, gleichzeitig etwas wegzusaugen und etwas zu geben - jede mattierende Pflege geht immer auch an den Wassergehalt. Denn wo Fett entfernt wird, kann Wasser nicht in der Haut bleiben und verdunstet.

2. Primer ?!

Julia: In den Kommentaren zum Neujahrsposting wurde die Frage nach Primern gestellt und welche sich vorfür eignen - und ob sowas überhaupt notwendig ist. Hmmm. Also ich habe, ehrlich gesagt, nicht viel Erfahrung mit Primern. Was ja fast den Schluss zulässt, dass Primer gar nicht notwendig sind....

Viele der Formulierungen, die ich mir im Laufe der letzten Tage mal auf dem Etikett angesehen habe, beinhalten vor allem eines: Silikone oder Filmbildner anderen Ursprungs. Sie sollen die kleinen Unebenheiten der Haut, wie z. B. vergrößerte Poren und kleine Fältchen auffüllen und optisch so für ein möglichstes glattes Ergebnis sorgen. Getestet habe ich aufgrund des günstigen Preises den Prime & Fine Primer von Catrice. Joah. Der tut bei mir halt echt gar nichts. Meine Haut sieht dadurch nicht glatter aus und die Haltbarkeit ist auch nicht besser. Es gibt natürlich noch jede Menge andere Primer. MAC hat da beispielsweise so einiges an Primern, mit denen ich mich bis dato aber NULL auseinander gesetzt habe.

Hin und wieder sieht man auch farbige Primer. Diese wollen sich die Komplementärkontrast-Wirkung des Farbkreises zu Nutze machen, um bestimmte Tönungen der Haut zu neutralisieren.

Grün = neutralisiert Rötungen
Gelb =  neutralisiert violette Verfärbungen, wie z. B. Augenringe oder frische Wunden
Lila = soll einen fahlen Tein ausgleichen
Orange* = soll für einen frischeren Teint sorgen

So viel zur Theorie. In der Praxis befürchte ich, das es so ist, wie mit Concealer: Vor der Foundation aufgetragen, wird alles beim Auftrag eben jener wieder weggewischt. Die Primer von L'Oréal habe ich mir im DM mal angesehen. In der Tube farbig, wechseln sie den Farbton beim Kontakt mit der Haut und werden intensiv beige. Und wirklich viel zu dunkel für die durchschnittliche Mitteleuropäerin. Mein persönliches Fazit: Primer sind überflüssig.

Michou: Beim Thema Primer kommt es auf die Haut an und auf die Kombination Creme-Primer-Make-up. Und da wird es wirklich schwierig, weil fast immer einer der drei Teile nicht passt. Primer überziehen die Haut in der Tat mit einem Film und da sie, wie du sagst, auf Silikonbasis beruhen, sind sie relativ wischfest. Leider neigen die meisten Make-ups dann dazu, sich nicht mehr schön verteilen zu lassen und Schlieren und Streifen zu zeigen. Wenn die Kombination stimmt, kann Make-up in der Tat länger halten und mit weniger Deckkraft dennoch ein gutes Ergebnis bringen. Perfekt sind sie, wenn Make-up sich nicht in hell finden lässt, dann kann man mit weißen und roséfarbenen Primern gut spielen.

Bei wirklich unerfahrenen Schminkerinnen würde ich gleich sagen: erst mal Finger weg, denn die allermeisten haben anfangs große Schwierigkeiten, Foundations überhaupt richtig aufzutragen.


3. Foundation

 
Das Ausgangsmaterial

Julia: Die Foundation, oder auch Grundierung, ist für mich die Basis jeden Make-ups. Mit ihr lassen sich Unregelmäßigkeiten im Hautbild - die irgendwie so gut wie jede hat -, Rötungen und natürlich auch Hautunreinheiten kaschieren. Oft liest man, dass eine vor dem Auftragen der Foundation erst mal Augenringe und Unreinheiten mit einem Concealer abdecken soll. Für mich hat das noch nie funktioniert. Ich decke ab und verblende mühevollst und wenn ich mit der Foundation drüber gehe, hole ich alles wieder runter. Also lautet meine Routine: Erst grundieren, dann einzelne Stellen mit Concealer nachbearbeiten.

Foundations gibt es in flüssiger Form, als Cremefoundations, die aussehen wie gepresste Puder, sowie als so genannte Mineralfoundations in loser Puderform. Auf letztere komme ich dann später noch mal separat zu sprechen.

Alle enthalten in mehr oder weniger starker Konzentration Farbpigmente. Oft sind das Pigmente mineralischen Ursprungs wie Titandioxid (das übrigens auch in weißer Wandfarbe verwendet wird...) sowie Eisenoxide in Braun, Rot und Gelbtönen. Aber auch Pigmente chemischen Ursprungs in blau und rot sind anzutreffen. Außerdem enthalten die meisten Produkte auch Silikon oder andere Filmbildner, die für ein möglichst glattes Erscheinungsbild  der Hautbeschaffenheit sorgt.

Cremefoundations sind für gewöhnlich deckender als Flüssigfoundations. Bei den flüssigen ist von sehr leichter bis starker Deckkraft eigentlich alles vertreten. Grundsätzlich gilt: Je deckender, desto weniger scheint die eigene Haut durch, desto unnatürlicher und maskenhafter. Aber wenn das Hautbild zu unruhig/unrein/fleckig, dann geht es manchmal einfach nicht anders... Was man dem Maskenhaften etwas entgegensteuern kann, dazu später noch mehr...

Michou: Ein Jein von mir. Cremefoundations sind eher für die trockene Haut gedacht und enthalten mehr Öl als Wasser - damit kann ich die Deckkraft nicht mehr steuern, denn es lässt sich nicht in mehreren Schichten auftragen, was ich bei Flüssigmake-up in der Regel kann - es sei denn, es sind wischfeste, die ruckzuck aufgetragen werden müssen, weil sie sehr schnell antrocknen. Bei den flüssigen gibt es von ganz zart zu richig deckend alles. Außerdem gibt es noch Pudermake-ups...

Julia: ... zu denen ich ehrlich gesagt nicht viel beisteuern kann und sie deshalb auch gar nicht auf dem Radar hatte. Eine schnelle Recherche ergab, dass das eher Produkte für fettige Haut sind. Was ich am Counter bislang begutachtet habe, schien mir die Deckkraft eher leicht zu sein.


Wie findet eine jetzt die richtige Foundation und die richtige Farbe?

Julia: Ausprobieren! Am einfachsten ist es, die Farbe auf der Innenseite des Unterarms zu testen. Die Hauttönung ist dort bei mir allerdings noch etwas heller als im Gesicht. Aber: Was dort passt, ist im Gesicht auch nicht zu dunkel. Und das Angebot wirklich heller Foundation ist nicht gerade breit gesät. Blasshäuten kann ich Drogerie-Segment das 'Soft Resistant Make-up' in 001 von Max Factor. Etwas höherpreisiger - aber mein absoluter persönlicher Liebling - ist die Naked Skin Foundation von Urban Decay. Farbe 0.5 ist für mich sogar noch einen Hauch zu hell. Die Naked ist sehr flüssig und  auf der Haut wirklich nahezu nicht zu spüren. Die Nude Skin von Dior hatte ich auch mal. Das ist aber auch schon zwei Jahre her. Die Deckkraft fand ich nicht ganz so gut wie bei der Urban Decay Foundation und die Ergiebigkeit ließ dadurch etwas zu wünschen übrig. Die Naked benutze ich seit Mitte September täglich und es ist immer noch etwa 1/5 drin. Die Dior ist meiner Meinung nach deshalb ihren Preis nicht wert. Eine weitere Drogerie-Empfehlung mit mittlerer Deckkraft ist die Catrice Even Skin Tone. Die habe ich damals gekauft, weil sie bei einem ZDF- (oder ARD?) Verbrauchercheck zum Thema Kosmetik bei den Profis gut abgeschnitten hatte. Sie ist jetzt kein heiliger Gral, aber taugt durchaus und wird deshalb in der Sporttasche aufgebraucht. (Naja, besser "aufbewahrt", so selten, wie ich da in den letzten Monaten war....). Eine wirklich sehr stark deckende Flüssigfoundation ist die Dermablend von Vichy. Aber die stinkt beim Auftragen echt extrem chemisch...

Von links nach rechts: Mac Factor Soft Resistant 001, Catrice Even Skin Tone 010, Vichy Dermablend 15 Opal, Urban Decay Naked Skin 0.5




Zu bedenken ist auch, dass eine Foundation je nach natürlicher Hautchemie nach dem Auftragen noch nachdunkeln kann. Es empfiehlt sich also, eine passende Foundation erst mal ein wenig "einwirken" zu lassen und zu sehen, wie sie sich verhält. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, der kann sich die Foundation höherpreisiger Marken an den Kosmetik-Countern der Parfümerien auch direkt im Gesicht auftragen lassen. Nur keine Scheu, die beißen nicht! :) Und außerdem wollen die alle euer Geld. Die müssen nett zu euch sein! Und wenn nicht, dann den Mund aufmachen, das erleichtert übrigens generell so einiges im Leben. Ich selbst habe zum Glück noch nie arrogante Parfümerie-Angestellte erlebt, aber was ich schon gehört habe...da hilft nur, sich klar machen, dass die an euch Geld verdienen wollen und selbstbewusst auftreten. (Und wenn die euch was ins Gesicht malen wollen, was euch nicht gefällt (insbesondere Dougletten haben da einen schlechten Ruf!), dann auch protestieren. Keine muss wie ein Clown rumlaufen, wenn sie das nicht will!


Ich habe die richtige Foundation - wie trage ich sie auf?

Julia: Frei nach Shakespeare würde ich sagen: Wie es euch gefällt! Flüssigfoundations kann man mit Pinseln, den Fingern oder einem Schwämmchen auftragen. Ich benutze bei meinen Flüggfoundations den Zoeva 102 Silk Finish. Cremefoundations haben meist schon einen Applikator dabei. Für beide Varianten eignen sich auch spezielle Schmink-Eier, deren Zusatznutzen erschließt sich mir aber nicht so ganz. Ich habe sie noch nie benutzt, kann natürlich sein, dass das genau die Innovation ist, auf die die Menschheit gewartet hat.

In diversen Anleitungen habe ich gelesen, dass eine die Foundation von innen nach außen auftragen soll. Ich hielt mich da aber - bislang - nicht dran und schminke erst die rechte Wange, dann Nase und Kinn, dann linke Wange und anschließend die Stirn. Außerdem ist es eine Mischung aus Tupfen und kreisförmig einarbeiten. Nach Michous Kommentar hab' ich mich noch mal genauer beobachtet: Es ist tatsächlich doch eher ein Streichen von oben nach unten mit wenig Produkt auf dem Pinsel an den "behaarteren" Stellen, wie z. B. der Oberlippe.  An der Kinnlinie am Übergang zur ungeschminkten Haut zum Hals hin gut verblenden und in der Nähe von Haaren (Haaransatz und Augenbrauen) gegebenenfalls mit einem Kosmetiktuch dort gelandete überschüssige Foundation in den Härchen leicht abtupfen.

Michou: Wenn du den besten Rat haben willst: außer Puder- und Kompakt-Make-up sollte man jedes Make-up mit den Fingern auftragen und zwar mit einem einzigen, den man abwechselnd mit der Spizte und der Längsseite verwendet. Damit sparst du am meisten an Foundation und arbeitest am gründlichsten und schönsten. Bei Pinseln und Schwämmchen bleibt unglaublich viel hängen und das Ergebnis ist weniger gut zu steuern. Sieht natürlich vor allem in Videos super geil und professionell aus, aber keine einzige Profivisagistin, deren Kurse ich erlebt habe, hat sowas gemacht. Und in der Tat sollte man die Grundierung in der Mitte zuerst auftragen, ich beginne an der Nasenwurzel und verteile von da aus mit der Fingerlängsseite seitlich nach oben. Das verhindert, dass zuviel Farbe in den Härchen an der Wange und am Kinn oder gar im Haaransatz hängen bleibt - etwas, was ich immer wieder sehe. Als nächstes über den Nasenrücken seitlich zu den Wangen. Dann von den Wangen nach unten, von der Kinnmitte zu den Seiten und mit einem Minirest besonders sorgfältig die Naseflügel und die Partie zwischen Nase und Mund - auch hier sind viele Härchen und mit einem Finger voll Farbe sieht das hinterher nach Bärtchen aus.

Grundierung sollte immer im Gesicht bleiben und nicht über die Kinnlinie, bis an die Ohren oder den Haaransatz gehen - hier wird ausgeblendet, nicht erst am Hals, gibt nämlich eine Riesensauerei. Und da die Farbe am Innenarm getestet wird, ist das auch nicht nötig - die Farbe hier entspricht in der Regel dem Hautton unter Kinn und am Hals und so gibt es eigentlich keinen farblichen übergang, den man verwischen muss. Allerdings ist das eine sehr amerikanische Methode, wo Make-ups deutlich deckender und künstlicher gemalt werden. Ich bevorzuge da ja den französischen Ansatz, der deutlich mehr auf Natürlichkeit, Gepflegtheit und Wohlbefinden ausgerichtet ist. :-) Achja, und nie kreisen, das wird oft zu Schlieren führen. Make-up soll nicht eingearbeitet werden, sondern einen zarten Film bilden, da sind glatte, gerade Striche zum Verteilen am besten geeignet. Ausnahme sind die leichten Creme-Make-ups, die man wirklich wie getönte Tagescreme auftragen kann - perfekte Anfängerprodukte, bei denen man nichts falsch machen kann.


Julia: Also das habe ich natürlich gleich testen müssen und in der Tat: Beim ersten Mal habe ich etwa ein Drittel Foundation gespart, dafür erschien mir die Foundation aber sehr viel weniger deckend. Beim zweiten Mal habe ich die übliche Menge komplett verwendet, aber so ganz berauscht war ich jetzt. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich die richtige Technik hingekriegt habe. Ich glaube, dass übe ich ein bisschen... 

Und so sehe ich dann mit Foundation aus (ich bin dann doch noch mal mit dem Pinsel drüber) :




Ach ja: Mineral Foundations sind im Prinzip eine ganz tolle Sache, denn sie enhalten im Idealfall nichts anderes als die mineralischen Farbpigmente, die auch in herkömmlicher Foundation enthalten sind. Und so fallen bei richtiger MF jede Menge Inhaltsstoffe, die unserer Haut potenziell vielleicht nicht bekommen könnten, weg. Es fehlen aber auch die Filmbildner und Silikone, sodass Poren und Fältchen mitunter gut sichtbar sind.

Vor ein paar Jahren gab es einen regelrechten MF-Hype, sodass auch viele Drogeriemarken mindestens eine Mineral Foundation ins Sortiment aufnahmen. Die waren aber meistens randvoll mit fragwürdigen Zusatzstoffen und wurden ihrem Namen eigentlich in keinster Weise gerecht. Aus den Drogerien sind sie inzwischen weitestgehend wieder verschwunden. Aber es gibt sie natürlich noch. Bare Minerals macht von den Inhaltsstoffen einen guten Eindruck. Bei Douglas sind sie online, erhältlich sowie in ausgewählten Filialen.

MFs sehen im Pott meist sehr viel dunkler aus als aufgetragen, weshalb es unerlässlich ist, sich die richtige Farbe in echt am Counter mal anzuschauen. Wenn meine Naked Skin Foundation zur Neige geht, werde ich mal ins Main-Taunus-Zentrum öktern und die mir mal näher ansehen. Bei Andrea Biedermann kann man Samples der eigenen MF-Linie für kleines Geld zum Vorab-Testen ordern.


MF kann man kostengünstig auch selbst mischen. Mehr als die mineralischen Pigmente (z.B. von Behawe), einen Mörser und ein Döschen zum Lagern der fertigen MF braucht es nicht. Ich habe das auch tatsächlich 2, 3 Jahre gemacht, irgendwann wurde ich da aber zu bequem, da es trotz Feinwaage echt mühselig war, da immer wieder die richtige Farbe zu treffen. Wer's probieren will: Durch Googlen lässt sich noch einiges zum Thema finden, z. B. bei den Beautyjunkies.

4. Concealer

It's concealer-time! Nach der Foundation decken wir jetzt die Stellen ab, die von der Foundation nicht ausreichend gecovert wurden, sowie die Partie unter den Augen, die ja doch bei den meisten zumindest etwas dunkler nuanciert ist. Ich hatte jetzt lange Zeit den Pro Longwear Concealer von MAC in Gebrauch. Der ist eher dickflüssig, deckt dadurch intensiv ab, aber er wirkt nicht ganz so natürlich. In der Beauty-Blogger-Szene scheint der Naked Skin Concealer von Urban Decay sehr gehypt zu werden. Der NYX HD Concealer wird aber auch vielfach gelobt. Die beiden schaue ich mir dann genauer an, wenn mein aktueller Concealer aufgebraucht ist.

Im Drogerie-Segment finde ich übrigens den Instand Anti-Age Effekt  gar nicht mal so schlecht und auch die Farbe ist in Ordnung. Minimal heller als meine Foundation dürfte er für Newbies vielleicht weniger fremd wirken (siehe Anmerkung von Michou weiter unten.)


Was gibt es bei der Farbwahl zu beachten?

Der Concealer darf auf gar keinen Fall auch nur einen Hauch dunkler sein als eure Foundation. Spätestens wenn wir zum Fixieren Puder auftragen wird das fleckig und sieht einfach shaize aus. Ein etwas hellerer Concealer ist wirklich empfehlenswert, da die leichte Aufhellung unter dem Auge uns auch etwas wacher erscheinen lässt. *gähn* :D

Michou: Der Conealer muss immer einen Ton heller, um Ausgleich zu schaffen - wenn das Make up aber schon deckend ist, würde ich das sogar weglassen - gerade für Newbies, die das ja häufig aus Gründen sind, wird das Ergebnis zu massiv fremd sein. Wichtig als Tipp wäre dann vielleicht, Farbe (Kajal, Mascara) nur oben aufzutragen, um den Blick zu öffnen und von den Schatten abzulenken. Das ist immer noch einer der häufigsten Fehler, das heftige Anmalen des Unterlides.


Update Julia: Stimmt. DAS kann ich wirklich nur unterstreichen. Das wollte ich eigentlich erst beim Thema Lidschatten thematisieren, aber man kann es eigentlich nicht oft genug sagen: Kajalstrich und Lidschatten am unteren Augenlid machen einen auf einen Schlag 10 Jahre älter. Klar, bei den ganzen jungen youTuberinnen macht das noch nicht so viel aus. Und wir kennen das Phänomen ja von den jungen Mädchen, die gern reifer aussehen wollen (Wieso fühle ich mich da eigentlich ertappt !? Ja, ja, lang ist's her... ;) Ich glaube, das ist so der beste Tipp, den eine beherzigen kann, wenn es um das leichte Tagesmake-up ab 30 geht: Keine Farbe auf dem vom Unterlid! Smokey-Eyes am Abend bilden da für mich eine Ausnahme...

Auftrag

Ich tupfe den Concealer mit einem Pinsel auf und klopfe ihn mit der Spitze des Ringfingers ein. Anschließen drücke ich ganz sanft ein Kleenex auf die Partie unterhalb der Augen, um den cremigen Anteil ein wenig abzunehmen. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine. So ähnlich, wie man das nach dem Auftragen von Lippenstift macht, damit er nicht ganz so rutschig auf den Lippen ist.

Et voilà:

Krümel im Gesicht...ich sollte mal die Handy-Cam abwischen...


Pigmentflecken - Was kann eine da machen? Camouflage?

Michou: Camouflage, wenn es wirklich großflächig abdecken soll - bei Chloasmen oder Feuermalen - muss richtig gelernt und geübt werden. Da müssen mehrere Farben miteinander gemischt, über einr speziellen Creme aufgetragen und mit einem besonderen Puder abgebürstet werden. Ist sehr aufwendig, sieht natürlich sehr maskenhaft aus, aber ist dafür dann auch wasserfest und wenn eine Hälfte des Gesichts andersfarbig ist, eine echte Erlösung. Was sich unter dem Namen Camouflage im Make up-Regal findet, ist meist nichts anderes als ein sehr kompaktes Make up mit hoher Deckkraft, aber selten sehr lange haltbar.

Nun gehöre ich aber auch zu denen, die ein komplett abdeckendes Make up nicht erstrebenswert finden: Pigmentflecken dürfen etwas durchlinsen, rote Bäckchen auch, weil es einfach auch zur Person dazu gehört. Sie komplett zu verdecken macht weder jünger noch hübscher :-) Daher denke ich: ein zartes Make up mit mittlerer Deckkraft reicht da aus - für Anfänger erst recht!

5. Puder

Julia: Jetzt ist alles schön abgedeckt und wir wollen, dass das auch noch ein bisschen so bleibt. Deshalb tragen wir Puder auf, denn der sorgt dafür, dass die cremigen Komponenten fixiert werden. Die Farbe sollte natürlich auch zur Foundation und zum Concealer passen. Auch hier tendenziell lieber zu hell als zu dunkel.

Ob gepresstes oder loses Puder: Das ist eurem persönlichen Gusto überlassen. Gepresste Puder, finde ich, sind für den Anfang etwas leichter aufzutragen, weil sie nicht so sehr stauben und rumsauen, wie die losen Puder. Lose Puder haben aber den großen Vorteil, dass es sich auch komplett farblos gibt, in der Drogerie z. B. von P2. Die haben den Vorteil, dass sie sich farblich jeder Foundation anpassen.

Bislang habe ich Puder am liebsten mit einem Pinsel aufgetragen, da ich das Puder so feiner dosieren kann als mit der Quaste. Zu viel Puder und eine sieht schnell aus, wie eine frisch mehlierte Kalkleiste. Außerdem sollte der Auftrag von oben nach unten erfolgen, da dies der Wuchsrichtung unserer Gesichtsbehaarung (naja, eher Flaum) entspricht. Arbeiten wir gegen den Strich ist das - wie ich finde - einfach sichtbarer - sowohl die Härchen wie auch das Puder. Ein bisschen kennen wir das ja auch von Stoff mit Richtung, n'est-ce pas?

Michou: Ich würde immer dem losen Puder den Vorzug geben und dazu immer den farblosen wählen. Pinsel machen zwar Spaß, der Puder bleibt dann aber eher liegen. Im Gegensatz zur Grundierung soll der Puder nämlich ins Make up hinein und nicht aufliegen. Daher ist der absolute Profitipp: Wattepads. Etwas auf das Pad, erst mit vier oder fünf Tupfern auf Stirn, Kinn, Nase, Wangen verteilen und dann pattern - ganz leicht, ohne Druck mit Klopfbewegungen verteilen. Wenn überall Puder ist, überall mit dem Pad eindrücken. Wenn später Rouge aufgetragen wurde, bietet sich der dicke Puderpinsel an: jetzt überall, über Lidschatten, Rouge, Glanzpuder oder was immer drauf ist, hinwegstreichen, um harte Konturen zu vermeiden und Überschüsse abzunehmen.

Update Julia: Die Foundation mit einem Finger aufzutragen hat zwar erst mal nicht so gut geklappt, aber das mit dem Puder funktioniert wirklich richtig gut und sieht auch gar nicht so übermäßig matt und mehliert aus. Und die Foundation hält wirklich noch viel besser!

(Ein wenig Ernüchterung kann ich an dieser Stelle nicht ersparen: Eine Grundierung, die am Abend noch aussieht wie frisch aufgetragen, gibt es leider leider nicht. Wer durchgehend makellos geschminkt sein will, der muss zwischendurch nachpudern, da auch trockene Haut nachfettet, was sich - je nach Ausprägung - natürlich etwas nachteilig auf die Haltbarkeit auswirkt. Ich finde so ein bisschen Nachfetten sogar recht attraktiv. Natürlicher Glow, und so. Aber wenn's wirklich haltbar sein soll, dann muss nachgepudert werden. Ich bin da ja ehrlich gesagt meistens zu faul dafür...)




That's it: Unser Gesicht ist jetzt abgedeckt und Makel im Idealfall unsichtbar gemacht. Und sieht erst mal...ein bisschen maskenhaft aus. Wenn wir ordentlich gearbeitet haben vielleicht weniger als befürchtet, dennoch ist die Farbe der Haut jetzt sehr einheitlich und das sieht nun mal etwas unnatürlich aus. Es fehlen die natürlichen Schatten und Tiefen, die unserem Gesicht Lebendigkeit und Frische verleihen. Mit dezentem Contouring, ein wenig Highlighting und natürlich wirkendem Rouge können wir unserem Gesicht etwas davon zurückgeben. Aber das erzähle ich ich euch in der nächsten Maus! :)

Ich hoffe, das war jetzt alles soweit verständlich. Wenn ihr's denn überhaupt so lange durchgehalten habt... :D




*Erinnert ihr euch noch, dass in den 90ern öfters mal in Zeitschriften der Katalog der Club des Créateurs de Beauté beilag? Mit einer Gratisprobe des Agnès B. "Embelliseur Abricot"? Ein kleiner Klecks davon im Gesicht und man hätte sofort die Rolle der Nscho-tschi in Bad Segeberg übernehmen können....*schauder*)

Kommentare:

  1. Liebe Jay,

    Respekt - du machst dir unglaublich viel Mühe die Grundtechniken zu zeigen! Den Vorher-Nachher-Effekt kenne ich auch, sozusagen jeden Morgen ;)
    Ungeschminkt gehe ich nicht aus dem Haus, allerdings bin ich ein Fan von dezentem Make-up, sprich - man sieht nicht angemalt aus, sondern einfach nur frisch, mit einem schönen Teint ... etwas, was du ja in Perfektion beherrschst.

    Viele Grüße
    Friedalene

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    1. Oh danke, liebe Friedalene! <3

      Deswegen hat's jetzt auch erst mal ein bisschen gedauert, bis ich alles mal soweit zusammen geschrieben hatte. Ich hoffe, dass ich den nächsten Beitrag dann schneller hinterherschicken kann. Und ohne Michous Hilfe wäre er nur halb so gut, finde ich! :)

      Liebe Grüße
      Julia

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  2. Super! Hab ich sehr gern gelesen und kann nur unterschreiben, dass es für ganz helle Haut nicht so einfach ist, das passende zu finden ... Die Agnes B. Pröbchen kenne ich auch noch. Dachte jahrelang Make up muss so sein :)))
    LG, Zuzsa

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    1. Danke sehr! Ja als Blasshäutchen haben wir's nicht leicht. Wobei ich mich frage, wer denn überhaupt so dunkel und gleichzeitig rosa ist, wie die meisten Nuancen...

      Liebe Grüße
      Julia

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  3. Ay, hätte ich geahnt, dass du meine mal-schnell-zwischendurch-Nörgeleien veröffentlichst, hätte ich mir mehr Mühe gegeben :-D :-D

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    1. Hö? Ich hatte doch geschrieben, dass ich das als eine Art Zwiegespräch übernehme. Guter Cop, böser Cop! :D Ich merke schon, du hast gerade ganz andere Dinge um die Ohren...deshalb noch mal Danke, dass du dir die Zeit genommen hast! :*

      Und ich wüsste nicht, wo du dir noch mehr Mühe hättest geben können - ich find's prima! :D

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    2. Frag mich nicht; zur Zeit bekomme ich so gar nichts auf die Reihe. Aber ist auch nicht so wichtig, ich hätte mich einfach nur genauer und logischer ausgedrückt - beim nächsten Mal dann (hoffentlich) :-)

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  4. Uiuiui, das ist interessant!
    Über Kajal und Mascara komme ich nicht heraus, dieses Make up gebimsel war mir immer zu undurchsichtig. Ich neige ja zu roten Bäckchen und hab auch pigmentflecken immer Sommer mehr wie im Winter....aber mit Make up und foundation und dem Kram bin ich nie zurecht gekommen. Ich hab zwar mehrmals Geld dafür ausgegeben, aber die Beratung war immer sehr sehr schlecht, denn ich hab das dann einmal oder zweimal benützt und fand mich echt blöd damit.Danke für die Aufklärung und Informationen. Und eure Zweisamkeit finde ich sehr unterhaltsam und informativ!
    Liebe Grüße
    Stella

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    1. Aber hast du denn jetzt das Gefühl, dass du damit jetzt was anfangen könntest? Wenn du dich damit blöd fühlst: Vielleicht wäre da eine leicht getönte Tagescreme tatsächlich erst mal am besten geeignet?

      Rosige Wangen, die durchschimmern finde ich toll. Hätte ich gern! Und bist du sicher, dass es Pigmentflecken und nicht einfach sehr charmante Sommersprossen sind? Kann mich gar nicht an Pigmentflecken bei dir erinnern...und mich Michous Meinung nur anschließen: Muss gar nicht alles 100% abgedeckt werden!

      Liebe Grüße
      Julia

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    2. Stella, du brauchst doch keine foundation, ich finde du hast wunderschöne Haut! Liebe Grüße,
      yacurama

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    3. Dem kann ich nur beipflichten! :)

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  5. Oh, vielen Dank! Ich benutze ja täglich eine Foundation, mit Primern, Concealern, Schwämmchen kam ich nie zurecht, habe auch einiges nicht vertragen. Und Puder mit Wattepads, das mach ich auch, für pinsel bin ich auch zu ungeschickt.
    Bin gespannt auf die nächsten Folgen!
    Herzliche Grüße
    Sabine

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    1. Gerne! :) Falls noch Fragen offen sind, bitte stell' sie! :)

      Liebe Grüße
      Julia

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  6. Ich habe mich auch gerne durchgelesen.
    Schminke gehört für mich schon ewig zur täglichen Routine, auch, weil ich immer Problemhaut hatte und ich finde es immer sehr interessant, wie andere das handeln.
    Mit den Jahren wird es bei mir weniger; beispielsweise verzichte ich schon lange auf Puder, weil ich finde, dass er sich nur ungünstig in den Fältchen absetzt und es wir auch immer weniger bunt, : ).
    LG von Susanne

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    1. Ich find's auch total interessant, wie andere das handhaben. Das Phänomen mit dem Puder kenne ich, insbesondere unter dem Auge. Aber ich habe noch keinen Plan, wie ich dort ganz verzichten sollte. Und ich hab' auch die schlechte Angewohnheit, mir am Schreibtisch dauernd ins Gesicht zu fassen - ohne Puder hielte es nicht lange.

      Vielen Dank für deinen Beitrag! :)

      Liebe Grüße
      Julia

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  7. Sehr interessanter Post! Ich schminke mich auch schon viele Jahre täglich, doch Makeup verwende ich erst seit ich Mineralfoundation entdeckt habe. Jede andere art von foundation führt bei mir zu übelsten Akne ausbrüchen :| Bei Frauen mit Lidschatten oder Kajal unter dem Auge frage ich mich auch immer ob die nicht sehen dass das so alt macht! Aber stimmt, bei den YouTuberinnen sieht das immer sehr toll aus :D
    Liebe Grüße,
    yacurama

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    1. Mineral Foundation ist auch wirklich fein. Ich hab' mir inzwischen die Foundation von Bare Minerals angesehen und fand sie richtig toll. Muss aber erst mal aufbrauchen...

      youTuberinnen haben auch meistens perfekt ausgeleuchtete Sets, da sieht vieles gleich viel besser aus. :)

      Liebe Grüße
      Julia

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  8. TOLLER POST. (Hätte noch gern ein Ausrufezeichen hinter "toller Post" gesetzt. Aber laut einer Zeitungs-Kolumne ist das Ausrufezeichen inflationär und darum lasse ich das. Aber es hätte eines hin gemusst.)
    Ich gehöre zu den Schminklegasthenikern. Foundation und Co. benutze ich nicht, beklage mich aber ständig über mein müdes Erscheinungsbild. Das einzige Make-up, das ich benutze, ist ein Kajalstrich - der natürlich auf der unteren Wasserlinie gezogen wird -, Mascara und Lippenstift. Nach diesem Post werde ich das mit der Kajallinie doch lieber lassen. (Ich muss ja nicht so alt aussehen wie ich tatsächlich bin.)
    Dein Zwiegespräch mit Michou finde ich äußerst unterhaltsam. Macht richtig Spaß zu lesen. Vielen Dank.
    Martina

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    1. Haha, ja daran muss ich auch in letzter Zeit immer denken. Ich neige ja auch zu viel zu vielen Ausrufezeichen...aber so schlimm wie Til Schweiger isses ja bei uns beiden noch nicht! :D

      Na wir kommen ja auch noch zum Augenmake-up. Vielleicht können wir den Kajalstrich ja aufs Oberlid transferieren. Bin zwar eine Eyeliner-Legasthenikerin aber mit Lidschatten geht's einigermaßen.

      Freut mich sehr, dass dir der Beitrag so gut gefallen hat!

      Liebe Grüße
      Julia

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  9. Wow, da hast du dir richtig viel Mühe gegeben. Was es alles zu beachten gilt, wenn man sich damit intensiv auseinander setzt. Ich bin so ein Schmink N00b, dass ich erstmal nachgucken musste, was für eine *Art* MakeUp ich benutze - es ist ein Kompakt MakeUp :-D
    Das mit dem farblosen Puder muss ich mir mal genauer anschauen, das klingt ja auch interessant.

    Interessant finde ich auch, dass ihr einvernehmlich meint, dass Kajal unter den Augen so viel älter macht. Ich male mir da jetzt nicht so dicke Blockstreifen hin, sondern betone vor allem den Augenwinkel und werde zur Mitte hin immer dünner, aber ich verwende Kajal auch unter dem Auge. Wenn der nicht gerade verschmiert (was in letzter Zeit ziemlich häufig vorkommt, hatte ich ja schon kommentiert), hatte ich bisher nicht den Eindruck, dass es mich älter aussehen lässt.
    Oft werde ich eher jünger geschätzt (was mich als Teenie geärgert hat, freut mich jetzt) - wobei man natürlich auch nie weiß, wie viel Höflichkeitszugabe dabei ist. Muss ich mal beobachten.

    Ach, was mich auch noch interessieren würde: Wie reinigt man das ganze "Werkzeug" eigentlich richtig? Bekommt man so Schwämmchen auch vernünftig gereinigt oder entsorgt man die lieber, wenn man irgendwann "voll" aussehen?

    Liebe Grüße, Denise

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    1. Achja, das wollte ich auch noch sagen:
      Als ich mir mein MakeUp ausgesucht habe (es ist das hier: https://www.dm.de/alverde-naturkosmetik-kompakt-make-up-light-beige-010-p4010355909206.html, bin mir nur gerade bzgl. des Farbtyps unsicher), war ich erstaunt, dass ich einen der hellsten Farbtöne benötigt habe. Ich bin zwar blond und schon hell, aber insofern eher untypisch blond, als dass ich nicht so schnell rot werde, dunkle Wimpern und Augenbrauen habe und auch keine Sommersprossen. Und es gibt viele, die weitaus hellere Haut haben als ich. Was nehmen die denn dann für einen Farbton?

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    2. Also meine Liebe, zu bist ja noch recht jung, und wenn du eh für jünger geschätz wirst, dann ist doch alles gut. Ich hab' auch erst so mit 31, 32 damit angehört, unten zu malen.

      Schwämmchen kann man eigentlich recht gut und günstig beim DM nachkaufen, da verbraucht man glaube mehr Wasser und Reinigungsmittel als man die Umwelt schon durch Weiterbenutzen. Bei Pinseln kommt es immer darauf an, ob sie aus Synthetik- oder Naturhaaren sind. Wobei ich den Naturhaarpinseln immer den Vorzug gebe. Naturhaar sollte ähnlich behutsam behandelt werden, wie die eigenen Haare, also möglichst schonend. Es gibt spezielle Pinselreiniger, ich benutze dafür ein Silikonfreies Shampoo. Guter Hinweis! Ein separater Pinselpost war eh schon geplant, aber das nehme ich dann auf jeden Fall noch mit auf. Danke! :)

      Und ja: Für Blasshäute ist es echt schwer, eine geeignet helle Foundation zu finden!

      Liebe Grüße
      Julia

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    3. Hallo Ihr beiden, ich habe mir gestern von Catrice die hellste Foundation (No 0,5) geholt und habe auch gezögert, weil sie mir sehr hell erschien. Sonst habe ich immer einen Halbton dunkler als mein Hautton gewählt und mich dann gewundert, dass ich auf Fotos so fleckig aussehe. Heute zum ersten Mal verwendet. Ließ sich gut auftragen, aber mit meiner Blässe werde ich mich wohl endlich anfreunden müssen. :-)) Carola

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    4. Gegen die Blässe kann man ja zum Glück was machen und ich hoffe, ich komm' damit bald um die Ecke. Ich bin so bleich, ich seh' auch ohne Grundierung ganz krank aus. Ist bei manchen einfach so. Rouge ist meine beste Freundin! :)

      Liebe Grüße
      Julia

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    5. Rouge ist auch meine beste Freundin. Und manchmal sogar Bronze-Puder ;-)

      Und zu "du bist ja noch recht jung". Ich BIN 31 :-D

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  10. Sehr aufschlussreich zu lesen, als Schmink-Legasthenikerin... Leider gehör(t)e ich zu den postpubertären Pickelträgerinnen, so dass ich wenigstens mit getönter Tagescreme, abgedeckten Pickelchen und etwas Puder aus dem Haus bin. Ich bin auf die folgenden Kapitel sehr gespannt! Lieben Dank für Deine/eure Mühe & liebe Grüße von Mrs Go

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